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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 23. Juli 2009

 

 

Fehlstart?

Zu viele positive Überreaktionen nach der US - Finanzkrise?

Wann platzt die nächste Billionen - Dollarblase?

 

Theaterdonner, Wahlkampfgetöse und Medienrummel gleichen sich oftmals in Art und Weise und können ähnliche Auswirkungen mit sich bringen.

Einige Wirtschaftsinstitute sowie hauptsächlich amerikanisch unterwanderte oder dominierte Multi - Konzerne sehen Anzeichen für eine Konjunkturwende.

Auch Börsianer erwachen langsam aus der Schockstarre und vertreten in diversen privaten Fernsehsendern die Ansicht, dass der Vertrauensschock in die Aktienmärkte allmählich seine Wirkung verliert.

Selbst Mitglieder aus dem deutschen Sachverständigenrat beurteilen die wirtschaftliche Situation „verhalten“ optimistisch.

Zitat Wolfgang Franz

[ Chef des Sachverständigenrats ] im Handelsblatt am 21 . Juli 2009:

„Wir haben die Bodenbildung erreicht“.

Zitat Ende.

Ist es nur Euphorie oder einfach schon Wahnsinn?

Ist es nur Wahlhilfe oder einfach schon Unkenntnis?

Bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.

Auf keinen Fall sollte sie aber für eine Verblendung der Tatsachen herhalten müssen, denn alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die nächste

Billionen - Dollarblase

demnächst zum Platzen gebracht werden könnte.

Wie bereits vom DRSB e.V. berichtet, hat die Flucht aus den US - Staatsanleihen bereits Anfang 2008 begonnen.

Demzufolge steigen seit Wochen die Aktien- und Rohstoffkurse, weil die meisten amerikanischen Profi- und Privatanleger ihr Geld aus US - Staatsanleihen schleichend abziehen.

Diese vagabundierenden Finanzmittel werden gezielt in andere Märkte investiert und haben höchstwahrscheinlich die vom DRSB e.V. vorhergesagten verheerende Folgen für die Weltwirtschaft.

Es gibt zwar auf den internationalen Finanzmärkten eine ganze Reihe von so dargestellten Indikatoren für eine leichte Besserung der Märkte, doch die latenten und bekannten Kern - Schwächen der US - Wirtschaft sind keinesfalls beseitigt.

Das hat mit Schwarzsehen nichts zu tun, sondern ausschließlich mit emotionsloser Logik und sachlicher Analyse.

Die Hängepartien an den Börsen sowie das hecktische „AUF“ und „AB“ ist auf keinen Fall das Ende der weltweiten Rezession und verdeutlichen, wie verderblich die veröffentlichten „positiven“ Konjunkturdaten - von heute auf morgen - sein können.

Denn die durchaus positiven Werte in unserer Heimat täuschen lediglich eine kurzfristige Erholung der Finanzmärkte vor und werden für den „Theaterdonner“ der Medien missbraucht.

Auf ein baldiges Ende der US - Finanzkrise deuten sie jedenfalls nicht hin, denn so etwas erkennen seriöse Fachleute und Volkswirte daran, dass der Goldpreis noch immer in extremen, unnatürlichen Höhen herumpendelt und der Goldmarkt wieder einmal als Notnagel des Kriseninvestments her halten muss.

Würden die amerikanischen Profi- und Privatanleger von einem zeitnahen Ende der

US - Finanzkrise tatsächlich ausgehen, so wären Investitionen in den Goldmarkt die vorprogrammierte Geldvernichtung.

Dass die

Finanz - Jongleure

aber zurzeit verstärkt so genannte Sicherheitspositionen in Gold aufbauen, zeigen, dass der vielerorts lauthals verkündete Aufschwung in Wirklichkeit nur in den Medien zelebriert wird.

Quasi als Opium fürs Volk Anwendung finden“.

Wie auch in der DRSB - Artikelserie

Die Nachwehen der US - Kriege

 

eindrucksvoll geschildert, arbeiten die USA schon seit mindestens 2 Jahren an der höchsten Verschuldung aller Zeiten und ein Ende der Ursache dieser eigentlichen Finanzkatastrophe ist nicht in Sicht.

Gemäß der eigenen Darstellung stehen die Vereinigten Staaten von Amerika aktuell mit  rund

12 Billionen US - Dollar

bei Freunden und Geschäftspartnern - wie man so schön im Volksmund sagt - in der Kreide.

Aufgrund der täglich anwachsenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten und der stetig wachsenden  Unfähigkeit, diese systematisch abzubauen, muss man wahrscheinlich von der größten Finanz- und Wirtschaftskrise seit dem Bestehen dieses Staatengebildes ausgehen.

Mal eben - wie bei GM geschehen - Insolvenz zum raschen „TILLEN“ der Schulden anmelden, würde das sofortige wirtschaftspolitische „AUS“ der USA einläuten.

Ohnehin wissen selbst erfahrene Politprofis in Washington nicht mehr, wie jemals der Staat die aufgelaufenen Schulden zurückzahlen könnte.

 

Die verständliche Flucht amerikanischen Profi- und Privatanleger aus den gefährdeten

US - Staatsanleihen verschärft zusätzlich die ohnehin äußerst prekäre Situation, so dass der letzte Ausweg, durch eine gesteuerte Inflation oder Währungsreform die Staatsschulden zu verringern, in denkbare Nähe der Politakteure rücken könnte.

Geldmengenvermehrung bei gleichzeitiger Abwertung der US - Dollar würde dann die noch verbliebenen Gelder der amerikanischen Profi- und Privatanleger in US - Anleihen auf einen Schlag pulverisieren.

Durch das temporäre Nachlassen der wechselnden Anspannungen an den Finanz- und Rohstoffmärkten rückt das Kernproblem der Schuldenlast der USA erneut in das Licht der Öffentlichkeit.

US - Präsidentenwahl, so genannte „G“ - Gipfel

und ständig fast schon euphorische

Medienberichte

über die angeblichen außenpolitischen Erfolge von Barack Obama können nun nicht mehr über den gigantischen US - Schuldenberg hinweg täuschen.

Selbst die amerikanische Notenbank FED findet zurzeit keinen Ausweg mehr und kauft inzwischen selbst im großen Stil Staatsanleihen auf, die ganz ohne Zweifel keine Profi- oder Privatanleger mehr finden.

 

Wie vom DRSB e.V. in den Jahren 2007 und 2008

vermeldet, bauen die größten Kreditgeber der USA ihre

US - Staatsanleihen kontinuierlich ab.

Erdöllieferanten, wie zum Beispiel arabische Staaten, oder Handelspartner, wie zum Beispiel Afrika, Australien, China, Japan und einige westeuropäische Staaten werden durch das Herumtaktieren in Washington nahezu dazu gezwungen, Erdöl oder andere Rohstoffe sowie Fertigprodukte gewinnbringend auf anderen Märkten abzusetzen.

Nach mehr als 20 Jahren verfehlter amerikanischer Finanz- und Wirtschaftspolitik schlägt nun das Finanz - Pendel endgültig in eine nicht gewünschte Richtung.

Fatalerweise kommt hinzu, dass die Chinesen mit unglaublichen Cash - Mengen an

US - Dollars in den vergangenen 14 Monaten Rohstoffe auf allen Kontinenten gezielt aufkaufen und damit die „noch vorhandene“ Kaufkraft der US - Währung nutzen.

Für erfahrene Volkswirte recht einfach erkennbar, benötigen die Chinesen für die eigene Industrie die aufgekauften Rohstoffmengen zurzeit nicht.

Marktbeobachter vermuten, dass trotzdem die chinesischen US -Währungsreserven mit rund zwei Billionen US - Dollar vermehrt nach werthaltigem Kaufbarem suchen.

Derweil wirken die Finanz - Manöver der US - Regierung

wie eine Laienspielausgabe der Augsburger Puppenkiste.

 

Wenn in einem solch prekären Wirtschafts - Szenario auch noch die in der Kritik stehenden Rating - Agenturen nach neuer Glaubwürdigkeit gieren und wie angedroht, ihre Bewertung der US - Kreditwürdigkeit herabsetzen, dann steht das Platzen der Blase der US - Staatsanleihen vor den Türen der Börsen in dieser Welt.

 

Die fragilen internationalen Finanzmärkte könnten einer solchen Eruption nicht mehr standhalten, denn dieses Finanzbeben wird vermutlich wesentlich heftiger ausfallen als die US - Pleitewelle der Banken ab September 2008.

In dieser zu erwartenden Entwicklung

von einer Erholung der Finanzmärkte zu sprechen, zeugt von Gier und Unkenntnis und ist im höchsten Maße volksschädlich.

 

 

             

 

DRSB

 

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Stand: 23.07.09

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