DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky · Andreas Kallen · Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 18. Januar 2008
Leserbriefe von DRSB - Lesern
Die Leserbriefe wurden nach Themengebiete aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.
Der DRSB e.V. versichert allen Lesern, dass der Wunsch nach Anonymität respektiert und gewahrt bleibt.
An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.
1. Leserbrief / anonymisiert
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
zHd. Herrn RA Sternemann
Antikorruptionskommission
Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
XXXXXXXX, den 07. Januar 2008
Zwangsbeglückung der Deutschen durch Versicherungen
Sehr geehrte Herr Sternemann,
als eifriger Leser der Artikel Ihres Vereins möchte auch ich mich heute zu Wort melden.
Besonders fasziniert bin ich von Ihrer scharfen Logik der Darstellung von Korrelationen politischer Entscheidungsprozesse.
So etwas findet man in der normalen Presse nicht.
Die Agenda 2010 hat Deutschland in ein Sozialchaos sonders gleichen geführt.
Den jetzigen verantwortlichen Politikern traue ich nicht zu, Deutschland aus diesem Desaster wieder herauszuführen.
Das politische Leichtgewicht Kurt Beck erkennt in sich den Entdecker der Kinderarmut, nachdem Franz Müntefering sich bereits zuvor als der Entdecker der Altersarmut zu profilieren versuchte.
Unsere „liebe“ Bundeskanzlerin Angela Merkel ist mit der Rettung der Erde voll beschäftigt, so dass ihr keine weitere Zeit verbleibt, sich mit einem vergleichsweise so profanen Thema wie Rente auseinanderzusetzen.
Physik und Wirtschaft haben aber auch wenige gemeinsame Nenner.
Die Zwangsbeglücker Altbundeskanzler Gerhard Schröder und Altaußenminister Joschka Fischer hatten bereits während ihrer Amtszeit die Zwangsriesterrente und die Zwangsrüruprente gefordert.
Diese Architekten der Agenda 2010 beschäftigen sich heute lieber als Architekten ihrer Altersruhesitze auf Borkum und in der Toskana.
Nach dem angerichteten Sozialchaos der Agenda 2010 haben sie auch einen Altersruhesitz „redlich“ verdient.
Der Chef - ( Fehl ) - Konstrukteur Rürup wird sich demnächst auch wohl ein neues großes Haus bauen können.
Unter den von Ihnen geschilderten Aspekten wird mir erst einmal die Peinlichkeit der gemeinsamen Vermarktungsauftritte der Pharisäer Rürup und Raffelhüschen mit dem AWD - Chef Maschmeyer bewusst.
Merkwürdig ist aber bei der gegenseitigen Vereinnahmung und Umarmung von Wirtschaft und Politik, dass sich Raffelhüschen seit neuestem mit „blumigen“ Worten von dem größten Gegner zum größten Befürworter der gesetzlichen Rentenversicherung gewandelt ist und sein Fähnchen gerne immer nur in den Wind hält.
Hoffentlich ist die Einflussnahme von Rürup auf das Bundesverfassungsgericht nicht zu groß, kam doch erst aufgrund seines Gutachtens die damalige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Neuregelung der Besteuerung von Renten und Pensionen zustande.
Ob aber die Richter des Bundesverfassungsgerichtes sich eine Agenda 2010 gewünscht haben, glaube ich persönlich nicht.
Im Nachhinein muss es wie im Wunderland gewesen sein, bereits in einer Zeit vor der Agenda 2010 gelebt zu haben.
Spaß beiseite, der Vormarsch des Neoliberalismus und des Korporatismus macht mir große Sorge.
Mir ist keine Institution in Deutschland bekannt, die so aufrecht gegen diese beängstigenden Strömungen in Deutschland ankämpft.
Bitte machen Sie so weiter. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mein Schreiben unter „Dampf ablassen“ ohne Namensnennung veröffentlichen würden.
Dem Deutschen Rentenschutzbund traue ich zu, Deutschland in Bewegung zu setzen.
Mit freundlichen Grüßen
DER VERFASSER
2. Leserbrief / anonymisiert
Herrn
Udo Johann Piasetzky
Vorsitzender des Vorstandes
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
XXXXXXX, den 09. Januar 2007
Macht und Reichtum wirken meistens im Verborgenen
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
in den letzten Jahren taucht das Phänomen von den Eliten immer wieder in der Öffentlichkeit auf.
In allen Medien ist die Rede von Eliten, in der Bildungspolitik sind Eliteuniversitäten in aller Munde, der Ruf nach Eliten, nach Spitzenstudenten, die Deutschland wieder nach vorne bringen sollen, schallt durchs ganze Land.
Sehr viele Menschen im Lande fragen deshalb:
Was sind die Gründe für die plötzlich aufflammende Popularität der neuen Eliten?
Noch vor wenigen Jahren war es für die herrschenden Zirkel recht schwierig, offen und unverfänglich den Begriff der Eliten zu verwenden, da zum Beispiel die historischen Dimensionen des Nationalsozialismus immer noch an lebenden Persönlichkeiten festzumachen war.
Die meist selbsternannten Eliten in Deutschland konnten sich lange Zeit deshalb nicht mit dem Elitebegriff schmücken, da sehr schnell nachgefragt wurde, was diese Eliten in der Zeit zwischen 1933 und 1945 - so alles - angestellt haben.
Betrachtet man andere europäische Nationen, bleibt festzustellen, dass diese Länder über klassische gewachsene Elitenstrukturen verfügen, die auch gesellschaftlich eine breite Anerkennung finden.
Die sogenannten neuen deutschen Eliten drängen dagegen ungestüm in die Öffentlichkeit und fordern unverschämt für sich einen vergleichbaren Status.
Ein sichtbarer Ausdruck dieses veränderten Neo - Bewusstseins ist die Entwicklung im Bildungsbereich, wo vehement nach Eliteuniversitäten gerufen wird.
Sollten wir nicht aber zunächst zwischen Deutschland und anderen europäischen Nationen differenzieren?
Denn während in vergleichbaren europäischen Nationen mit echten klassischen Kaderschmieden soziale Kohäsionen unter den Eliten, durch entsprechende Elitezirkel verstärkt wird und die wirklichen Eliten dort in der Regel eng durch die Institutionen miteinander verbunden sind, gestaltet sich das Szenario in Deutschland doch völlig anders.
In Deutschland läuft jetzt schon alles sehr viel dubioser ab als in anderen europäischen Nationen. Mit den elitären Machtstrukturen, wie sie durch die Eliteuniversitäten gefordert werden, ist eigentlich nicht sonderlich viel zu bewegen.
Wie der DRSB e.V. schonungslos aufdeckte, gibt es in Deutschland Elitezirkel, in denen sich mächtige deutsche Persönlichkeiten regelmäßig treffen.
Diese elitären Machtstrukturen beginnen nicht nur mit den sogenannten Burschenschaften und schlagenden Verbindungen, sondern setzen sich in meist dunklen Zirkeln wie zum Beispiel dem Tönnissteiner Kreis oder in der Atlantikbrücke fort.
Welche unsäglichen Seilschaften entwickeln sich in solchen Kreisen?
Welche Ziele verfolgen diese Geheimverbindungen?
Zum Vorteil oder Nutzen für alle deutschen Bürger dienen diese Machtzirkel sicherlich nicht.
Die deutschen Neo - Eliten versuchen, doch hauptsächlich durch die Schaffung von so dargestellten „Spitzenhochschulen“ für ihre Zöglinge neue Machtstrukturen zu schaffen und zu verfestigen, die dann diesen Zöglingen im Wettbewerb um die besseren Qualifikationen und wirtschaftliche Positionen Vorteile verschaffen und damit die Mehrheit der Studenten sofort ausgrenzt.
Sind also diese Neo - Eliteuniversitäten nur ein weiteres Selektionsmodell für eine rücksichtslose soziale Auslese ohne jegliche Ethik und Moral?
Ist diese Art der Pseudo - Förderung im Grunde lediglich ein „geschickter“ Schachzug der Mächtigen, damit Studenten aus einfachen Verhältnissen aus dem Positionskampf um lukrative Schlüssel - Positionen verdrängt werden können?
Die verschleiernde Rhetorik und Dialektik der Befürworter und Forderer von Eliteuniversitäten, die oftmals aus den geheimen Elitezirkeln stammen, beschränken sich oberflächlich betrachtet nur fokussiert auf die positiven Aspekte solcher Einrichtungen wie mehr Geld, bessere Forschungsmöglichkeiten und ein höheres Ansehen für die Eliteschüler.
Der Elitebegriff im Kontext der neuen Eliteuniversitäten verweist ganz klar auf einen strategischen Kampf um Wettbewerbsvorteile der Mächtigen.
Geht es im Kern also doch nur um eine soziale Schließung des Hochschulwesens?
Beigelegt erhalten Sie, sehr geehrter Herr Piasetzky, das von unserer Arbeitsgruppe seit Jahren zusammen getragene Material über dubiose Machtzirkel in Deutschland.
Mit den Aufklärungsmöglichkeiten Ihres Vereins sollte es Ihnen nun leicht fallen, weitere und tiefer gehende Recherchen zu starten.
Mit dem Erhalt dieses Schreibens ist Ihnen unsere Identität bekannt. Wir bitten Sie deshalb vor einer Veröffentlichung unseres Schreibens um eine schriftliche Zusage der Wahrung unserer Identität.
Wir unterstützen Sie sehr gerne auch weiterhin und wünschen Ihnen, Ihrer Familie und Ihrer Mitstreitern ein frohes, erfolgreiches und gesundes neues Jahr.
Kämpfen Sie weiter für die Rechte deutscher Bürger und für ein soziales und christliches Deutschland.
Mit den allerbesten christlichen Grüßen aus XXXXXXXXX
DIE VERFASSER
DRSB
Wir kämpfen seit 20 Jahren mit der Stimme der Demokratie
für
einen modernen Sozialstaat,
sichere, langfristige Arbeitsplätze,
sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,
sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
und für
korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.