DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky · Andreas Kallen · Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 17. November 2008
Leserbriefe von DRSB - Lesern
Die Leserbriefe wurden nach Themengebiete aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.
Der DRSB e.V. versichert allen Lesern, dass der Wunsch nach Anonymität respektiert und gewahrt bleibt.
An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.
1. Leserbrief / E - Mail
von
Herrn Eberhard Stopp
Fachwirt für Finanzberatung - IHK in Rochlitz
2. Leserbrief / anonymisiert
Herrn
Udo Johann Piasetzky
Vorstandsvorsitzender
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
XXXXXXXX, den 31. Oktober 2008
Milliarden Steuereuros für Bank - Versager
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
ich bin alleinerziehende Mutter und seit Jahren begeisterte Leserin Ihrer Artikel. Wohlwollend beobachte ich hinsichtlich Layout und Informationen die Veränderungen auf der DRSB - Internetseite. Sehr informativ finde ich, dass Sie seit geraumer Zeit Bewertungen von Altersvorsorgemodellen durchführen. Das ist für mich mit ein wichtiges Entscheidungskriterium, wenn es um Kapitalanlagen geht.
Mein erspartes Geld habe ich deshalb auch immer in mittelfristige Festgeldanlagen gesteckt. Ja, bis vor vier Monaten. Da wurde ich von meinem Banker der Citibank angerufen, der mir in rosigen Worten eine andere „narrensichere“ Kapitalanlage mit hoher Rendite anbot. Vielleicht hat mein Verstand ausgesetzt, aber ich bin auf die Sülzerei des Bankers hereingefallen. Wie einige Freunde von mir bestätigen hat mir die Citibank wertlose Papiere der Lehmannbank untergejubelt, obwohl ich als absolut jegliches Risiko scheue.
Als dann der Brief von der Citibank mit dem Hinweis auf die
NULL - WERTANLAGE
meiner rund 23.000,00 Euro kam, musste ich nur noch bitterlich weinen. Auf einen Schlag ist mein mühsam erspartes Geld verloren. Beim Verbraucherschutzverband erhielt ich die Aussage:
„Wir haben mehr als 100.000 Anrufe erhalten. Mit dem Milliardenpaket der Regierung können keine Totalverluste von Einzelkunden ausgeglichen werden. Diese staatliche Hilfsmaßnahme dient zur Vertrauensherstellung unter den Banken“.
Nach intensiver Recherche habe ich feststellen müssen, dass diese so genannten Verbraucherschützer, mehr oder weniger, eine halbstaatliche Veranstaltung sind und natürlich ins gleiche Horn blasen müssen.
Was haben aber die Menschen von den Milliardenhilfen für die Bank - Versager?
Höchstwahrscheinlich müssen wir alle wieder mit unseren Steuergeldern die Suppe auslöffeln. Hinterher ist man immer schlauer. Hätte ich doch nur auf Ihre Warnungen gehört und mich nicht durch unfähige und überforderte Citibanker überrumpeln lassen.
Sehen Sie noch eine Möglichkeit, dass ich an mein Geld kommen kann?
Wenn ja, bitte ich Sie recht herzlich, mir schnellstens zu helfen. Bitte machen Sie weiter so und helfen Sie den Menschen bei Ihrer Altersvorsorge.
Mit herzlichen Grüssen
Ihre
VERFASSERIN
3. Leserbrief / anonymisiert
Herrn
Udo Johann Piasetzky
Vorstandsvorsitzender
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
XXXXXXXX, den 04. November 2008
Nicht nachvollziehbare Hilfen für deutsche Banken
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
nun treten sie wieder im Rudel auf den Plan und lassen vor laufenden Kameras ihre tiefschürfenden Erkenntnisse dem Volk zuteil werden. Politiker, Journalisten, Banker und Versicherungsmanager versuchen geschickt den „schwarzen Peter“ den nimmersatten Kapitalanlegern in die Schuhe zu schieben. Sie beklagen die mangelnde Fähigkeit zur Selbstkritik und fordern die mündigen Bürger auf, für „IHRE“ Fehlentscheidungen gerade zu stehen.
Wurden nicht gerade diejenigen, die nach der alten Weisheit gehandelt haben, dass extrem hohe Renditen auch extrem hohe Risiken mit sich bringen, als Nörgler oder Ewiggestrige von Bankern und Strukkies verhöhnt und lächerlich gemacht?
Hat nicht die Versicherungsbranche mit Anzeigenkampagnen in Millionenhöhe ständig mit dem Sargdeckel geklappert und die Bürger in dubiose Fondsanlagen gelockt?
Plötzlich wollen alle wieder brav sein und den richtigen Weg der narrensicheren Renditeorientierung gehen?
Wer solche Märchen der Banken und Versicherungskonzerne heute noch glaubt, der kann in unserem freien Land sein Geld weiter verbrennen lassen. Der gesamten Banken- und Versicherungsszene sollte man das Handwerk legen. Für mich steht unwiderruflich fest:
Deutsche Banken und Versicherungskonzerne sind für die Altersvorsorge der Bürger denkbar ungeeignet.
Wenn Ihr Verein wirklich von diesen Hasardeuren der Vorsorgemärkte unabhängig ist, freue ich mich auf den DRSB - Artikel, der den sofortigen Ausschluss von Banken und Versicherungsgesellschaften von der Altersvorsorge für deutsche Bürger, fordert.
Das Geschwätz vom bevorstehenden tiefen Umbruch mit der alten Weisheit, dass jede Krise auch neue Chancen in sich birgt, glaubt doch kaum noch einer diesen Geldvernichtern. Zukunftshoffnungen für Banken und Versicherungskonzerne ist doch der Treppenwitz von morgen.
Wann endlich gründet der DRSB e.V. eine eigene Partei und macht endlich Schluss mit diesen Pharisäern?
Mit freundlichen Grüssen aus XXXXXXXXX
DER VERFASSER
DRSB
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