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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky · Andreas Kallen · Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 11. März 2008

 

 

Dampf ablassen
Das demokratisch soziale Ventil - 11. Kalenderwoche 2008

Leserbriefe von DRSB - Lesern

 

 

Die Leserbriefe wurden nach Themengebiete aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.

 

Der DRSB e.V. versichert allen Lesern, dass der Wunsch nach Anonymität respektiert und gewahrt bleibt.

 

An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.

 

 

 

1. Leserbrief / anonymisiert

 

Herrn

Udo Johann Piasetzky

Vorstandsvorsitzender

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Ikenstraße 8

40625 Düsseldorf

 

XXXXXXXX, den 05. März 2008

 

 

Sternartikel im Internet: Mit Beck hat die SPD keine Chance

 

 

Sehr geehrter, lieber Herr Piasetzky,

 

gerade haben wir im Internet die Umfrageergebnisse zu den deutschen Parteien gelesen, die der Stern in seiner neuen Ausgabe präsentieren möchte und trauen unseren Augen nicht mehr.

 

Der aus der Sicht der SPD abwertend geschriebene Artikel enthält  zwei äußerst negative und subjektiv gefärbte Botschaften.

 

1.

Die SPD käme bei einer Bundestagswahl nur noch auf magere 24% und befindet sich in einem Umfrage - Desaster.

 

2.

Kurt Beck hat nach der Ansicht von Forsa - Chef Güllner ein miserables Image.

 

Für den Forsa - Chef Manfred Güllner ist das Absacken der SPD nicht überraschend, sondern soll die direkte Folge von Kurskorrekturen sein.

 

Angeblich sollen die deutschen Bürger aufgrund des Hamburger Parteitags wahrgenommen haben, dass der Parteivorsitzende Kurt Beck die SPD scharf nach links steuert.

 

Dieser subjektive Eindruck hätte sich noch durch die jüngsten Kooperationsangebote an die Linkspartei verstärkt. In Zukunft soll dadurch die SPD keine bürgerlichen Wähler mehr gewinnen können.

 

Auch Wechselwähler die der Linkspartei in Hamburg ihre Stimme gaben sollen nicht mehr zur SPD zurückfinden.

 

Laut der stark gefärbten einseitigen Aussage des Umfragers Güllner wenden sich die abspenstigen SPD - Wähler nicht unbedingt einer neuen Partei zu, sondern würden eher zu Nichtwählern und Unentschlossenen zählen.

 

Was will der Forsa - Chef Manfred Güllner damit bewirken?

 

Wenn die jüngsten Zahlen des Meinungsforschungsinstitutes Forsa wirklich stimmen, die im Auftrag des Stern und des TV - Senders RTL erhoben wurden, dann hätte die SPD in Deutschland kaum noch eine realistische Chance Regierungen zu bilden, die den deutschen Bürgern nutzen bringen.

 

Die Unionsparteien hingegen würde ständig dazu gewinnen und lägen bereits bei 38%. Sogar die extrem bürgerfeindliche FDP soll nach der Meinung von Güllner noch 10% der Stimmen erhalten.

 

Die neue Linkspartei soll sogar einen Rekordwert von 14% verbuchen können.

 

Wo lebt denn dieser Forsa - Chef Manfred Güllner?

Welche Bürger wurden da befragt und mit welchen Methoden?

Wird hier nicht gezielt mit der Angst der Deutschen gespielt und manipuliert?

Sind ehemalige SPDler die heute ihre politische Heimat bei den Linken gefunden haben plötzlich Staatsvernichter und böse Feinde?

Der rückgratlose neoliberale Steinmeier soll eine Alternative zu Beck sein?

Warum haben wir dann sogar in Bayern bei der Kommunalwahl gewonnen?

 

Für unsere Partei soll es aber noch viel dicker kommen, denn die persönlichen Werte für Parteichef Kurt Beck sollen nicht nur schlecht sondern desaströs sein.

 

Entwickelt sich Manfred Güllner zum Lügenbaron wenn er schmerzfrei verkündet:

 

„Becks Hauptproblem sind die eigenen Leute. Wenn nur noch ein Viertel hinter ihm steht; wie will er da noch rauskommen?“

„Mit Beck hat die SPD keine Chance!“

 

Als aktive SPDler sind wir täglich im engen Kontakt mit den Bürgern und hören von den Bürgern, dass der Kurt Beck einen klasse Job macht und noch lange Parteivorsitzender bleiben sollte.

Selbst glühende Anhänger der Grünen und der Linkspartei befürworten Kurt Becks Verbleib im SPD - Parteivorsitz.

 

Für eine Mehrheit der Bürger mit denen wir tagtäglich sprechen sind die neuen Linken  eine völlig normale Partei, mit der man zusammenarbeiten könnte.

 

Die gehässigen Schlagzeilen in vielen Zeitungen gegen Kurt Beck und die

SPD - Landeschefin Andrea Ypsilanti sind reine Stimmungsmache und haben mit der Realität in Deutschland nicht das Geringste zu tun.

 

Warum also sollten sich in Hamburg oder Hessen die SPD mit der CDU zu einer großen Koalition zusammenschließen?

 

Viele Deutsche scheinen vergessen zu haben, dass der neoliberale Hamburger

SPD - Spitzenkandidat Naumann einer der geistigen Väter der Agenda 2010 ist. Deshalb waren viele von uns gegen ihn als Spitzenkandidat.

 

In Ihren Artikeln berichten Sie regelmäßig über die Machenschaften der Spitzenpolitiker aus allen demokratischen Parteien. Bitte untersuchen Sie doch einmal anhand von Presseartikeln der letzten Wochen diese seltsamen Vorgänge.

 

Ist nicht nur der Artikel im Stern schon „Chicagoer Schule?“

 

Außerdem erlauben wir uns die Fragen zu stellen:

 

„Warum ist ein so schlagfertiger und engagierter Mann wie Sie nicht Mitglied in der SPD?“

„Wieso helfen Sie nicht unserer Spitzenkandidatin Hannelore Kraft in NRW?“

 

Aus unserer Sicht würde eine Persönlichkeit wie Sie die SPD wieder weit nach vorne bringen. Für Kämpfer, die für die soziale Gerechtigkeit und Wohlstandsmehrung einstehen ist bei uns immer ein Platz frei.

 

Suchen Sie doch einmal das Gespräch mit unserer Hannelore, als sich immer wieder von der CDU in Königswinter einlullen zu lassen.

 

Wir würden uns freuen Sie an Bord begrüßen zu können. 

Mit herzlichen Grüßen aus XXXXXXXX

 

DIE VERFASSER

 

 

2. Leserbrief / anonymisiert

 

 

Herrn

Udo Piasetzky

c/o Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Ikenstraße 8

40625 Düsseldorf

 

 

XXXXXXX, den 06. März  2008

 

 

Die SPD und Kurt Beck im Sinkflug

 

 

Sehr geehrter Herr Piasetzky,

 

in der deutschen Medienlandschaft wird zurzeit ein Zerrbild erzeugt, dass der Kurt Beck und die SPD in Wählergunst abstürzen sollen.

 

Schlagzeilen wie zum Beispiel:

 

„Die SPD und ihr Vorsitzender Kurt Beck im Sinkflug“,

 

finden sich auch in seriösen Tageszeitungen und unterstützen dies Kampagne gegen meine Partei und Kurt Beck.

 

Nach dem vermeintlichen Kurswechsel im Umgang mit der Linkspartei sollen wir als Sozialdemokraten, einer Umfrage zufolge, massiv an Zustimmung verloren haben.

 

Nicht nur die Bildzeitung versucht im Schockstil von US - Professor Milton Friedman die Bürger zu verunsichern.

Dass die SPD - Führung auch den Landesverbänden in Westdeutschland freie Hand für eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei zugesteht, soll in breiten Schichten der Bevölkerung auf eine Ablehnung stoßen. Nur noch eine knappe Mehrheit der Bürger möchte angeblich, dass Kurt Beck SPD - Chef bleibt.

 

Wenn man so etwas liest oder im Fernseh hört stellt man sich automatisch die Frage:

 

„Wo werden diese Umfragen gemacht?“

Wer zieht einen Nutzen aus solchen Falschmeldungen?“

Was bezwecken die Medien mit so einer böswilligen und hinterlistigen Kampagne?“

 

Als überzeugtes SPD - Mitglied stehe ich jeden Tag im Kontakt mit vielen Menschen die mir total andere Informationen geben.

 

Einige Bürger befragen mich gezielt nach den Falschmeldungen in den Medien. Die meisten wollen Kurt Beck als Vorsitzenden der SPD und lehnen strikt SPD - Politiker wie Clement, Steinbrück, Steinmeier oder Naumann ab.

 

Sigmar Gabriel wird sogar von vielen Parteigenossen und Wählern als Verräter betrachtet, da er bereits vor der letzten Bundestagswahl Frau Merkel mit „Chefin“ ansprach.

 

Täglich bekomme ich von vielen Menschen zu hören:

 

„Ohne diesen eiskalten Karrieristen

Naumann hätte die SPD in Hamburg bestimmt gewonnen.“

Wo also werden diese verrückten Umfragen

gemacht, nach der sich meine Partei im Sinkflug befinden soll?

 

Bayerische Genossen berichten über die breiteste Zustimmung in der Bevölkerung seit Jahren. Das Wahlergebnis der Kommunalwahlen in Bayern spiegelt und erhärtet diese Aussagen.

 

Bitte veranlassen Sie, sehr geehrter Herr Piasetzky, eine Analyse der Geschehnisse der letzten Tage und teilen mir das Ergebnis mit.

 

Vielleicht sind die neoliberalen Wohlstandsvernichter bei uns schon viel weiter vorgedrungen als befürchtet.

 

Beigelegt zu diesem Schreiben erhalten Sie einen Aufnahmeantrag für meine Partei. Ich würde mich sehr freuen Sie als SPD - Mitglied begrüßen zu dürfen.

 

Deutschland braucht politisch engagierte Bürger von Ihrem Kaliber, damit unsere Gesellschaft nicht zerfällt und in Zukunft auch noch eine Perspektive hat.

 

Mit freundlichen Grüssen

 

DER VERFASSER

 

 

 

             

 

DRSB

 

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