DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky • Heinrich Sternemann • Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 29. Mai 2009
Politik lügt, Banken stehlen und Reiche lachen
Für die Werbebranche sind Plakatwände und sonstige Träger von Werbebotschaften überlebensnotwendig.
Busse, Straßenbahnen und Taxen werden zugeklebt mit Plakaten und zu rollenden Werbesäulen degradiert.
Die ständigen Versuche, in die Gehirne der Menschen einzudringen und sie völlig zu verblöden, reißen einfach nicht mehr ab.
Videoplattformen im Internet sind zurzeit besonders von Interesse, weil man gegen das Einblenden von Werbebannern zunächst nicht viel unternehmen kann, außer man drückt diese hartnäckigen Störer weg.
Menschen, die täglich beruflich das Internet nutzen müssen, haben sogar schon eine so genannte
Banner - Blindheit
entwickelt und nehmen diese Störer nicht mehr wahr.
Deshalb arbeiten Internetspezialisten quasi fieberhaft daran, Bannersysteme zu konzipieren, die wieder vollumfänglich wahrnehmbar sein sollen.
Denn trotz der steigenden Akzeptanz des Webs als valider Vertriebskanal für Werbebotschaften wird die Breitenwirkung inzwischen schon wieder in Frage gestellt.
Solche Probleme kennen Graffiti - Sprayer nur vom Hörensagen, denn ihre Machwerke haften oftmals monatelang an Haus- und Bürowänden sowie an Eisenbahnwagons.
Ob diese Botschaften nun als Kunst, Kitsch oder Verschmutzung wahrgenommen werden, liegt ausschließlich im Auge des Betrachters.
Denn dass diese Machwerke des Volkes Beachtung finden - so oder so - steht außer Frage.
Wissenschaftler, die sich ernsthaft mit den Ausdrucksformen der Graffiti - Sprayer beschäftigen, sprechen auch von den Botschaften des Volkes, die dadurch zur Übermittlung gelangen sollen.
Wenn dem so sein sollte, lassen die Graffitis an den Bankgebäude in der Londoner City Rückschlüsse auf das aktuelle Volksempfinden zu.
Noch Wochen nach dem Gipfel der G - 20 - Staaten verkünden diese Volksbotschaften:
THE GOVERMENT LIES - THE BANKS STEAL - THE RICH LAUGH
Die Regierung lügt - Die Banken stehlen - Die Reichen lachen.
Dass es sich hier plötzlich um Regierungshasser, Bankablehner oder Reichenverächter handeln könnte, stellen selbst die Wissenschaftler nicht mehr in Frage.
Während man innerhalb der amtierenden Bundesregierung quasi „genüsslich“ darüber streitet, wie ein Konzept für eine
BAD BANK
aussehen sollte, entwickelt sich die US - Finanzkrise zur Zeitbombe.
Als wenn eine solche
BAD BANK
auf einen Schlag alle wirtschaftlichen Probleme beseitigen könnte, erhöhen die Bundeskanzlerin und der Wirtschaftsminister den Druck auf das Finanzministerium.
CDU / CSU drängen auf die rasche Bereinigung der Bankbilanzen, damit man noch rechtzeitig vor der Bundestagswahl das Versagen von Politik und Bankmanagement vertuschen kann.
Mit der Unterstützung des neuen US - Präsidenten Obama lockerten die US - Behörden die Bilanzierungsvorschriften für so genannte „toxische“ [ giftige ] Wertpapiere und hoben dadurch eine realistische Bewertung nach den aktuellen Marktpreisen auf.
Der praktizierende atlantische Netzwerker
Peer Steinbrück
hält es sogar in Deutschland für zwingend notwendig, dass die sehr strengen Bilanzierungsvorschriften weiter gelockert werden und gibt damit ein noch deutlicheres Signal an Banken und Versicherungskonzerne, ihre giftigen Werte in den Bilanzen „flexibler“ zu gestalten.
Bei der Pendlerpauschale dagegen gab sich der angebliche Sozialdemokrat weniger verständnisvoll.
Die vorgestellten steinbrückschen Überlegungen sind keine vernünftige Lösung für „toxische“ [ giftige ] Aktien, Anleihen oder sonstige dubiosen Papiere.
In den USA prescht derweil der US - Finanzminister Timothy Geithner mit seinen Vorschlägen zu einem
1000 Milliarden US - Dollar
schweren Investmentprogramm vor, mit dessen Hilfe er reichen Privatleuten den billigen Aufkauf von „Schrottpapieren“ schmackhaft machen möchte.
Quasi das Staatsprogramm
für die Superreichen in den USA, sich an den von Armut bedrohten
US - Bürgern noch mehr zu bereichern.
Möglicherweise schwebt dem Atlantiker Steinbrück auch ein solches Staatsprogramm für Superreiche Deutsche vor.
Durch den US - Finanzcrash wurden schon Hundertausende von
Langzeit - Arbeitsplätzen
in Frage gestellt oder stehen vor der Vernichtung.
Wenn jetzt nicht die verantwortlichen Politiker in enger Zusammenarbeit mit dem Bankmanagement recht bald ein tragfähiges, sozialverträgliches Konzept vorlegen, gefährden sie im Wissen um die Problematik die gesamte Bevölkerung.
Die sozialverträglichen validen Konzepte dazu liegen allen Beteiligten schon lange vor.
Es scheitert also nicht daran, dass es keine nutzmehrenden Konzepte gibt >< es scheitert daran, dass sie wenige verstehen und keiner entscheiden möchte.
Am Ende behalten womöglich die Sprayer der Graffitis in London recht:
Die Politik lügt, die Banken stehlen und die Reichen lachen
THE GOVERMENT LIES - THE BANKS STEAL - THE RICH LAUGH.
DRSB
Wir kämpfen seit 21 Jahren mit der Stimme der Demokratie
für
einen modernen Sozialstaat,
sichere, langfristige Arbeitsplätze,
sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,
sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
und für
korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.