DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky · Andreas Kallen · Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 04. Oktober 2008
Leserbriefe von DRSB - Lesern
Die Leserbriefe wurden nach Themengebiete aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.
Der DRSB e.V. versichert allen Lesern, dass der Wunsch nach Anonymität respektiert und gewahrt bleibt.
An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.
1. Leserbrief / anonymisiert
Herrn
Udo Johann Piasetzky
DRSB e. V. - Präsidium
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
XXXXXXXX, den 24. September 2008
Unsichere Arbeitsplätze in der Automobilwirtschaft
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
auch die deutschen Premiumhersteller hat der raue globale Geschäfts - Klimawechsel erfasst. Selbst BMW musste bereits eine Gewinnwarnung herausgeben. Wie einfach war es doch früher beim Autokauf. Es gab bei BMW Limousinen, Touring und Sportwagen - Ende der Angebote.
Heute dagegen versucht man mit ausgeflippten Werbefloskeln und allerlei Marketinggags neue Marktsegmente künstlich zu züchten. Es gibt nicht nur Mini- und Maxivans, SUV, SAC, Cabrios mit Stoff- und Metallverdeck, sondern auch totale Entgleisungen wie den BMW X6. Autos die eigentlich niemand braucht und die in keine gängige Schublade mehr passen wollen.
Da wunder es nicht, dass man in den Zeitungen liest, dass es den deutschen Autohändlern immer schlechter geht. Wie ihr Verein bereits 2007 richtig prognostizierte gibt es rückläufige Verkaufszahlen und Riesenrabattschlachten, die den Autohändlern das Leben zusehends schwerer machen. Mit großer Wehmut und Tränen in den Augen denken ganz bestimmt viele BMW - Händler an die gute alte Zeiten, als die gutgläubigen Kunden noch leuchtende Augen und nasse Hände bekamen, wenn sie beim Neuwagenkauf noch ein paar Fußmatten kostenlos „geschenkt“ bekamen.
Doch welcher Kunde versteht heute noch die ständig wechselnden Botschaften der Autowerber, die mit stetig neuen Premiumprodukten einander übertreffen wollen, aber in den simplen Werkstatttesten der Automobilzeitschriften regelmäßig durchfallen. Die Autokäufer haben einfach die Nase voll von der Abzockerei der Premiumhändler. Von den Automobilkonzernen unbemerkt hat sich die Lage auf dem Automarkt dramatisch verschärft und verändert. Trotzdem arbeitet BMW unverdrossen weiterhin fieberhaft an seinen ach so „tollen“ X - Modellen.
Der falsche Weg wie sich herausstellen wird, denn Rabatte bis zu rund 10.000,00 Euro, Low - Level Leasingraten, Nullprozent - Finanzierung oder extrem hohe Prämien für die Inzahlungnahme der gebrauchten Automobile drücken erheblich auf die Händlermargen und sind nicht nur bei BMW an der Tagesordnung. Es wird nicht mehr allzu lange dauern und sehr viele Autohändler stehen komplett mit dem Rücken zur Wand. Da holt man das bewährte Mittel der Personalreduzierung aus dem Keller und schmeißt einfach die Mitarbeiter auf die Straße.
Die verantwortlichen Topmanager in München, Stuttgart oder Wolfsburg wollen oder können die sich abzeichnende Entwicklung nicht sehen. Wie von Ihnen vollkommen richtig berichtet, sitzen sie in elitären Zirkeln zusammen und scheren sich den Teufel um arbeitslose Bürger, wenn nur ihre Gigaeinkommen steigen.
Blickt man täglich auf die Berichterstattungen in den Medien freut man sich über jeden aufklärenden DRSB - Artikel. Vielen Dank dafür auch im Namen meiner Frau.
Mit freundlichen Grüssen
DER VERFASSER
2. Leserbrief / anonymisiert
Herrn
Udo Piasetzky
Vorstandsvorsitzender
Deutschen Rentenschutzbund e.V.
Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
XXXXXXX, den 30. September 2008
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
bekanntlich will BMW Fahrzeuge mit Premiumanspruch bauen. Das sollte sich auch im Werkstatt-Service widerspiegeln, denn angeblich gelten für die Service - Qualität der BMW - Werkstätten klare Ansagen aus der Münchener Konzernzentrale.
Die Marketingexperten wissen nur zu genau, dass ausschließlich der volle Serviceeinsatz zufriedene Kunden schafft, die dann dem Unternehmen BMW treu bleiben. Großspurig wird in den Medien verkündet, dass BMW mit Kundendienstschulungen die Betriebe fachlich stets auf dem neuesten Stand halten und regelmäßig den „serviceorientierten“ Umgang mit den Kunden üben.
Offensichtlich tragen diese guten Absichten der Konzernzentrale keinerlei Früchte. Schon eine normale Inspektion wird für viele BMW - Kunden zum Lotteriespiel.
Obwohl die vom Fahrzeughersteller herausgegebene Checkliste ein fehlerfreies Arbeiten garantieren müsste, verlassen viele Autos die Vertragswerkstätten mit Service - Mängeln. Gemäß der Konzernzentrale dürfte so etwas nicht passieren. Nachholbedarf besteht aber auch bei der so genannten Servicefreundlichkeit, dem direkt spürbaren Dienst am Kunden. Noch immer ist eine komplette Fahrzeugreinigung die Ausnahme oder wird mit horrenden Preisen in Rechnung gestellt: Premium - Like also.
Völlig unnötige Diskussionen über den Inspektionsumfang vergraulen immer mehr
BMW - Anhänger, die nach und nach ins Audi - Lager flüchten.
Die deutschen Autobauer erwarten zwar in noch diesem Jahr auf dem boomenden Automarkt Russland ein enormes Wachstum. Seit 2004 konnten alle deutschen Hersteller ihren Marktanteil auf dem russischen Markt nahezu verdreifachen. BMW scheint aber noch hinter der Konkurrenz zurück zu liegen. Eigentlich verständlich, denn wenn auch in Russland der Service nicht stimmt, kaufen auch Russen lieber woanders.
Ohnehin hinkt im russischen Massenmarkt der selbstausgerufene Premium - Hersteller BMW hinterher. Angesichts der rasant steigenden Nachfrage in Russland müsste doch BMW überlegen, die Produktion in Deutschland hochzufahren, um dadurch sichere Arbeitsplätze zu schaffen.
In unserem Freundeskreis fragen wir uns schon lange, wann der DRSB e.V. endlich einmal einen echten unabhängigen Werkstatttest durchführt und schonungslos aufdeckt, was da so alles in Autowerkstätten nicht passiert.
Mit freundlichen Grüssen
DER BMW - FREUNDESKREIS aus XXXXXXXXXX
DRSB
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