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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

DRSB e.V. Ikenstraße 8  40625 Düsseldorf

Frau

Dr. Angela Merkel

Bundeskanzlerin

der Bundesrepublik Deutschland

Bundeskanzleramt

D - 11044 Berlin

 

Düsseldorf, den 28. Juli 2009

 

 

Fünftes offenes Schreiben an

Frau Dr. Angela Merkel

Bundeskanzlerin

der Bundesrepublik Deutschland

 

 

Der deutsche Mittelstand - das Rückgrat unserer  Wirtschaft

Hier:   „Merkel pflegt Mittelstand“

Eine Meldung des Nachrichtenportals Rhein Neckar

 

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

 

gemäß der vor genannten Meldung des Nachrichtenportals Rhein Neckar vom 24. Juli 2009 versprachen Sie dem Mittelstand Hilfe bei den drängendsten Problemen.

Zitat aus dem Nachrichtenportal Rhein Neckar:

Gerade Familienunternehmen stünden

für Leistungsbereitschaft und seien das Rückgrat der Wirtschaft.

Durch die Innovationskraft und ihren Weitblick

sei der Mittelstand auch der Garant dafür, dass Deutschland gestärkt aus der Wirtschaftskrise herausgehen könne.

Zitat Ende.

 

Aber gerade der Mittelstand - das vor der Wahl wiederentdeckte alte Stammklientel der CDU - wirft Ihrer Partei vor, dass in den vergangenen Monaten Milliarden Euro in die Banken und in den Autobauer Opel gepumpt wurden, während kleinere und mittlere Unternehmen von der Regierung kaum Beachtung finden.

Wie Ihnen sicherlich bekannt sein dürfte, gehören 98% der deutschen Unternehmen zum so genannten Mittelstand.

Mehr als 74% aller Beschäftigten haben noch ihren sicheren Arbeitsplatz in mittelständischen Betrieben, die darüber hinaus rund 85% der Lehrlinge ausbilden.

Durch das vom DRSB e.V. so genannte

„Heuschreckeneinladungsgesetz“

wurden im Kalenderjahr 2001 die steuerlichen Grundlagen dafür geschaffen, dass die Hedgefondsgesellschaften steuerbefreit ihr Unwesen in unserer Heimat mit gezielten Aufkäufen mittelständischer Unternehmen treiben konnten und reihenweise sichere, sozialversicherungspflichtige Langzeitarbeitsplätze vernichteten.

Womöglich, weil die Gier dieser Heuschrecken grenzenlos ist, wurde im Kalenderjahr 2006 das Gesetz zur Zwangsveröffentlichung von Unternehmensdaten kleiner und mittelständischer Kapitalgesellschaften im Internet festgezurrt.

Ab 2009 werden dazu vom Bundesamt für Justiz vermeintlich

„widerspenstige“ Unternehmer,

die ihrer Veröffentlichungspflicht im Internet verspätet und / oder noch nicht nachgekommen waren, mit brutalem Verfolgungsmaßnahmen, die den verwerflichen

Schockmethoden der Chicagoer Schule

gleichen, regelrecht gejagt und mit horrenden Ordnungsgeldern bestraft.

Ist „DAS“ die besondere Art Ihrer Hilfe

für die drängendsten Probleme des Mittelstandes?

Mit der Erbschaftsteuerreform aus dem Kalenderjahr 2008 werden mittelständische Unternehmen nahezu genötigt, ihre langfristigen sozialversicherungspflichtigen Langzeitarbeitsplätze durch prekäre Leiharbeitsverhältnisse zu ersetzen, damit bei einem möglichen Generationswechsel in den Familienunternehmen die Belastung der Erbschaftsteuer überhaupt noch zu tragen ist.

Ist „DAS“ die besondere Art Ihrer Hilfe

für die drängendsten Probleme des Mittelstandes?

Für das deutsche Bauhandwerk wurde kürzlich das Baugeldsicherungsgesetz verabschiedet.

So schön und fürsorglich der Gesetzesname vordergründig auch klingen mag, der tatsächliche Inhalt des Gesetzes wird zukünftig das schnelle Sterben vieler mittelständischer Unternehmen im Wohnungsbau fördern.

Ist „DAS“ die besondere Art Ihrer Hilfe

für die drängendsten Probleme des Mittelstandes?

Es würde völlig ausreichen, die vorgenannten Gesetze zum Wohle und Nutzmehrung der deutschen Bevölkerung und des Mittelstandes ersatzlos aufzuheben, damit wir gestärkt gemeinsam aus der Wirtschaftskrise herauskommen und viele sichere Langzeitarbeitsplätze in unserer Heimat erhalten bleiben.

 

Mit freundlichen und besten Grüßen aus Düsseldorf

Ihr

Ihr

Udo Piasetzky

Hans - Josef Leiting

Vorstandsvorsitzender

Steuerberater und Vorsitzender der

DRSB e.V.

Rentenkommission DRSB e.V.

 

Stand: 28.07.09

DRSB e.V.
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