Sie sind hier: » »Die Nachwehen der US - Kriege« » Die Nachwehen der US - Kriege, 2008 » »Die Nachwehen der US - Kriege« - Teil 19 - »Der Kampf zwischen 2 Glatzköpfen um einen Kamm« 
 

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.  

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 21. Februar 2008

 

 

Die Nachwehen der US - Kriege 
- Teil 19 - 
Der Kampf zwischen 2 Glatzköpfen um einen Kamm

 

Mit den

Islas  Malvinas

 

konnte Argentinien kaum etwas anfangen, denn die Falklandinseln haben noch heute nicht die geringste strategische Bedeutung. Der britische Merkposten vor der argentinischen Haustür beleidigt noch nicht einmal den Nationalstolz der Argentinier.

 

Trotzdem besetzte Argentinien am 02. April 1982 die Falklandinseln. Bis heute wissen selbst die argentinischen Militärs nicht genau den eigentlichen Anlass.

 

Möglicherweise wollte Argentinien ein letztes Relikt der Kolonialherrschaft beseitigen.

 

Für

MargretMaggieThatcher

 

aber kam die Besetzung der Falklandinseln durch die Argentinier wie gerufen, denn 

 

MargretMaggieThatcher

 

hatte nur eine katastrophale Bilanz ihrer ersten Amtszeit vorzuweisen und kämpfte verzweifelt um ihre politische Zukunft. Sie setzte die britischen Truppen in Marsch und eroberte die Falklandinseln zurück.

 

Rein aus militärischer Sicht hatte die elfwöchige Schlacht überhaupt keine geschichtliche Bedeutung, obwohl die blutige Rückeroberung der Falklandinseln

 

655 Argentiniern und 255 Briten

 

das Leben kostete. Abgesehen von den vielen Schwerverwundeten, die zum Teil noch heute unter ihren Verletzungen leiden müssen.

 

Der berühmte humorvolle argentinische Schriftsteller

 

Jorge Luis Borges

 

bezeichnete spöttelnd den sinnlosen Krieg um die bedeutungslosen Inseln als den

 

Kampf zwischen 2 Glatzköpfen um einen Kamm“.

 

Der humorvolle Schriftsteller traf damit den Nagel auf den Kopf, denn in der Tat war aus argentinischer Sicht das Gemetzel auf den Islas Malvinas an Sinnlosigkeit nicht zu toppen.

 

Aus der Sicht von

MargretMaggieThatcher

 

muss der Falklandkrieg wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk gewesen sein, dass der bis dahin erfolglosen Politikerin die politische Deckung gab, ein radikales kapitalistisches Umwandlungsprogramm in England durchzusetzen.

 

Nie zuvor wurde ein solch radikales und brutales Wirtschaftsprogramm in einer freiheitlich westlichen Demokratie gestartet.

 

MargretMaggieThatcher

 

war eine begeisterte Anhängerin der

 

Chicagoer Schule von Professor Milton Friedman,

 

der im Jahr 1982 seinen berüchtigten Aufsatz schrieb, der seine Schockdoktrin nahezu diabolisch offen legte:

 

Zitat Milton Friedman:

Nur eine Krise

- eine tatsächliche oder empfundene - führt zu echtem Wandel.

Wenn es zu so einer Krise kommt, hängt

das weitere Vorgehen von den Ideen ab, die dann im Umlauf sind.

Das ist meiner Ansicht nach unsere Hauptfunktion:

Alternativen zur bestehenden Politik zu entwickeln,

sie am Leben und verfügbar zu halten, bis das politisch Unmögliche politisch unvermeidlich wird.“

Zitat Ende.

 

MargretMaggieThatcher

 

hatte als Premierministerin für viele Engländer das verblassende britische Empire gerettet und wurde besonders von den Medien als Kriegsheldin gefeiert.

 

Der ihre zugesprochene, eigentlich negativ gemeinte Spitzname

 

Eiserne Lady“,

 

wandelte sich auf wundersame Weise von der ursprünglichen Beleidigung quasi zum höchsten Lob.

 

Die Umfragewerte für ihre Politik stiegen sprunghaft von 25% auf 59% innerhalb weniger Wochen. Damit konnte die

 

Eiserne Lady“,

ihren Weg ebnen zu einem glanzvollen grandiosen Sieg für die zweite Amtszeit.

 

Sie nutzte eiskalt ihre enorme Popularität, die ihr der Falklandkrieg eingebracht hatte und setze schonungslos die korporatistische Revolution in Gang unter der die englischen Bürger noch heute zu leiden haben.

 

So ließ sie gezielt die englischen Gewerkschaften vom Inlandsgeheimdienst

 

MI5

 

unterwandern und war somit in der Lage die Gewerkschaftsarbeit zu sabotieren und zu destabilisieren.

 

Die Zerschlagung der englischen Gewerkschaftsbewegungen durch massivsten Polizeieinsatz, war nach der Schilderung beteiligter Polizisten der reinste

 

Bürgerkrieg.

 

Im Jahr 1985 gaben die zermürbten und hungrigen Bergarbeiter den hoffnungslosen Kampf auf. Für die einst sehr mächtigen britischen Gewerkschaften war das eine vernichtende Niederlage, von der sie sich nicht wieder erholt haben.

 

Nachdem die

Eiserne Lady“,

 

auch den so genannten „Bergarbeiterkrieg“ gewonnen hatte, begann sie bis zum Jahr 1988 mit dem radikalsten ökonomischen Umbau in der Geschichte von Großbritannien.

 

MargretMaggieThatcher

 

zwangsprivatisierte bis zum Ende ihrer Amtszeit:

 

British Airways,

British Airport Authority,

British Gas,

British Telecom,

British Steel

und auch

British Petroleum.

 

Der traditionellen britischen Automobilindustrie half sie damit indirekt das Grab zu schaufeln.

 

Dass der Roverkonzern in chinesischen Besitz wechselte, ärgerte bereits viele britische Bürger. Wenn aber demnächst Landrover und Jaguar in indischen Besitz übergehen, wird den meisten erst bewusst, dass die

 

Eiserne Lady“,

 

einen kompletten Industriezweig in den Zusammenbruch und Ausverkauf führte.

 

Denn auch Bentley und Rolls Royce sind längst nicht mehr in englischer Hand und werden schon seit Jahren von VW und BMW gebaut. Das können Engländer aber gerade noch mit einem lachenden und einem weinenden Auge akzeptieren.

 

Noch heute erinnern sich sehr viele Briten daran, wie mit der dubiosen Hilfe der Friedmanschen Wirtschaftspolitik der britische Sozialwohnungsbau liberalisiert wurde. Aus Mietern sollten quasi über Nacht Eigentümer werden. Das führte in wenigen Monaten dazu, dass die Straßen in britischen Großstädten überfüllt waren mit Obdachlosen, die verzweifelt ein Dach über dem Kopf suchten.

 

In dieser Zeit erfroren jeden Winter unschuldige britische Bürger, weil sie kein Geld für  Brennstoff hatten oder sich keine Kohle kaufen konnten.

 

Beschämt verschweigen noch heute britische Medien diese unbestreitbaren Tatsachen, die eine direkte Folge des gnadenlosen so genannten

 

Thatcherismus

waren.

 

Die katastrophale Bilanz der

Eisernen Lady“,

 

bestätigt sehr eindrucksvoll, dass die radikale und ausschließlich für Reiche höchst profitable Politik der

 

Chicagoer Schule

 

in demokratischen Systemen nicht überleben kann. Das teuflische Wirtschaftsmodell von

 

Professor

Milton Friedman

 

benötigt zum reibungslosen Funktionieren ständig neue Schockerlebnisse für die Bürger, damit diese vom eigentlichen Geschehen abgelenkt werden und für sich fatale Entscheidungen treffen oder zumindest zulassen.

 

Ehrgeizige untaugliche Pläne zu einer massenhaften Privatisierung haben auch in Deutschland zu einem deutlich spürbaren Rückgang des Wohlstandes geführt und den deutschen Weg in die

Armut

geöffnet.

 

Besonders beunruhigend sind dabei die perspektivischen Überlegungen der korporatistisch veranlagten Politiker, die eine Wohlstandsmehrung für alle deutschen Bürger aus den Augen verloren haben oder gar bewusst verhindern.

 

Den glühenden deutschen Verehrern der

 

Chicagoer Schule

 

muss deshalb dringend Einhalt geboten werden, damit eine weitere Verelendung der

 

deutschen Bürger

 

schnellstens gestoppt werden kann.

 

 

             

 

DRSB

 

Wir kämpfen seit 20 Jahren mit der Stimme der Demokratie

für

einen modernen Sozialstaat,

sichere, langfristige Arbeitsplätze,

sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,

sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

und für

korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.

 

 

             

DRSB e.V.
Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
(Verwaltungssitz)
eMail: drsb@deutscher-rentenschutzbund-ev.de
Website: http://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de
Impressum

Wer wir sind
Links

Spenden für ein nutzmehrendes
deutsches Rentensystem