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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky · Andreas Kallen · Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 10. November 2008

 

 

Dampf ablassen
Das demokratisch soziale Ventil - 46. Kalenderwoche 2008

Leserbriefe von DRSB - Lesern

 

 

Die Leserbriefe wurden nach Themengebiete aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.

 

Der DRSB e.V. versichert allen Lesern, dass der Wunsch nach Anonymität respektiert und gewahrt bleibt.

 

An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.

 

 

             

 

1. Leserbrief / anonymisiert

 

Herrn

Udo Johann Piasetzky

Vorstandsvorsitzender

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Ikenstraße 8

40625 Düsseldorf

 

XXXXXXXX, den 27. Oktober 2008

 

Abzocke, Sozialabbau und Altersarmut

Das Unterdrückungssystem der Atlantik - Brücke e.V.

 

Sehr geehrter Herr Piasetzky,

 

höhere Einkommen mit Sozialabgaben stärker belasten und alle Erwerbstätigen in die Sozialversicherungssysteme eingliedern, dass sind die unmöglichen Allerweltsrezepte mit denen deutsche Politiker die Sozialversicherungen sanieren wollen. Dabei sollte diesen Ahnungslosen in Berlin einmal gesagt werden, dass die individuelle Beitragslast mit einem steigenden Einkommen sinkt. Denn jenseits der Bemessungsgrenzen bleiben die Sozialabgaben konstant. Speziell in den unteren Einkommensgruppen finden sich zunehmend viele Rentnerhaushalte und Arbeitslose, die kein eigenes Einkommen mehr auf dem Arbeitsmarkt erwirtschaften können.

 

Trotzdem sind die Ruheständler dazu verdammt, Beiträge an die Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen. Für Arbeitslosengeldempfänger zahl die Bundesagentur für Arbeit die Krankenkassen- und Rentenbeiträge. Eine Pflichtversicherung für alle Erwerbstätigen würde ausschließlich die Finanzierungsanteile verschieben und im Pendeleffekt die kleineren Einkommen überproportional belasten. Schonungsloser kann man komplette Bevölkerungsgruppen nicht mehr in die Armut schicken. Weitere Reformschritte der Rot / Schwarzen Chaosformation in Berlin würden gerade jene Haushalte verstärkt mit staatlichen Zwangsabgaben belegen, die das Sozialsystem ohnehin heute fast alleine stützen. Überall bilden sich leidenschaftlich debattierende Grüppchen, die über unser überkommenes Politikermodell nachdenken.

 

Man wird langsam aktiv und lässt die Wut offensiv raus. Es kann doch nicht sein, dass wir nur noch von jungen Akademikern regiert werden, die von der Uni direkt ins Parlament wechseln und keinerlei Lebenserfahrung mitbringen. Gefördert durch die Netzwerker der Atlantik - Brücke gelangen somit immer mehr stromlinienförmige „junge Führer“ an die Schalthebel der Macht zum Nachteil der deutschen Bevölkerung.

 

Nahezu ängstlich beobachten viele meiner Freunde die Börse und schauen online, wie  geräuschlos Bankguthaben dahinschmelzen, während die Topbanker und die Führer der Automobilwirtschaft in Berlin und Brüssel die Milliarden nur so einsacken. Einer meiner Freunde arbeitet bei Mercedes und versteht die Aufregung nicht, denn bundesweit sollen nur rund 6000 PKW auf den Händlerhöfen stehen. So wenig wie nie zuvor. Angeblich soll Mercedes im Jahr 2005 weit größere Probleme gehabt haben.

 

Leben wir also nur, trotz aller vorgeblichen Bankenkrisen und sonstigen vermeintlichen Finanzkatastrophen, in einer postdramatischen oder postneurotischen Zeit, in denen die Deutschen unter Ausschaltung von Vernunft oder Verstand, den Kampf um unsere menschenwürdige Zukunft, ausschließlich den neoliberalen Atlantikern Angela Merkel, Peter Struck, Volker Kauder, Laurenz Meyer und Peer Steinbrück überlassen sollen?

 

Soll die deutsche Bevölkerung nur noch als Versuchskaninchen - Truppe  für überspannte, verrückte amerikanische Wirtschaftsmodelle herhalten?

 

Die Ostdeutschen, die im November 1989 über die geöffnete Grenze zahllos in den Westen strömten, glaubten, das Land einer neuen verheißungsvollen Zukunft betreten zu haben. Heute aber wissen diese Wunschträumer, dass es ein gelobtes „Wunderland Westdeutschland“ niemals gegeben hat. Nicht einmal ein billiges Abziehbild davon.

 

Unsere kritiklose „Generation Golf“ vertraut im Gleichschritt wie selbstverständlich auf die gewählte Chaos - Regierung und läuft tagtäglich im gleichen Trott ihren Leben hinterher. Lifestyle und Labels bestimmen hautsächlich den öden Alltag.

 

Kein Wunder also, dass in aktuellen Umfragen eine überwältigende Mehrheit für die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien, Banken und Versicherungen ist. Der Vater Staat und unsere „Angela“ werden es schon richten, sind die viel geäußerten Meinungen der Ahnungslosen an unserer Uni.

 

So etwas mag durchaus auf Banken oder Versicherungen zutreffen, die in den zurückliegenden Jahren „eindrucksvoll“ unter Beweis stellten, dass sie mit den anvertrauten Kundengeldern nicht sorgsam umgehen können. Meine Aktionsgruppe für moderne Altersvorsorge an der Uni in XXXXXXX vertritt deshalb die Meinung, dass Versicherer zukünftig vom Altersvorsorgemarkt generell ausgeschlossen werden sollten. Autoversicherung, Hausrat, Haftpflicht und Gebäudeversicherung sind doch für diese nachgewiesenen Geldverbrenner ein völlig ausreichendes Betätigungsfeld.

 

Beigelegt zu meinem Brief erhalten Sie die Studienergebnisse meiner Aktionsgruppe für moderne Altersvorsorge aus denen hervorgeht, wie viele Kundengelder die deutsche Versicherungswirtschaft bis heute auf dem amerikanischen Konsum - Altar verbrannt hat.

 

Die Mitglieder unserer Vereinigung gehören nicht zu den Atlantic Association of Young Political Leaders. Anwerbungsversuche haben stattgefunden und sind auf der ganzen Front gescheitert. Gebrochene Typen wie Ralf Brauksiepe, der als Präsident der AAYPL durch die Lande turnt, finden immer weniger Gehör und Zuspruch. Solche eitlen und selbstverliebten Selbstdarsteller brauchen wir in Deutschland nicht in den Parlamenten.

 

Wir freuen uns deshalb auf eine enge Zusammenarbeit mit Ihnen und Ihrem Verein.

 

Mit freundlichem Gruß

DER VERFASSER

 

 

             

 

2. Leserbrief / anonymisiert

 

Herrn

Udo Johann Piasetzky

Vorstand des DRSB e.V.

Ikenstraße 8

40625 Düsseldorf

 

XXXXXXXX, den 31. Oktober 2008

 

Überflüssige Hilfen für deutsche Autobauer

 

Sehr geehrter Herr Piasetzky,

 

immer wenn es um das Wohl oder Wehe der deutschen Autoindustrie geht, kommen die Berliner Politiker aus dem Stand von Null auf 10000 Touren. Zuerst werden von Audi, BMW, Mercedes und VW im Ausland Milliarden Euro investiert und im Fall von BMW und Daimler in England und den USA mehrere Milliarden vernichtet. Trotzdem werden seit Jahren satte Gewinne gescheffelt und großzügig an Topmanager und Aktionäre verteilt. Mit allen Bilanztricks werden größere Steuerzahlungen an den Staat vermieden. Doch nun nutzen die Macher der deutschen Automobilindustrie die Gunst der Stunde und versuchen, unseren Staat zusätzlich mit linken Methoden abzukochen. Der ständig schwelende Konflikt zwischen Industrie- und Umweltpolitik, in dessen Mittelpunkt damals wie heute die als europäische Schlüsselbranche geltende Automobilindustrie steht, trübte zuweilen das Verhältnis zwischen den Managern und den Politikern in Berlin und Brüssel.

 

Plötzlich will die deutsche Autoindustrie in einer Notsituation sein und ruft lauthals nach dem Staat. Da wird mit dem Entlassungssäbel so lange gerasselt, bis die Berliner Politiker weich gekocht sind. Die wichtigste Branche in Deutschland mit rund 760 000 Beschäftigten malt einmal mehr Horrorszenarien an die Wand und fürchtet den Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen. Man hat für sich die drohende Rezession entdeckt und beabsichtigt mit einer Angst - Debatte über die Kostenstrukturen, Verunsicherungen bei den Bürgern zu erzeugen.

 

Rein vorsorglich haben die Autobosse bereits zu Beginn der US - Finanzkrise ihre Produktion gedrosselt und entlassen zunächst die unschuldigen Leiharbeiter vor dem anstehenden Weihnachtsfest. Anfang 2009 folgt dann der nächste Schub, so dass im ersten Quartal des neuen Jahres geschätzte 40000 sklavisch gehaltene Leiharbeiter wieder auf der Straße stehen und als Druckmittel herhalten müssen, damit der Staat großzügig mit Steuergeldern und sonstigen Vergünstigungen den „Not leidenden“ Autokonzernen unter die Arme greift. Gespart wird dann wie immer bei den Bürgern.

 

Nach den Milliardenhilfen für die selbstverschuldete Krise der Banken verlangen auch die deutschen Autobauer unverschämt öffentliche Unterstützung. Ob solche Hilfe wirklich nötig ist und ob sie ihr Ziel erreichen kann, bleibt aber höchst umstritten.

 

Der Verband der Automobilindustrie fordert von der staatlichen KfW Bankengruppe sogar zinsgünstige Kredite für Neuwagenkäufer. Das permanente Geheule und Gejammer des VDA - Präsident Matthias Wissmann geht den Deutschen langsam auf die Nerven. Schon als Minister litt Wissmann an Vertrauensschwund. Nach den fetten Jahren für die deutschen Autobauer wären staatliche Hilfen eine völlig überzogene und unsinnige Reaktion auf einen ganz normalen konjunkturellen Abschwung.

 

Es steht doch außer Frage, dass die Autobosse die Umweltfragen verschlafen und die Entwicklung von Fahrzeugen mit geringem Verbrauch und Schadstoffausstoß grob vernachlässigt haben. Statt drohend nach Staatshilfen zu brüllen, sollten sich die Manager mit ihrem Kerngeschäft befassen und zukunftsfähige Produkte entwickeln, die den Anforderungen der Umwelt und des Klimaschutzes gerecht werden.

Im Gegensatz zu ihren europäischen- und den US - Konkurrenten hat die Autoindustrie in Deutschland in den letzten Jahren rigoros ihre Kosten gesenkt und im großen Umfang kaltschnäuzig Stellen abgebaut. Eigentlich müssten deshalb Audi, BMW, Ford, Mercedes, VW und sogar Opel aus einer sehr starken Position die vermeintliche „Krise“ problemlos bewältigen können.

 

Denn schon heute steht für mich fest, dass die deutsche Automobilindustrie spätestens in 12 bis 18 Monaten wie der Phönix aus der Asche auferstehen wird und erneut Milliarden Gewinne einfährt, die dann „nirgendwo“ versteuert werden.

 

Mit freundlichen Grüssen

DER VERFASSR

 

             

 

DRSB

 

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DRSB e.V.
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