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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 12. Oktober 2008

 

 

Das Wort am Sonntag

Ist der Kapitalismus am Ende oder ist vieles nur Panikmache?

 

Es gab Zeiten in Deutschland, da befassten sich die Nachrichtensendungen ausschließlich mit wichtigen Neuigkeiten aus aller Welt.

 

Wer heutzutage seine Fernbedienung in die Hand nimmt und auf „on“ drückt, landet in der Regel bei Sendungen die sich indirekt oder direkt mit dem weltweiten Börsengeschehen beschäftigen. Selbst bei ganz normalen Tierfilmen laufen am unteren Bildschirmrand ständig Informationsbänder mit den aktuellen

Börsen - News“.

Würde ein Bürger so rund 20 Jahre keine Fernsehsendung gesehen haben und nun plötzlich wieder auf die Flimmerkiste schauen, dann entstände für ihn der Eindruck, dass alle Menschen weltweit an den internationalen Börsen pausenlos rund um die Uhr 24 Stunden herumzocken.

 

Firmenwerte werden in einem kaum nachzuvollziehenden Szenario, an einem Tag schon einmal um rund 55% höher eingestuft, obwohl sie bei Börsenschluss letztendlich 1,8% weniger Wert sein sollen. So etwas gibt es doch gar nicht, werden normale Menschen jetzt sagen. Genau das ist aber in der zurückliegenden Woche mit dem VW - Konzern passiert, der für ein paar Stunden tatsächlich rund 55% höher bewertet wurde.

 

Nicht nur dieser Vorfall zeigt den gesamten Umfang der Absurdität und wachsender Perversion der verschworenen Bruderschaft der Börsen - Junkies. Meist geschniegelte Milchgesichter in Nadelstreif und mit verzerrten Panikmienen, das sind die Bilder in Zeitungen, Magazinen, Internet und TV, die nun um die Welt laufen. Die Finanzkrise ist aber kein Naturereignis und schon gar keine höhere Gewalt sondern das Resultat chaotisch cooler Abkassiermentalität im Namen der alles selig machenden Globalisierung. Jetzt stehen „plötzlich“ massive Änderungen an, denn es kann ja kaum sein, dass komplette Volkswirtschaften runtergewirtschaftet haben und vor lauter Dummheit keinen anderen Ausweg fanden. Wieder einmal bewahrheitet sich die alte Bankenweisheit:

Wer keine Nerven besitzt und keine

Lebenserfahrung mitbringt, hat an der Börse nichts zu suchen“.

Dass die Auftragsbücher der deutschen Wirtschaft nach wie vor voll sind, davon spricht man an der Börse nicht.

Produktionsanlagen, Warenbestand

und das jahrelange Know - How der gut ausgebildeten Mitarbeiter soll auf einmal weniger Wert sein?

Aber bei vielen Börsen - Junkies, die kaum in der Lage sind sich selbst mit Lebensmitteln zu versorgen, greift eine Verunsicherung um sich, die bereits zu den ersten Einstellungsstopps bei Firmen geführt haben. Alles dreht sich in deren Köpfen nur noch um

Die Börsen“.

Die internationalen Finanzmärkte basieren bekanntlich zu 80% auf reiner Psychologie; also wenn wir die Börsen - Junkies alles kaputt machen lassen wollen, dann nur  „lustig“ weiter so.

Diese

Pseudo - Finanz - Jedies des 21. Jahrhunderts

sind fern jeder Neiddiskussion davon überzeugt, dass ihre grenzenlose Gier auch in jedem anderen Menschen biologisch verankert ist, ihre Handlungen in selbst geschaffenen imaginären Finanzwelten noch der Realität entsprechen und somit als „völlig normal“ anzusehen sind. Mit geheuchelten Weltverbesserungsvorschlägen führten diese

Pseudo - Finanz - Jedies des 21. Jahrhunderts

jahrelang ihre täglichen Finanzkriege an den Börsen durch. Die Vernunft wurde außer Kraft gesetzt, weil die vorgeblichen Finanzexperten und Alleswisser generell alles noch viel besser konnten und wussten. Frisch von der Uni gekommene Neu - Junkies erklärten erfahrenen Fachleuten und Managern in deutschen Traditionsunterehmen, wie sie in Zukunft besser

Geld mit Geld machen

als mit der quälenden Herstellung von soliden Produkten.

Manager aus Industrie, Banken und Versicherungen folgten wie magisch angezogen  plötzlich nur noch dem

Lockruf des Geldes

und vergaßen mit ihren soliden Kerngeschäften ordentliches Geld zu verdienen. Noch vor wenigen Jahren hallte ein Angstschrei durch Deutschland:

Sozialisten können nicht mit Geld umgehen“.

Seit dem richtigen Beginn der US - Finanzkrise behaupten zunehmend viele Kritiker:

Kapitalisten können es schon gar nicht“.

Nehme jede Arbeit an“!

Wer kennt nicht die Bilder aus den späten 20er- und frühen 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts, wie arbeitssuchende, hungernde Familienväter mit ihren selbst gemalten Schildern auf den Straßen der Welt standen?

Wir sollten wieder genauer hinsehen, wem wir unser Geld und unsere Ressourcen anvertrauen. Denn ungeachtet aller Beruhigungsspritzen, Besänftigungsstrategien und Rettungsbemühungen geht der Ausverkauf an den internationalen Aktienmärkten weiter. Nach massiven Kursverlusten an den europäischen Börsen stürzte auch der Aktienmarkt in New York und Tokio am Freitag wieder ab. Die völlig hilflosen und ratlosen

Pseudo - Finanz - Jedies des 21. Jahrhunderts

sprechen in ihrer Schockstarre schon von einer weltweiten

Kernschmelze der Börsen“.

Getrieben von ihrer absoluten Ahnungslosigkeit, was das reale Leben anbetrifft, lasten enorme Rezessionsängste und große Unsicherheiten auf den Seelen der

Cyberspace - Geldvernichter

an den Börsengalaxien dieser Welt, denn bedauerlicherweise nehmen sich die Chaosverursacher immer noch zu wichtig. Viele verharren sogar im Irrglauben, sie seien der

Finanznabel der Welt.

Nach Einschätzung von Psychiatern besteht da demnächst gigantischer

( Be )Handlungsbedarf, denn wer von

Ausverkauf an den BörsenvonUntergangsstimmung

oder sogar von

düsteren Aussichten der Wirtschaft

spricht, gehört eigentlich in der Welt der Realitäten in Sicherheitsgewahrsam, weil hier im Rahmen einer Schocktherapie aus reiner Eitelkeit von den Verursacher vorsätzlich negative Stimmung gemacht wird. Große Erwartungen richten sich auf das Treffen der führenden Industrienationen am Wochenende.

Von dem so genanten

G - 7 - Treffen

erhoffen sich einige eine Art schwedische Lösung. Das heißt im Klartext:

Verstaatlichung der Banken.

Konsequenter Weise müssten dann aber auch sofort die deutschen

Energiekonzerne sowie alle Versicherungen

einer Verstaatlichung zugeführt werden, denn nur dann lassen sich mit einer guten und vor allem „meckiefreien“ Führung positive Ergebnisse zur Nutzmehrung für die Bürger erzielen.

 

Wie viel Panikmache im Umlauf ist, zeigt die eindeutige Bewertung der deutschen Bundesanleihen und Obligationen durch die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's mit der höchsten Bonitätsnote. Ein Staat, der mit seinem Vermögen bürgt, wie es Angela  Merkel verbal getan hat, ist von seiner Stärke und Leistungsfähigkeit überzeugt. Das Interesse an staatlichen Wertpapieren, insbesondere an Tagesanleihen des Bundes, hat deshalb ab der zweiten Septemberhälfte 2008 entsprechend stark zugenommen.

 

Gut, es wird in den kommenden Tagen mit immer weiter abstürzenden Kursen an der  Börse zu rechnen sein, doch im Gegensatz zur amerikanischen Volkswirtschaft ist die Deutsche kerngesund und völlig überlebensfähig. Diese DRSB - Bewertung trifft auch auf einige westeuropäische Staaten zu. Die immer gut informierten Spiegelredaktionen sprechen sogar davon, dass zum Beispiel die Düsseldorfer Sparkasse rund

200 Millionen Euro zusätzlicher Einlagen

in den letzten Tagen erhalten haben soll. Ein durchaus berechtigter Vertrauensbeweis, wenn die Bürger ihr Geld in niedriger verzinste, aber bestimmt sichere Anlageformen umschichteten.

Ebenso wie die Sparkassenorganisation vermelden die

Volksbanken und Raiffeisenbanken,

sprunghaft gestiegenes Einlagevermögen.

Zu Recht vertrauen die Deutschen den öffentlich - rechtlichen Kreditinstituten und  Genossenschaftsbanken, die die Einlagen ihrer Kunden zu 100% absichern und von Verstaatlichungsüberlegungen ausgeschlossen werden sollten. Denn die vor genannten wurde in der Hochphase der weltweiten

Geldvernichtung

von den

Pseudo - Finanz - Jedies des 21. Jahrhunderts

als die „Deppen“ hingestellt, die von den Finanzmärkten keine Ahnung haben. 

 

Dass aber die Bürger ihr Geld nun vermehrt zu den Sparkassen und den Genossenschaftsbanken tragen, ist aus psychologischer Sicht gut nachvollziehbar, denn die vermeintlichen „Deppen“ sind in der Finanzkrise der Felsen der deutschen Sicherheit.

Ein ausgeglichener moderner gesellschaftsdienlicher

Kapitalismus,

der zur Nutzmehrung der Bürger beiträgt, findet niemals sein Ende.

 

Wir Deutschen sind stark und bleiben es.

 

             

 

 

DRSB

 

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sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

und für

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