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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

DRSB e.V. • Ikenstraße 8 • 40625 Düsseldorf

Herrn  

Sven Gösmann

Chefredakteur

 

Rheinische Post

Rheinisch - Bergische Druckerei und Verlags - GmbH

Zülpicherstraße 10

D - 40196 Düsseldorf

 

Düsseldorf, den 12. Februar 2009

 

Zweites offenes Faxschreiben an

Herrn Sven Gösmann

Chefredakteur der Rheinischen Post

 

 

Ferres / Maschmeyer - Artikel vom 06. Februar 2009

Hier: Neues Glück für Veronica Ferres?

 

 

Sehr geehrter Herr Gösmann,

 

über Gefühle und Geschmack soll man bekanntlich nicht streiten. Doch der im Betreff genannte RP - Artikel hat offensichtlich einem Protest - Orkan ausgelöst. Nach uns vorliegenden Informationen sollen weder Leserbriefe noch fernmündliche Proteste von verärgerten Bürgern in Ihrer Redaktion Beachtung gefunden haben.

Seit dem Ihr Artikel am 06. Februar erschienen ist, halten die Negativmeldungen darüber beim DRSB e.V. bis heute ungebrochen an.

Selbst Ihre Berufskollegen aus der Sternredaktion in Hamburg vermuten, dass diese Enthüllungsstory lediglich eine billige PR - Nummer von „Bild“ und „Bunte“ sein könnte. Die Liebesgrüße aus Südafrika sind nach der allgemeinen Einschätzung der dubiosen AWD - Methoden höchstwahrscheinlich nur ein Bluff.

 

Seit dem Bestehen des Strukturvertriebes AWD wurden jedes Jahr diverse

Kauf - Prominente gegen hohe Honorarzahlungen verpflichtet, regelmäßig an den

Veranstaltungen des AWD teilzunehmen. Damit will man sich den Anstrich der Seriosität verleihen.

Die Auftritte des Ex - Präsidenten der USA,

Bill Clinton,

legen Zeugnis davon ab, wie dringend nötig die USA auf die Geldeinsammler aus diesem Strukturvertrieb angewiesen sind.

Die Verstrickung vieler gutgläubiger Bürger in die engen Maschen des AWD führte zu existenzvernichtenden volkswirtschaftlichen und finanziellen Schäden für einen Großteil der AWD - Kunden sowie für AWD - Mitarbeiter. Die ständigen Berichte in ARD und ZDF hierüber sollten Ihnen als Chefredakteur geläufig sein. Eine „kleine“ Anfrage bei den Fernsehkollegen wäre wahrscheinlich sinnvoll und hilfreich gewesen, bevor Sie diesen flankierenden PR - Artikel passieren ließen.

Die verantwortliche  Redakteurin Tina Stockhausen war dem Linksunterzeichner, bis zu diesem sehr schlecht vorbereiteten Artikel, persönlich als sachlich gut recherchierende Journalistin bekannt.

Nach den Aussagen von Jürgen Hunke, der als ehemaliger Besitzer des Zeus den Sanitätsgefreiten Carsten Maschmeyer als Außendienstmitarbeiter beschäftigte, hat der AWD - Chef niemals als Student eine Universität von innen gesehen.

Auch sollen sich seine Verkaufserfolge für den Zeus - Jugendschutzbrief in einem engen überschaubaren Rahmen gehalten haben.

Erst nachdem der ehemalige OVB - Landesdirektor Jürgen Kosian den späteren

AWD - Chef für seine Vertriebsaktivitäten anwarb, wurde Carsten Maschmeyer in die Geheimnisse des Strukturvertriebes eingeführt. Maschmeyer lernte schnell von seinem neuen Mentor, so dass er sich seinen Weg zur eigenen OVB - Landesdirektion frei kämpfen konnte.

Mit einer einfachen gezielten Durchleuchtung dieser wahren Begebenheiten hätte es Tina Stockhausen vermeiden können, dass ein vollkommen verfälschtes Bild von Carsten Maschmeyer als Medizinstudent und erfolgreicher Geldversteher entstehen konnte. Ohne jeden Zweifel durfte der AWD - Chef zum Multimillionär mutieren. Aber zu welchem Preis?   

 

Im Internet entsteht fast schon täglich ein neues Forum für AWD geschädigte Kunden und Mitarbeiter. Auch davon ist in Ihrem Artikel nicht das Geringste zu lesen.

Schon vor der Übernahme des Strukturvertriebes aus Hannover durch die Swiss - Life liefen dem AWD komplette Vertriebseinheiten weg und hinterlassen noch heute riesige Lücken.

In den zurückliegenden Monaten produzierte, trotz der Hilfe von Bela Anda, der Vertriebsguru Maschmeyer hauptsächlich negative Schlagzeilen.

Wollen Sie, sehr geehrter Herr Gösmann, als seriöser Journalist jetzt noch ernsthaft ausschließen, dass die Schauspielerin Veronica Ferres zu reinen PR - Zwecken die „glückliche“ Geliebte für Carsten Maschmeyer spielt?

Durch diese vermutliche PR - Posse sollen durch die Hintertür der Yellow - Press lediglich erneut gutgläubige oder ahnungslose Bürger an den AWD herangeführt werden.

Sollen nun auch mit Ihrer tatkräftigen Unterstützung noch mehr aktuelle und zukünftige Rentenbezieher ihr sauer verdientes Geld mit AWD - Produkten verlieren?

Wollen Sie mit Ihrem Artikel noch mehr deutsche Bürger durch die Hölle der Strukturvertriebsmühlen schicken?

Zu Ihrer Ehrenrettung unterstellen wir vorerst einmal NEIN!

Um Ihrer Zeitung aber die ganz offensichtlich dringend notwendige Berichts - Qualität zu ermöglichen, ist der DRSB e.V. ab sofort bereit, Sie und Ihre Zeitung mit unserer Recherchequalität zu unterstützen, damit Sie zukünftig wahre Sachverhalte schnell erfassen, publizieren und mit tatsächlich zutreffenden Kommentaren versehen können.

Oder möchten Sie sich in Zukunft bewusst lieber zum willfährigen Handlanger der deutschen Strukturvertriebe machen?

In der Erwartung Ihrer sehr geschätzten Rückantwort verbleiben wir

mit freundlichen und besten Grüßen

Ihr

Ihr

Udo Piasetzky

Andreas Kallen

Vorstandsvorsitzender des

DRSB e.V.

Rechtsanwalt und Vorsitzender der

Rechtskommission des DRSB e.V.

 

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