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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

DRSB e.V. • Ikenstraße 8 • 40625 Düsseldorf

Frau

Beate Weiser

Vorstand

 

Verbraucherzentrale Baden - Württemberg e.V.

Paulinenstraße 47

D - 70718 Stuttgart

 

Düsseldorf, den 10. September 2009

 

Drittes offenes Schreiben an

Frau Beate Weiser

Vorstand der Verbraucherzentrale Baden - Württemberg e.V.

 

 

Ihr Finanzhai - Video   

Hier: DRSB - Schreiben vom 18. August 2009

 

Sehr geehrte Frau Weiser,

 

unterstellt einmal das im Betreff genannte DRSB - Schreiben lag Ihnen erst am

21. August 2009 vor, so haben Sie bis heute 15 Arbeitstage ungenutzt für eine aussagekräftige Antwort verstreichen lassen.

Mit urlaubsbedingter Arbeitsüberlastung ist so etwas nicht mehr zu legitimieren.

Niemand ist fehlerfrei, so dass wir immer dafür Verständnis aufbringen, wenn ein Fehltritt erfolgt.

Bekanntlich sucht der DRSB e.V. stets sachlich und fair mit den verantwortlichen Fehlleistern nach gestaltbaren Lösungen und Auswegen.

Unterstellt einmal, Sie waren oder sind über die wahren Absichten Ihres Mitarbeiters Niels Nauhauser nicht umfänglich informiert gewesen, so liegt trotzdem die unglückliche Veröffentlichung des Schmäh - Videos von Nauhauser, voll und ganz, in ihrer Verantwortung.

 

Was treibt Sie also dazu, auf unsere schriftlichen Anfragen nicht korrekt und zeitnah zu antworten?

Was haben Sie und Ihre Organisation noch zu verbergen?

Wieso versuchen Sie, die fragwürdigen Vorgänge in Ihrem Haus zu vertuschen?

Unstrittig hat erneut die Verlagsgruppe

markt intern

[ vt / versicherungstip / Chefredakteur Erwin Hausen ]

schlüssig bewiesen, dass Ihr Mitarbeiter Niels Nauhauser, womöglich in Überschätzung seines Fachwissens im Versicherungswesen, zum Nachteil von deutschen Bürgern Fehlberatungen durchführen durfte.

Jedem ordnungsgemäß registrierten deutschen Versicherungsberater wären diese Anfängerfehler vermutlich nicht passiert.

Wer haftet für die ohne Zweifel entstandenen Beratungsfehler?

Niels Nauhauser? Sie? Oder sogar Verbraucherzentrale Baden - Württemberg e.V.?

An wen müssen gutgläubige Bürger, die den fehlgerichteten Empfehlungen Ihres Mitarbeiters Folge leisteten, für erlittene Schäden die Regressforderungen stellen?

Sicherlich wurden Sie intern bereits darüber in Kenntnis gesetzt, dass auf Ihre Hamburger Kollegin Edda Castelló hochgerechnet auf alle ordnungsgemäß registrierten Versicherungsvermittler, die LV- und Rentenprodukte vermitteln dürfen,  ein möglicher Vermögensschaden in der Höhe von

247.310.000,00 Euro

in Worten:

zweihundertsiebenundvierzigmillionen / dreihundertzehntausend Euro,

zulaufen könnte.

Auch wenn die SPDler Frank - Walter Steinmeier und Barbara Hendricks als so genannte Schatten - Verbraucherministerin eine solche fragwürdige

Ampel - Kennzeichnung

einführen möchten, entlarvt das lediglich, wie weit sich die SPD schon von den Bürgern entfernt hat. Die riesigen betriebswirtschaftlichen Schäden, die dadurch der gesamten deutschen Versicherungswirtschaft zugefügt wurden, legen ein weiteres Zeugnis davon ab und lassen die SPD in einem unwählbaren  Zustand erscheinen.

 

Die angerichteten volkswirtschaftlichen Schäden für die deutsche Bevölkerung zeigen darüber hinaus, wie Ihre Hamburger Kollegen den „lockeren“ Umgang mit dem Verbraucherschutz definieren möchten.

 

Die Hamburger Ereignisse verschlechtern zudem Ihre Situation erheblich, denn das Schmäh - Video von Niels Nauhauser könnte einen vergleichbaren Tsunami von Regressansprüchen auslösen.

Vermögensschäden in der Höhe von

500.000.000,00 Euro

[ in Worten: Fünfhundertmillionen Euro ]

könnten im realistischen Bereich liegen und Ihre tatsächlichen Haftungsmöglichkeiten höchstwahrscheinlich überfordern.

Seit Wochen erreichen den DRSB e.V. laufend Anfragen von wirtschaftspolitisch interessierten Bürgern, die genau hinschauen, was in Ihrer Organisation vor sich geht.

Wir bieten Ihnen, sehr geehrte Frau Weiser, deshalb letztmalig die Möglichkeit auf die gestellten Fragen bis spätestens bis zum

25. September 2009

schriftlich zu antworten.

Sie sollten die gebotene Chance nutzen und mit einer glaubwürdigen Stellungnahme die immer stärker aufkommenden negativen Eindrücke ausräumen.

Eine weitere Kommunikationsverweigerung erhärtet in der Bevölkerung den Verdacht, dass der Verbraucherschutz in Deutschland nur noch für „billige“ Parteiinteressen oder persönliche Eitelkeiten missbraucht wird.

 

Mit freundlichen und besten Grüßen aus Düsseldorf

Ihr

Ihr

Udo Piasetzky

Hans - Josef Leiting

Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.

 

Steuerberater und Vorsitzender der

Rentenkommission des DRSB e.V.

 

 

 

 

Stand: 10.09.09

DRSB e.V.
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