DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
DRSB e.V. • Ikenstraße 8 • 40625 Düsseldorf
Herrn
Kai Diekmann
Herausgeber
BILD und Bild am Sonntag
Axel Springer AG
Axel - Springer - Platz 1
D - 20350 Hamburg
Düsseldorf, den 07. Mai 2009
Drittes offenes Schreiben an
Herrn Kai Diekmann
Herausgeber Bild und Bild am Sonntag
„Verlierer des Tages“ - Bild.de vom 06. Mai 2009
Hier: Professor Dr. Dr. hc Hans - Adalbert Rürup
Sehr geehrter Herr Diekmann,
Denn wie die Süddeutsche Zeitung bereits am Vortag berichtete, hatte sich der heutige
- Chef - Ökonom des Strukturvertriebes AWD -
vermutlich mit Risikopapieren der amerikanischen Pleitebank Lehman Brothers verspekuliert.
Die Lehmann Banker haben allein in Deutschland mehr als 40.000 gutgläubige Anleger um ihre letzten Ersparnisse gebracht. Die meisten Anleger in Deutschland konnten die Risiken der amerikanischen Pleitebank nur schwer einschätzen.
Anders sollte es sich beim geistigen Vater der Riesterrente und den Rürupmodellen verhalten, denn von einem ordentlichen deutschen Professor, der darüberhinaus auch noch Chef der Wirtschaftsweisen war, dürfte man wesentlich mehr Erfahrung, Sachverstand sowie analytisches Verhalten erwarten.
Warum sollte also ein gut bezahlter deutscher Professor mit einem richtig bombigen Jahreseinkommen, laut Pressemeldungen von rund 6 Millionen Euro, sein Geld leichtfertig in den USA verbrennen?
Möglicherweise zeigt das rürupsche Verhalten aber seine wahre Zockermentalität auf.
Oder ist es lediglich ein hinterhältiger Rürup - Trick, um eine Solidarität mit den Bürgern vorzutäuschen?
Schon mehr als 12 Millionen deutsche Bürger sollen gutgläubig ihr Geld in die so genannten Riester - Verträge gesteckt haben.
Dass diese Bürger mit dem Abschluss der Riesterrente in eine Berufsfalle getappt sind und darüberhinaus bei fondsunterlegten Riestermodellen womöglich zusätzliche Schädigungen zu erwarten haben, erwähnen Sie - bis heute - mit keiner Zeile.
Möglicherweise konnte Hans - Adalbert Rürup durch seine kurze Tätigkeiten beim Strukturvertrieb des AWD hinzulernen.
Denn in seinem Antwortschreiben an unseren Verein - vom 16. November 2006 - teilte Hans - Adalbert Rürup auf die Frage nach der Berufsfalle noch mit
Zitat:
„Da ich nicht als Rentenberater tätig bin, sehe ich mich nicht in der Lage, Ihre Frage nach einer sinnvollen Altersvorsorge für einen jungen Arbeitnehmer, der sich in noch nicht bestimmter Zeit nach Beendigung der Meisterprüfung selbstständig machen möchte, zu beantworten“.
Zitat Ende.
Nach einer intensiven Schulung durch Carsten Maschmeyer [ Ex - AWD - Chef ] würde der rührige Professor diese Antwort heutzutage „so“ nicht mehr abgeben wollen.
Auch ist es wenig nutzmehrend für die Bürger, wenn der Ex - Wirtschaftsweise aktuell immer noch die Forderung aufstellt, dass die Riesterrente auch für Selbständige zu öffnen sei.
Da eine überparteiliche und unabhängige Zeitung keinerlei Werbung mit sauberem Journalismus vermengen sollte, gehen wir davon aus, dass die Veröffentlichung „Verlierer des Tages“ keine gewollte Schleichwerbung für den Strukturvertrieb aus Hannover sein sollte.
Denn Hans - Adalbert Rürup sowie einige verantwortliche Berliner Politiker wissen zwischenzeitlich genau, dass die Rürup - Forderungen ebenso wenig praxistauglich oder nutzmehrend sind, wie seine untauglichen Rentenmodelle.
Aus diesem Grunde wäre es an der Zeit, sehr geehrter Herr Diekmann, dass gerade Sie einmal über die wahren Hintergründe für eine Ernennung zum „Verlierer des Tages“ aufklären und schonungslos darüber berichten, was Ihre Leser tatsächlich in Zukunft von den Rürup - Abenteuern zu erwarten haben.
Hierzu sind wir sehr gerne bereit, Sie und Ihre Redakteure auf das schwierige und komplexe Thema vorzubereiten.
Weisheit konnte Rürup nicht vor Torheit schützen, aber Unwissenheit die Bürger auch nicht vor weiteren Verlusten.
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Mit freundlichen und besten Grüßen aus Düsseldorf |
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Ihr |
Ihr |
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Udo Piasetzky |
Hans - Josef Leiting |
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Vorstandsvorsitzender DRSB e.V. |
Steuerberater und Vorsitzender der |
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DRSB - Rentenkommission |
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