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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 25. August 2008

 

 

Die Nachwehen der US - Kriege
- Teil 35 -

 shuck and jive

Wie schwarz ist schwarz genug?

 

Bei US - Bürgern über 55 Jahre ist der republikanische Präsidentschaftskandidat

 

John McCain

 

wesentlich beliebter, als bei Jüngeren, denn diese US - Bürger sollen angeblich

 

- schenkt man den US - Medienberichten noch Glauben -

 

überwiegend im Lager des Demokraten Barack Obama zu finden sein.

 

Die meist jüngeren Helfer von Barack Obamas werden in Seminaren gedrillt und auf ihren Einsatz im kommenden Wahlkampf gezielt vorbereitet. Viele der Obama - Helfer sind farbige Studenten an den amerikanischen Universitäten und hoffen auf den Einzug des ersten Schwarzen ins weiße Haus.

 

Dagegen scheint der Wahlkampfstil des republikanischen Kandidaten amateurhafte Züge zu tragen.

 

Könnte also die Präsidentschaftswahl im November 2008

zu einem Showdown zwischen jung und alt oder sogar zwischen schwarz und weiß werden?

 

Ist Barack Obama

in Wirklichkeit nur eine kurze Sternstunde des schwarzen Amerika?

 

Hat das schwarze Amerika

durch Barack Obama tatsächlich eine Stimme gefunden?

 

Wie schwarz ist eigentlich schwarz genug?

 

Schon seit Monaten streiten die Afroamerikaner heftig darüber, inwieweit Barack Obama sie tatsächlich repräsentieren könnte.

 

Für viele schwarze Amerikaner wird immer fraglicher, ob der Sohn eines Kenianers und einer weißen Mutter überhaupt für realitätsnahe

 

„schwarze amerikanische Erfahrungen“

stehen kann.

 

Als der US - Soulsänger Billy Paul 1972 die Disconummer

 

„Am I Black Enough For You?

- Bin ich Schwarz genug für dich? -,

 

veröffentlichte, hätte ihn dieser Schwarz - Song fast seine Karriere als Sänger gekostet, denn keine Radiostation wollte die Single damals spielen.

 

Die weißen US - Bürger liefen Billy Paul in Scharen davon und auch seine schwarze Plattenfirma drängte den Sänger zum raschen Umdenken.

 

Niemand im „Big Show - Business“ wollte sich das große Geschäft durch solche Bekenntnisse zum

 

„Blackness“

 

versauen. Dem schwarzen Senator Barack Obama könnte womöglich ein solcher Song seinen Wahlkampf verhageln.

 

Was der Soulsänger Billy Paul einst als Appell an den schwarzen Stolz formulierte, ist für den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten zum harten politischen Prüfstein  geworden.

 

Während Deutsche dem Heilsbringer in Berlin noch zujubelten titelte, unbemerkt von den deutschen Medien das

Time Magazine:

 

„Is Obama black enough? “

 

und stellte damit unverblümt die Frage nach Barack Obamas tatsächlicher Basis.

 

Seitdem diskutieren afroamerikanische Medien äußerst engagiert darüber, ob der angeblich „schwarze Senator“, der in elf Jahren eine Blitzkarriere vom Staatsjuristen zum Präsidentschaftskandidaten 2008 hingelegt hat, überhaupt so „richtig schwarz“ sei, beziehungsweise eine echte „schwarze amerikanische Erfahrung“ mitbringt oder auch repräsentieren dürfte.

 

Barack Obamas wuchs nämlich behütet in Hawaii auf und studierte später an den besten Universitäten der USA. Sein Vater ist Kenianer, seine Mutter eine Weiße aus Kansas.

 

Diese multikulturelle Herkunft hat Barack Obama bis vor wenigen Wochen dazu missbraucht, um die Sympathien der amerikanischen Mitte und der schwarzen

US - Bürger für sich zu gewinnen.

 

Nicht nur den gestrengen Hütern der

 

afroamerikanischen Authentizität

 

ist das im höchsten Maße verdächtig, denn immer mehr „echte“ schwarze US - Bürger lesen die „medienwirksam“ vermarkteten Bücher des Demokraten genauer durch.

Der konservative Kulturkritiker

 

Stanley Crouch

 

zweifelt in einer Kolumne der New York Daily News daran, dass Barack Obama die Familienbande zur Geschichte der Sklaverei und der Bürgerrechtsbewegung nachweisen kann.

 

In US - Internetforen liest man deshalb immer häufiger

 

Schwarz zu sein bezeichnet

in unserer politischen und sozialen Wirklichkeit diejenigen, die von westafrikanischen Sklaven abstammen.

Auf Barack Obama trifft so etwas überhaupt nicht zu.“

 

Senator Barack Obama hat zwar eine echte afroamerikanische Frau geheiratet und identifiziert sich vordergründig und anbiedernd als

 

„African - American“,

 

doch zunehmend distanzieren sich viele schwarze Politiker und Kirchenführer von dem vermeintlichen Heilsbringer. Täglich entstehen neue Zweifel daran, dass sich der smarte Politiker als möglicher US - Präsident genug für schwarze Belange engagieren wird.

 

Hat Barack Obama

die Afroamerikaner nur für seine billigen Ziele missbraucht?

 

Befragt man schwarze und weiße US - Bürger auf der Straße, bekommt man zurzeit eine überraschende gleichlautende Antwort:

 

Wir müssen in erster Linie

jetzt darauf schauen, wer die Interessen der kleinen Bürger vertritt.

Wir wollen keinen Krieg

mit anderen Völkern und möchten ein klein wenig Wohlstand haben.“

Selbst die meisten Afroamerikaner trauen so etwas eher noch

 

John McCain

 

zu, obwohl auch der Republikaner letztendlich seine Wähler und den Rest der Welt wahrscheinlich enttäuschen wird.

 

Die von den Obama Berater - Junkies überstrapazierte Wahlkampf - Rhetorik

 

„blacker - than - you“

- schwarzer als Du -

 

floppt in vielen Gesellschaftsschichten. Die US - Bürger begreifen plötzlich, dass amerikanische Universitäten wie

 

Columbia und Harvard

 

nicht die Orte sind, wo sich die wirklichen Schwarzen wohlfühlen dürfen.

 

Die Festlegung von Barack Obama auf seine Hautfarbe bleibt somit irritierend und weckt bei den US - Bürgern die oft verdrängte Erinnerung an den amerikanischer Bürgerkrieg, der von 1861 - 1865 auf amerikanischem Boden tobte.

 

Der amerikanische Bürgerkrieg, ist bis heute der einzige jemals ausgetragene Krieg auf amerikanischem Boden und spielt eine besondere Rolle im Unterbewusstsein aller Amerikaner, wenn sie denn überhaupt von ihm wissen.

 

Vor Ausbruch des Krieges im Jahr 1861 hatten die so genannten

 

„Südstaatler“

 

den höchsten Lebensstandard in den USA. Die riesigen Plantagen waren nach Ansicht der reichen, mächtigen Süd - Familien ohne die Arbeit von Sklaven unmöglich zu bewirtschaften.

 

Deshalb wurden zwischen 1619 und 1808 mehr als geschätzte

 

650.000 afrikanische Bürger

 

in die Vereinigten Staaten von Amerika verschleppt, wo sie als Sklaven geknechtet wurden.

 

Im Jahr 1807 untersagte zwar der amerikanische Kongress, weitere Sklaven ins Land zu bringen, doch auch die so genannten

 

„Nordstaatler“

 

kümmerte dass zunächst wenig, solange nur der Profit stimmte.

 

Nach wie vor arbeiteten

 

1,5 Millionen schwarze Sklaven

 

auf den Plantagen der Südstaaten. Nur in den amerikanischen Nordstaaten fiel es den Unternehmern leichter, auf die Sklaven zu verzichten. Trotzdem befürworteten damals die meisten Amerikaner die Sklavenhaltung und fanden es völlig normal, dass die Schwarzen für ihren bescheidenen Lebensunterhalt tagtäglich wie Tiere schuften mussten.

 

Die Befürworter der Sklavenbefreiung fanden sich deshalb am

 

06. Juli 1854

zusammen und gründeten die

 

Republikanische Partei,

 

die dann sofort gegen die von Andrew Jackson 1828 gegründete Demokratische Partei antrat.

 

Anscheinend haben viele schwarze US - Bürger zwischenzeitlich völlig vergessen, dass die

 

Demokratische Partei

 

damals mehrheitlich die Sklaverei beibehalten wollte.

 

So bleibt es verständlich, dass der heutige demokratische Präsidentschaftskandidat

 

Barack Obama

 

dieses unangenehme Thema gerne ausblenden möchte, weil auch die meisten weißen Amerikaner sich nur noch mit großer Scham an das unrühmliche Geschichtskapitel der

US - Sklaverei erinnert sehen möchten.

 

Bis heute aber ist tief im Untergrund der Gefühle das politische Klima zwischen dem Norden und dem Süden noch immer vergiftet. Für sehr viele echte Südstaatler gilt deshalb heute noch die spöttische, böswillige Umschreibung

 

shuck and jive

 

für Schwarze, die sich aus der Verantwortung winden möchten.

 

Für die Deutschen bleibt es bedeutungslos welcher Kandidat ins weiße Haus einziehen wird. Beide haben bereits in aller Deutlichkeit klar gemacht was sie von Deutschland erwarten:

 

Noch mehr Geld · noch mehr Soldaten · noch mehr Know - How.

Und

noch mehr Arbeitsplätze.

 

Im Jahr 1807 untersagte zwar der amerikanische Kongress die Sklaverei, die Ausbeutung von anderen Nationen wurde den Amerikanern aber bis heute nicht untersagt.

 

 

             

 

DRSB

 

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