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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky · Andreas Kallen · Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 29. März 2008

 

 

Dampf ablassen
Das demokratisch soziale Ventil - 13. Kalenderwoche 2008

Leserbriefe von DRSB - Lesern

 

 

Die Leserbriefe wurden nach Themengebiete aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.

 

Der DRSB e.V. versichert allen Lesern, dass der Wunsch nach Anonymität respektiert und gewahrt bleibt.

 

An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.

 

 

 

1. Leserbrief / anonymisiert

 

Herrn

Udo Johann Piasetzky

Vorstandsvorsitzender

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Ikenstraße 8

40625 Düsseldorf

 

XXXXXXXX, den 17. März 2008

 

 

Trostpflaster für aktuelle Rentnerbezieher

 

Sehr geehrter Herr Piasetzky,

 

es kann doch kein Zufall sein, dass auf den Tag genau 5 Jahre nach der umstrittenen

 

Armuts - Agenda 2010

 

die Bundesregierung die Rentenbezieher mit einem sozialpolitischen Trostpflaster abspeisen möchte.

 

Rund 20 Millionen aktuelle Rentnerbezieher

sollen eine Rentenerhöhung bekommen, die mehr als doppelt so hoch ausfällt wie eigentlich vorgesehen!

 

Statt einer Anhebung um 0,46% sollen sie zum 01. Juli 2008 jetzt sogar 1,1% mehr Rente bekommen. Für den sogenannten Eckrentner mit 45 Beitragsjahren bedeutet das ein Plus von 13,05 Euro monatlich.

 

Dass der Bekanntgabetermin für den „großzügigen“ Nachschlag auf einen so denkwürdigen Tag fiel, dafür sei allein das Statistische Bundesamt verantwortlich, lamentierte der SPD - Bundesarbeitsminister Olaf Scholz.

 

Ähnlich wie bei den Arbeitnehmern, die Reallohnverluste seit Jahren hinnehmen müssen, schmilzt auch die Kaufkraft der aktuellen Rentenbezieher wie Butter in der Sonne.

 

Seit 2003 verloren die Renten, unter Einrechnung aller angekündigten Erhöhungen, circa 7% an Wert. Ab Juli 2008 droht nun auch eine neue Zusatzbelastung, wenn die Erhöhung des Pflegebeitrags fällig wird. Den Aufschlag müssen alle aktuellen Rentnerbezieher, ganz im Gegensatz zu den Arbeitnehmern, in voller Höhe völlig allein tragen.

 

Das Problem für alle aktuellen Rentenbezieher ist jedoch, dass auch eine Rentenerhöhung von 1,1% die Inflationsverluste nicht ausgleichen wird.

 

Der SPD - Arbeitsminister sieht ohne jegliche Bedenken den Eingriff in die Rentenformel, für den die Regierung nach Ansicht von Kritikern die rentenpolitische Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzt, als legitim an. Gefühlskalt mit nahezu brutaler Härte beantwortete Scholz die Frage von Journalisten, ob er ein gutes Gefühl dabei habe, mit ja.

 

Sogar der Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt vermutet im Plan von CDU / CSU und SPD nur einen durchsichtigen Versuch, vor der Landtagswahl in Bayern im September 2008 und der Bundestagswahl 2009 auf Stimmenfang zu gehen.

 

Ahnt der SPD - Bundesarbeitsminister Olaf Scholz eigentlich, dass diese  

 

Mini - Rentenerhöhung

 

bei den betroffenen Bürgern ganz schlecht ankommt und eine Protestwelle auslösen kann?

 

Nach nunmehr 3 Nullrunden in den Jahren 2004 bis 2006 mussten sich die aktuellen Rentenbezieher schon 2007 mit einem Mini - Plus von 0,54% abfertigen lassen.

 

Wenn so etwas die direkten Auswirkungen der schröderschen Politik sind muss sich die SPD nicht wundern wenn sie in kürzester Zeit nur noch 15% der Wählerstimmen bekommt.

 

Vielen Dank für Ihren unermüdlichen Kampf für alle Rentenbezieher.

 

Mit den allerbesten Grüßen

 

DIE VERFASSERIN  

 

 

2. Leserbrief / anonymisiert

 

 

Herrn

Hans - Josef Leiting

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Ikenstraße 8

40625 Düsseldorf

 

 

XXXXXXX, den 15. März  2008

 

 

Ex - Kanzler Gerhard Schröder warnt die SPD vor einem Linksruck

 

 

Sehr geehrter Herr Leiting,

 

viele deutschen Bürger trauen ihren Augen und Ohren nicht mehr. Ausgerechnet der frühere Bundeskanzler und heutige Gazprommitarbeiter

 

Gerhard Schröder

 

von der SPD, hat seine Partei vor einem Linkskurs gewarnt. Seiner Meinung nach hat

die Frage nach einer möglichen Zusammenarbeit mit den Linken die SPD in eine tiefe Krise gestürzt.

 

Der Gazprommitarbeiter glaubt allen Ernstes, dass die Ausrichtung auf die „Mitte“ das Fundament für die sozialdemokratischen Wahlerfolge unter seiner Kanzlerschaft nach 1998 gewesen sei. Die SPD soll die Partei des aufgeklärten Bürgertums sein, glaubt Gerhard Schröder.

 

Wenn dem so ist, so hat der heutige Gazprommitarbeiter mit seiner Armutsagenda 2010, den „gelungenen“ Versuch unternommen die deutsche Mittelschicht zu pulverisieren.

 

Die CDU / CSU und die FDP wollen, nach der Meinung des Mittelstandsvernichter Schröder, die Sozialdemokraten ausgrenzen.

 

Mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit in Deutschland hat diese schrödersche Einstellung nichts zu tun.

 

Wenn nun auch noch 5 Jahre nach dem Start der unheilvollen Armuts - Reform der

SPD - Vorsitzende Kurt Beck diese Armutsagenda 2010 über den grünen Klee lobt, dürfen sich die SPD - Oberen nicht mehr wundern, wenn sie demnächst am

 

SPD - Projekt 10%

 

arbeiten werden. Die unseligen Reformen von Rot - Grün am Arbeitsmarkt, im Gesundheitswesen und insbesondere bei den Renten waren doch der Auslöser der großen Armutswelle die Deutschland jemals erfasst hat.

 

Regelmäßig lese ich die DRSB - Artikel und möchte Ihnen deshalb zurufen:

 

„Machen Sie weiter so - Glück auf!“

 

Mit freundlichen Grüssen

 

DER VERFASSER

 

 

 

             

 

DRSB

 

Wir kämpfen seit 20 Jahren mit der Stimme der Demokratie

für

einen modernen Sozialstaat,

sichere, langfristige Arbeitsplätze,

sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,

sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

und für

korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.

 

 

             

DRSB e.V.
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