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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

„Die Nachwehen der US - Kriege“

von

Udo Johann Piasetzky

Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.

und

Rechtsanwalt Andreas Kallen

Vorsitzender der Rechtskommission des DRSB e.V.

und

Steuerberater Hans - Josef Leiting

Vorsitzender der Rentenkommission des DRSB e.V.

 


Meerbusch, den 06. Juli  2007

 

Jeder Krieg hat Nachwehen auf allen Seiten. Der letzte Irakkrieg wurde von

 

George Walker Bush

 

nach der Besetzung des Landes, äußerst medienwirksam, als gewonnen erklärt.

 

Bis heute sterben aber täglich im Irak junge amerikanische und englische Soldaten für die Verfehlungen ihrer politischen Führung.

 

Auch unschuldige irakische Bürger

bezahlen dafür täglich mit ihrem Leben.

 

 

Wie konnte Vergleichbares nach dem

2. Weltkrieg auf deutschem Boden verhindert werden?

 

Tiefe Einblicke in die härtesten US - Methoden von verdeckten Operationen, die nach dem 2. Weltkrieg angewandt wurden, bieten Stapelweise freigegebene CIA - Dokumente, die jeder Bürger im

 

National Security Archive

 

an der George Washington University in Washington D.C. einsehen kann.

 

Diese Geheim - Unterlagen enthalten zum Beispiel die strategischen Vorstellungen darüber, wie ein besiegtes Deutschland zukünftig für Jahrzehnte an die USA gebunden werden sollte.

 

Auch findet man in den Top - Secret - Akten Genehmigungsvermerke zu Staatsstreichen von den damaligen Präsidenten Truman und Eisenhower.

 

Natürlich waren US - Bürger und Deutsche, die sich allzu viele Gedanken über moralische Konflikte machten, keine geeigneten Partner oder Mitarbeiter in einem Programm verdeckter Operationen.

 

Die US - Regierungsvertreter, die die politische Marschrichtung für Westdeutschland festlegten, argumentierten für gewöhnlich, dass die Heuchelei der US - Geheimpolitik angesichts der damaligen realen Gefahr einer sowjetischen Unterwanderung voll gerechtfertigt gewesen sei.

 

Wie auch ihre heutigen Nachfolger im Krieg gegen den Terror erklärten sie, dass die höheren US - Ziele von Zeit zu Zeit den konsequenten Einsatz von möglicherweise unschönen Methoden erfordere.

 

Nach frei nach der Methode:

 

„Der Zweck heiligt die Mittel“.

 

In Westdeutschland ging man nach dem 2. Weltkrieg auf „Nummer sicher“ und infizierte von Anfang an die Bereiche

 

Politik, Medien, Wirtschaft und Gewerkschaften

 

mit der amerikanischen Ideologie und Philosophie.

 

Mit der Verfassung für die Bundesrepublik Deutschland sowie dem Föderalismussystem wurde ein

 

Verhinderungsmodell

 

installiert, dass noch heute perfekt schnelle, sinnvolle und nützliche Entscheidungen nachhaltig blockiert.

 

Gezielt wurden deutsche Bürger, die gegen das Naziregime agiert hatten oder nur so taten, in politisch strategische Ämter gehievt.

 

Willige, der US - Ideologie zugetane deutsche Bürger erhielten so zu sagen „Handverlesen“ die Genehmigung journalistisch tätig zu werden.

 

Bekanntlich entstanden hieraus die heutigen

 

Medienstrukturen.

 

Das Hauptproblem für die Geheimstrategen der USA waren jedoch die Bereiche der Wirtschaft und der Gewerkschaften.

 

Obwohl schon

global player

 

wie zum Beispiel

IBM, GM / Opel und Ford

 

auf deutschen Boden aktiv waren, fehlte ein in der gesellschaftlichen Breite angelegtes Modell, indem man junge deutsche Bürger mit den „Segnungen“ des

 

„american way of life“

 

intensiv beglücken und so für die US - politischen Ziele nutzbar machen konnte.

 

Da man nicht in brutaler Besatzerherrlichkeit per Dekret beherrschen wollte, entwickelte man in der imperialen Denkfabrik der US - Geheimdienste

 

CFR

Council on Foreign Relation

 

ein perfides System der informellen Einflussnahme.

 

Das erste Ergebnis war die

Gründung des American Council on Germany.

 

Vertreter der CIA-nahen Gewerkschaft AFL - CIO, die nicht ohne Einfluß auf die Gründung der antisozialistischen Einheitsgewerkschaft DGB waren, formulierten gemeinsam mit ihren deutschen Kollegen, wie effektive Gewerkschaftsarbeit in einem „freien“ Deutschland auszusehen hatte.

 

Manager der Bankhäuser wie Chase Manhattan, Morgan Stanley, Brown Brothers Harriman, Goldman Sachs, Warburg und der amerikanischen Bundesbank Federal Reserve berieten so zusagen am runden Tisch die Grundzüge der amerikanisch gefärbten

„deutschen Innenpolitik“.

 

An diesem Tisch saßen auch die CIA sowie zum Beispiel die US - Großkonzerne Exxon und Pfizer.

 

Dabei wurden wie üblich die Tarnfirmen der CIA nur äußerst dürftig verschleiert.

 

Auf Wunsch von US - Außenpolitikern entstand 1952 mit der Hilfe des Hamburger Bankiers

Max Warburg

 

in Westdeutschland der Verein Atlantik-Brücke e.V..

 

Der erste Vorsitzende war der verstorbene

 

Professor Arnold Bergstraesser,

 

der vorsorglich 1933 aus Deutschland geflohen war und durch den neu gegründeten Verein versuchte, die deutschen Geschicke maßgeblich zu beeinflussen.

 

Satzungsgemäß wurden quasi in der zweiten Reihe stehend nicht nur die hoffnungsvollen Polit- und Medientalente

 

Marion Gräfin Dönhoff, Helmut Schmidt und Erik Bernhard Blumenfeld

 

gefördert und aufgebaut.

 

Der Verein finanzierte sich aus den enormen US - Mitteln sowie von Zuwendungen der finanziell potenten Mitglieder.

 

Zusätzlich erhielt der Verein Gelder des

deutschen Auswärtigen Amtes.

 

In der Festschrift zum 30jährigen Bestehen stand zu lesen:

 

Zitat:

„Die Atlantik - Brücke

ist einer der in Deutschland seltenen Versuche, von privater Hand in den politischen Raum hineinzuwirken,

sympathiebildend, kontaktvermittelnd, katalysatorisch“.

Zitat Ende.

 

In den ersten Jahren konzentrierte sich der Verein auf die Bildung von Netzwerken im politischen, medialen und wirtschaftlichen Bereich.

 

Später kamen Austauschprogramme für Studenten, Lehrer, Professoren, junge Führungskräfte, Journalisten und Militärs hinzu.

 

Charmant dargestellt, kungeln noch heute Politiker, Vertreter der Massenmedien sowie Topmanager des Großkapitals in gemütlich verschwiegener Runde die Marschroute wesentlicher Bereiche der deutschen Politik aus.

 

Ende der 50ziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hatten die Neu - Netzwerker allerdings erhebliche Probleme.

 

Die Bürger der Bundesrepublik Deutschland waren fleißiger und leistungsbereiter an ihr Tagewerk gegangen, als man es im fernen Amerika vermutet hatte.

 

Die Wirtschaft wuchs überproportional, so dass ein Einflechten von Systemtreuen jungen Bürgern ins Stocken geriet.

 

Es stellte sich sehr schnell heraus, dass weltweit tätige Beratungsunternehmen ideal geeignet sind, junge deutsche Bürger quer durch alle gesellschaftlichen Schichten in die USA zu holen, um sie dort langfristig

 

„EINZUNORDEN“.

 

McKinsey

 

erfüllte nach der Ansicht aller Beteiligten diese Voraussetzungen bestens.

 

Die Beratungsgesellschaft wurde von James Oscar McKinsey 1926 in Chicago gegründet.

 

Das erste deutsche McKinsey - Büro wurde 1964 in Düsseldorf gegründet und zunächst von dem Amerikaner John G. McDonald geleitet.

 

Die

BCG

Boston Consulting Group

 

ist heute eine der führenden Unternehmensberatungen und wurde im Jahr 1963 von Bruce D. Henderson in Boston als Beratungsarm der Bank „Boston Safe Deposit and Trust“ gegründet.

 

Ihre Geschäftstätigkeit in Deutschland begann im Jahre 1975 mit der Eröffnung eines Büros in München.

 

Auch BCG erfüllte die Vorgaben der US - Strategen und wurde somit zu einem wichtigen Teil des Netzwerkes mutiert.

 

Aber selbst die Denkschmiede des US - Geheimdienstes CIA

 

International Intelligence Council

 

war nicht in der Lage, den wirtschaftlichen und politischen Aufstieg sowie die damit verbundenen Folgen vorherzusehen.  

 

Man konnte zwar das Scheitern der Adenauerschen Deutschlandpolitik, dass zum Mauerbau 1961 in Berlin führte, ausgleichen.

 

Die psychologische Kriegsführung gegen die UdSSR hatte aber bis dahin ebenso wenig zum Erfolg geführt wie andere subversive Maßnahmen in Westdeutschland.

 

Ab 1966 regierte in Bonn die erste

 

Große Koalition aus CDU / CSU und SPD,

 

die bereits im Jahr 1969 von der so genannten sozialliberalen Koalition abgelöst wurde.

 

SPD und FDP verfolgten einen innovativen Politikstil des

 

Wandel durch Annäherung,

 

die eine neue Form der Ostpolitik darstellte.

 

Die alten und untauglichen Instrumente der US - Antikommunismus - Kampagnen gehörten auf einen Schlag zum alten Eisen.

 

Parallel wuchs der Wohlstand der deutschen Bürger.

 

Schon 1985  wurden deshalb in den USA Stimmen laut, die die Entwicklung der Deutschen kritisch begleiteten.

 

Wir sollten uns nicht scheuen das Verhalten der Deutschen als Verrat an den USA zu bezeichnen, waren gängige Meinungen auch unter Politikern.

 

Zufriedene und satte Bürger kämpfen nicht. Die Absage für das US - Abenteuer im mittleren Osten zeigte diese Einstellung ganz deutlich.

 

Es musste also aus der Sicht der atlantischen Brückenpartner ein Prozess der

 

Ent - Friedung und der Ent - Saturierung

 

eingeleitet werden.

 

Plötzlich waren die Netzwerker mit den perspektivisch und strategisch platzierten

US - Infizierten erneut gefragt und gingen hilfreich ans perfide Werk.

 

Mit vereinten Kräften aus,

 

Politik, Medien, Wirtschaft und Gewerkschaften,

 

sowie ständig vorgeschobenen Kostenproblemen und dem gerne verwendeten perversen Begriff des

 

share - holder - value

 

wurden über eine Zeitachse vom nunmehr 15 Jahren nicht nur Arbeitsplätze vernichtet, sondern komplette Arbeitsvolumen in den Bereich der

 

Lohnsklaverei

verschoben.

 

Geschickt wurde ein neoliberales Netzwerk genutzt und mit der willfährigen Hilfe vieler Politiker voll zur Entfaltung gebracht.  

 

So wurde zum Beispiel

die Leiharbeit gezielt gefördert und gesellschaftspolitisch integriert, ja sogar normalisiert.

 

Beispiele hierfür wurden vom DRSB e.V. bereits öffentlich enttarnt.

 

Steigender Einsatz von Leiharbeitern bei der BMW AG, sowie die Verlagerung von tausenden von Arbeitsplätzen in

 

lohnarme

 

ausgelagerte Gesellschaften bei der deutschen Telekom zeigen zurzeit nur die Spitze des Eisbergs.

 

Diese Entwicklungen bedeuten für alle betroffenen Bürger heute den sofortigen sozialen Abstieg und eine spätere

 

Altersarmut.

 

Die vermutliche Netzwerkorganisation aus ehemaligen Beratern von

 

McKinsey und Boston Consult

 

und das Brückengeflecht aus der wirtschaftlichen, politischen und publizistischen Führungsschicht der Bundesrepublik Deutschland funktioniert, wann immer es gebraucht und zum Einsatz gebracht wird.

 

Höchstwahrscheinlich dient das atlantische Netzwerk seit 55 Jahren der USA als politisches

Steuerungsinstrument in Deutschland,

 

weil es vermutlich direkt an den amerikanischen Außenpolitik- und Geheimdienstapparat der aktiven Einflussgruppen

 

Council on Foreign Relations

und

American Council on Germany

 

angebunden ist.

Wer von den DRSB - Lesern Spionagegeschichten und Verschwörungstheorien liebt, der wird die Thesen und Spekulationen möglicherweise interessant finden oder gar richtig genießen können.

 

Aber für die ganz überwiegende Mehrzahl der deutschen Bürger bedeuten solche vermeintlichen Geheimbundaktivitäten aus dem Schattenreich für ihre Zukunft

 

Altersarmut, Not und Elend.

 

Der soziale Tanz mit dem Schattenriesen

hat also längst begonnen,

denn nichts ist überflüssiger als eine Idee deren Zeit abgelaufen ist.

 

 

             

 

DRSB,

nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

 

Wir kämpfen seit 19 Jahren mit der Stimme der Demokratie

für

einen modernen Sozialstaat,

sichere, langfristige Arbeitsplätze,

sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,

sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

und für

korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.

 

 

             

DRSB e.V.
Deutscher Rentenschutzbund e.V.

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