„Günther Jauchs Rentenabend“
[ Sendung am Sonntag / 02. Oktober 2011 ]
08. Oktober 2011
Im Anschluss an die ARD - Sendung mit Günther Jauch am 02. Oktober 2011 hat der DRSB einen VTR - Test zum Thema Altersvorsorge durchführen lassen.
Das Meinungsbild der Bevölkerung zum Themenkreis ist überraschend. Man bewertet das Agieren der Politiker schwerpunktmäßig als
Ahnungslosigkeit, Gleichgültigkeit, Handlungsunfähigkeit,
Handlungsunwilligkeit, Hilflosigkeit und Konzeptionslosigkeit.
Ein Eckpunkt in der Jauch - Sendung war das Schweizer Rentenmodell. Fast alle fortschrittlichen Vorschläge in dieser Sendung wurden von DRSB - Entwicklungen übernommen - oder in abgewandelter Form [ siehe DRSB - Artikelserie „VERSAGEN DIE ELITEN?“ ] entliehen. Selbst Oskar Lafontaine konnte das „PLAGIATIEREN“ beim DRSB schon wieder nicht unterdrücken.
Der DRSB forderte nachweislich bereits 1990 zum ersten Mal die Rente mit 70 und das
ALLE von ALLEM für ALLE
in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen - auch extrem Vermögende, Beamte und Parlamentarier. Die vorgenannten Forderungen und Vorschläge tauchen mehrfach in diversen Aufsätzen und Artikeln des DRSB auf. Wenn nun urplötzlich alle DRSB - Vorschläge und DRSB - Forderungen „ungefiltert“ von der
SVR 70
[ Stabile und variable Rente mit 70 ]
selbst von Ex - McKinsey - Mitarbeitern übernommen werden - so zeigt es den Ernst der Lage auf und gleichzeitig die wachsende panische Angst der Politiker vor gravierenden Veränderungen in unserer Heimat. Die werden ohnehin kommen und die meisten Protagonisten aus CDU / CSU, SPD und von Bündnis 90 / Die Grünen in ungeordnete Aufregung versetzen. Die Versager von der FDP wagen schon nicht mehr die Prognosen des DRSB zu kritisieren oder in Zweifel zu ziehen, denn der Niedergang dieser Partei wurde vom DRSB exakt vorausgesagt und im Detail beschrieben - sogar das Zeitraster wich lediglich um knappe 3% von der Realität ab.
Übrigens:
Man bedient sich sehr gerne beim DRSB - ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren. Aber dieses heuchlerische Verhalten ist dem DRSB schon bestens bekannt.
Die generelle Botschaft der Jauch - Sendung lag im Verborgenen und lautete eindeutig:
Wir brauchen eine echte „neue“ bürgerliche Partei.
Denn niemals zuvor wurde in einer Talk - Runde „sooo oft“ der Begriff der
„Bürgerlichkeit“
in den Vordergrund geschoben und missbraucht. So etwas nennt man in Fachkreisen auch manipulative Wahrnehmungssteuerung. Insofern hat Jauch zumindest dieses fragwürdige Ziel erreicht.
Nicht mehr - und nicht weniger.
Denn dafür wurde Jauch von der ARD eingekauft. Und Günther Jauch oder seine Ghostwriter gehören offensichtlich zu den intensivsten DRSB - Lesern.
Spricht aber letztendlich für die gebotene Qualität des DRSB.
Lesen Sie - wenn Sie Zeit dazu haben sollten - einfach einmal die Rubrik „DAMPF ABLASSEN“ oder „DAMPF ABLASSEN SPEZIAL“. Dort findet man in offenen und anonymisierten Briefen, Faxnachrichten und Emails sehr häufig die fast gleichlautende Formulierung zu den Veröffentlichungen des DRSB:
„Ihre Analysen und Einschätzungen der aktuellen Lage sind
meistens zutreffend und deren Aussagen bzw. Vorausschauen stellen sich auch meist so ein“.
Vermutlich wegen der Forderung nach einem verbesserten Schweizer System [ Initiative 20 / 70 ] wird der DRSB seit der Gründung desavouiert.
Die Möglichkeit der Öffnung der Deutschen Rentenversicherung für ein Schweizer Rentenmodell sind aber mit der rürupschen Betonreform mit den jahrzehntelangen starren Übergangsregelungen von 35 Jahren sowie anschließend mit der Einführung der Abgeltungssteuer nachhaltig boykottiert worden. Die vielschichtigen und schädlichen
„Nebenwirkungen der Abgeltungssteuer“
sind von den Politikern vermutlich übersehen worden. Die Anonymisierung der Abgeltungssteuer schließt die Möglichkeit einer gerechten Lastenverteilung bei den Sozialsystemen nach dem Muster des Schweizer Systems vollkommen aus. Hier muss sich jeder Bürger in unserer Heimat die Frage stellen:
Von wem und mit wessen Hilfe
sowie mit welcher Absicht wurden die Vernichtungsmodelle
für die Sozialen Marktwirtschaft konzipiert?
Sollte es einer Partei, gleich welcher politischen Ausrichtung auch immer, gelingen, mit einer sachlichen Aufklärung breite Bevölkerungsschichten zu erreichen, wird die sogenannte
„Jahrhundertreform“
der Agendapolitik wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen.
Bei einem dann nicht mehr zu vermeidenden Glaubwürdigkeitsverlust wird es vermutlich den vermeintlichen Volksparteien extrem schwer fallen, eine stabile Basis innerhalb einer Regierungskoalition zu stellen. Die so genannte Jahrhundertreform wird für alle demokratischen Parteien, die der Agenda 2010 von ROT / GRÜN willfährig folgten und daran festhalten zu dem erwarteten
Jahrhundertdesaster
führen und neue Arten der Verwüstungen im Stil der „Weimarer Republik“ auslösen. Es ist seit Wochen äußerst merkwürdig, dass von Bündnis 90 / Die Grünen zum Themenkreis der gesetzlichen und privaten Rente - so gut wie nichts Greifbares - mehr zu hören ist. Möglicherweise möchte man das bevorstehende
Jahrhundertdesaster
anderen in die Schuhe schieben.
Noch sind erst 6 Jahre von den 35 Jahren der festgelegten Übergangsregelung der rürupschen Betonreform verstrichen. Befinden wir uns aber im Kalenderjahr 2023, also nach 17,5 Jahren mitten im Zeitfenster des rürupschen Rentendesasters, stellt sich die Frage nach einem
„vor“ oder „zurück“
nicht mehr. Die 35 Jahre dauernde Übergangsregelung zur vollständigen Umsetzung der nachgelagerten Besteuerung der Renten sowie die rürupsche
Herunterdrechselmaschinerie
der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Vorsorgeaufwendungen lassen ein sinnvolles Rentenmodell, wie zum Beispiel nach dem Muster des Schweizer Systems, nicht mehr zu.
Hierin steckt die eigentliche Gefahr der rürupschen Betonreform.
Denn mit jedem Jahr, in dem der Beton der rürupschen Rentenverwüstung härter wird, schwindet die Chance auf eine nutzmehrende Systemumstellung.
Ohne ein sofortiges Gegensteuern, wie vom DRSB mehrfach gefordert, wird die Volksschädlichkeit der Agenda 2010 den Parteien CDU / CSU, SPD, FDP sowie hauptsächlich den GRÜNEN zuzurechnen sein.