DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
DRSB e.V. • Ikenstraße 8 • 40625 Düsseldorf
Herrn
Dr. Frank - Walter Steinmeier
Stellvertretender Parteivorsitzender der SPD
Willi - Brandt - Haus
Wilhelmstraße 141
D - 10936 Berlin
Düsseldorf, den 12. September 2009
Sechstes offenes Schreiben an
Herrn Dr. Frank - Walter Steinmeier
Stellvertretender Parteivorsitzender der SPD
SPD will Ampelkennzeichnung für Versicherungsprodukte
Hier: Plant die SPD den größten Wahlbetrug aller Zeiten?
Sehr geehrter Herr Dr. Steinmeier,
viele Bürger haben es geahnt und jetzt wird es zur traurigen Gewissheit, denn nur zwei Tage nach der Wahlen in Thüringen, Sachsen und im Saarland zeigt Ihre Partei erneut das wahre menschenverachtende Gesicht.
Barbara Hendricks, offensichtlich die Schatten - Verbraucherschutzministerin in Ihrer Wahlmannschaft, forderte am 01. September 2009 die Ampel - Kennzeichnung für Versicherungsprodukte, obwohl dieses Bewertungskonstrukt von der Hamburger Verbraucherzentrale zunächst mit einer einstweiligen Verfügung vom Landgericht Berlin belegt und am 10. September 2009 wieder aufgehoben wurde, hält selbst der SPDler Hans - Adalbert Rürup die Ampel - Systematik für völlig untauglich, wenn man dem Finanzmagazin BÖRSE - ONLINE noch Glauben schenken kann.
Nach der Einführung der leider immer noch so genannten Riesterrente wurde bereits im Jahr 2003 festgestellt, dass dieses invalide private Rentenmodell große Teile in der Bevölkerung benachteiligt oder ausschließt.
Im Schlepptau der Armutsagenda 2010 erblickte deshalb das Hilfskonstrukt der so genannten Rüruprente das Licht der Welt.
Gemäß der Bewertungskriterien der Verbraucherzentrale Hamburg sind beide privaten Rentenmodelle sowie Kapitallebensversicherungen nicht mehr zu empfehlen.
Stattdessen sollen die gutgläubigen Bürger ihr Geld erneut in unsichere und dubiose Aktiengeschäfte oder geldvernichtende Fondskonstrukte anlegen.
Der ernst zu nehmende seriöse deutsche Professor von der Universität Mannheim,
Dr. Peter Albrecht, untersuchte eingehend die untaugliche Ampel - Broschüre der Verbraucherzentrale Hamburg und kam zu dem abschließenden vernichtenden Urteil:
„Wer schützt eigentlich die Verbraucher vor dem Rat der Verbraucherschützer?“
Wollen Sie und Ihre Wahlkampfmannschaft mit der Forderung nach der Einführung einer Ampel - Kennzeichnung für Finanz- und Versicherungsprodukte die Fehlleistungen Ihrer Partei aus der Ära Schröder / Fischer vertuschen?
Wer schützt die deutsche Bevölkerung vor einem möglicherweise zu erwartenden Wahlbetrug?
Einen solchen Skandal, der in seiner volksschädlichen Dimension noch gar nicht absehbar erscheint, hat sich selbst der neoliberale Ex - SPDler und Urvater aller prekären Arbeitsverhältnisse in Deutschland - Wolfgang Clement - nicht erlaubt.
Ihre „Schattenfrau“ Barbara Hendricks brüskiert nun - völlig schmerzfrei - 25 Tage vor der Bundestagswahl alle Arbeiter und Arbeitnehmer in unserer Heimat.
Ein Eklat sondergleichen, denn in den letzten Jahren sind die Konstruktionsfehler und versteckten Fallen der Riesterrente und der Rüruprente zum Nachteil der Bürger scheibchenweise ans Tageslicht gekommen, so dass Sie womöglich mit Ihren fragwürdigen Forderungen den Versuch starten, die Fehler Ihrer Agenda - Politik anderen in die Schuhe zu schieben. Dadurch wird den Bürgern immer klarer, dass die SPD keinerlei Fähigkeiten mehr besitzt, unser Land zu regieren.
Lediglich mit durchschaubaren Parolen versuchen Sie, sich noch einen gut dotierten Platz an der Macht zu sichern.
Seit der unsäglichen Ära Schröder / Fischer steht die SPD für die systematische Vernichtung von sicheren Arbeitsplätzen sowie für die schleichende Ausrottung des Mittelstandes und für die aufziehende Flächenarmut.
Möglicherweise können Sie die Fehlleistungen, Planungen und Forderungen Ihrer Partei noch schlüssig begründen.
Wir bieten Ihnen, sehr geehrter Herr Dr. Steinmeier, deshalb letztmalig vor der anstehenden Bundestagswahl die Möglichkeit, auf die gestellten Fragen bis spätestens bis zum
21. September 2009
schriftlich zu beantworten.
Erteilen Sie dem DRSB e.V. parallel dazu die Freiheit, Ihr Antwortschreiben im Internet veröffentlichen zu dürfen.
Nutzen Sie die gebotene Chance, um mit einer glaubwürdigen Stellungnahme die immer stärker aufkommenden negativen Eindrücke über die SPD auszuräumen.
Eine weitere Kommunikationsverweigerung erhärtet lediglich in der deutschen Bevölkerung den Verdacht, dass Sie und Ihre Schattenfrau Barbara Hendricks den eigentlich vom Grund her seriösen Verbraucherschutz in Deutschland für „billige“ Parteiinteressen oder für „persönliche“ Eitelkeiten missbrauchen möchten.
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Mit freundlichen und besten Grüßen aus Düsseldorf |
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Udo Piasetzky |
Hans - Josef Leiting |
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Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V. |
Steuerberater und Vorsitzender der Rentenkommission des DRSB e.V. |