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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 26. April 2009

 

Das Wort am Sonntag

Die Gefahrenzone

Die Reaktion der deutschen Politiker auf die Bedrohung durch die US - Finanzkrisen und deren wirtschaftlichen Folgen ist symptomatisch.

Auf militärische oder außenpolitische Herausforderungen reagiert man in Berliner Politikerkreisen durchaus vergleichbar.

Unfähig, schwerfällig und immer mit riesigem inhaltslosen Wortschwallen.

Dass in Deutschland die Nerven der Bürger zum Zerreißen gespannt sind, dass die Deutschen das Gefühl haben völlig unschuldig Opfer einer Krise zu sein, solche Stimmungsbilder finden sich in den veröffentlichten „Meinungsumfragen“ nicht.

Komisch, denn die Lage birgt, nach der Ansicht vieler Sozialwissenschaftler, ein enormes Sprengpotential. Zu Recht warnen die Experten davor, dass man den Mai 68 auch nicht hat kommen sehen wollen.

Der Umgang mit dem Wirtschaftsdesaster in den USA und die Reaktion auf das komplette militärische Versagen der Amerikaner im Irak sowie in Afghanistan, zeigt die Handlungsunfähigkeit der deutschen und europäischen Politiker auf, die ihre eigene Bevölkerung an die nebenstaatliche Macht der USA und an des organisierte Finanzwesen von Banken und Versicherungskonzerne willfährig ausliefert.

Die Mehrheit der Politiker nimmt kaum noch diese Realitäten zur Kenntnis, da die meisten Parlamentarier Entscheidungen zu Gesetzesvorlagen in verträglichen Häppchen vorgekaut bekommen.

Das wenige Wissen, dass dann wirklich noch hängen bleibt, ist zu gering um Ursachen und Wirkungszusammenhänge begreifen zu können. Die Politik agiert dadurch in einem isolierten Raum und rückt täglich mehr von den Bürgern ab.

 

Die Paralyse der deutschen Politik gegenüber dem organisierten Finanzwesen von Banken und Versicherungskonzernen ist nicht ausschließlich die Sache der amtierenden Regierung, denn kein dokumentarischer Entscheidungsprozeß kann funktionieren, wenn Regierung und Opposition handlungsunwillig und handlungsunfähig sind.

Die Debatte in der Bevölkerung um das organisierte Finanzwesen von Banken und Versicherungskonzernen ist zu einem alarmierenden Symptom der deutschen Politik geworden.

Man hätte in Deutschland Zeit genug gehabt, das organisierte Finanzwesen von Banken und Versicherungskonzernen daran zu hindern, sich konsolidieren und so vermeintlich unangreifbar werden zu lassen.

Ähnlich wie das organisierte Verbrechen in Italien, erhielten die Managern aus Banken und Versicherungen ausreichend Zeit die Verfestigungsprozesse in Gang zu setzen.

Obwohl deutsche Politiker die Negativbeispiele aus Italien ständig vor Augen hatten, verspielten sie den zeitlichen Vorsprung zur Bekämpfung dieser Entwicklungen, durch Schönrederei, Verdrängen und Spiegelfechtereien.

Zwischenzeitlich erblühte das

organisierte Finanzwesen von Banken und Versicherungskonzernen

zu einem gigantischen wirtschaftlichen Faktor und wurde zum

Geldvernichtungsklassiker

für die meisten deutschen Geldanleger.

Eigentlich geht es doch nur noch darum, wenigstens unsere gesellschaftlichen und politischen Strukturen vor dem Einfluss der nebenstaatlichen Macht des organisierten Finanzwesens von Banken und Versicherungskonzernen zu retten.

Womöglich haben einige konservativ denkende Politiker in CSU, SPD und auch marginal in der CDU erkennen können, dass auf Dauer eine Bedrohung der inneren Sicherheit die Folge ist.

Wieso wird trotzdem nichts unternommen?

Sowohl die noch amtierende Regierung sowie auch die oppositionellen Parteien hätten massenhaften Rückhalt unter den deutschen Bürgern beim gezielten Kampf gegen das organisierte Finanzwesen von Banken und Versicherungskonzernen.

Besonders die Formation der neuen Linken, könnte mit glaubwürdigen Persönlichkeiten, im Westen Zuwachsraten an Wählerstimmen verzeichnen, die diese Partei locker über 36% hieven würde.

Das hat gute Gründe, denn viele Betroffene, die ihr sauer Erspartes verloren haben neigen in ihrer Ratlosigkeit zur Radikalität im Denken und würden volksschädliches Verhalten von Bank- und Versicherungsmanagern bereits morgen schon unter Todesstrafe stellen wollen.

Schon seit Wochen treiben Ohnmacht, Wut und Verzweiflung über die US - Finanzkrisen und deren Folgen die Bürger weltweit auf die Straßen. Dabei erreichen die aggressiven Dimensionen nie gekannte Höhen.

Bank- und Versicherungsmanager

wurden als Geiseln genommen, bedroht und ihre protzige Villen belagert oder attackiert.

Der wachsende Unmut über diese gierigen verantwortungslosen Gestalten in Seidenanzügen erreicht immer neue Spitzen.

Die unkoordinierte allgemeine Wut richtet sich zunehmend gegen Einzelpersonen auch in Deutschland.

Bank- und Versicherungsmanager, wie zum Beispiel,

Josef Ackermann,  Michael Diekmann,  Alexander Erdland

[ Deutsche Bank, Allianz, Wüstenrot ]

oder auch

Martin Blessing

[ Commerzbank ]

rücken mit enormer Geschwindigkeit in den Wutfokus der Bevölkerung.

Man spürt quasi überall schon den Groll des Volkes und lässt die vermeintlichen Arbeitsplatz- und Geldvernichter zur Zielscheibe werden.

Auf deutschen Boden scheint es dabei noch relativ friedlich zuzugehen, obwohl selbst Regierungsexperten befürchten, dass mit jeder weiteren Schreckensmeldung die Empörung und die Angst überproportional zunehmen könnten.

Die sozialen Verwerfungen sind schon zu groß, so dass es auch in Deutschland zu größeren Ausbrüchen kommen kann. Zorn und Hilflosigkeit sind dabei die besten Treibmittel ins Chaos.

Und wenn es bei uns knallt, dann knallt es meistens heftig.

In den USA kommt es fast täglich zu Todesdrohungen gegen verantwortungslose Bank,  Versicherungs- und Automobilmanager.

Zitat der Financial Times Deutschland - 26. März 2009 / Seite 23

aus einem Schreiben an einen amerikanischen Vorstand:

Falls die Regierung das nicht regelt,

werden wir, das Volk, das in unsere eigenen Hände nehmen“.

Zitat Ende.

Soweit wird es hoffentlich in Deutschland nicht kommen, obwohl mit der

Armutsagenda 2010, Hartz - IV und den Riestermodellen

der deutsche Sozialstaat ausgehöhlt und beschädigt wurde, so dass er gewaltige Unruhewellen nicht mehr abfedern könnte.

Nun rächt sich, dass die selbsternannten politischen Eliten in Deutschland und ihre willfährigen journalistischen Begleiter, jahrzehntelang Etikettenschwindel betrieben und auf Kosten der Bevölkerung

Geldvernichtungsklassiker und Sozialabbau

hemmungslos förderten.

Wenn also demnächst tausende von

aktuellen und zukünftigen Rentenbeziehern

Zugänge zu Banken oder Versicherungskonzernen blockieren oder vielleicht sogar über einen monatelangen Konsumverzicht von Printmedien nachdenken, wird die

Gefahrenzone

in Deutschland noch nicht erreicht sein.

Erst wenn politisches Marketing, Politverkäufe und der Medienschwindel aufhören, wird sich möglicherweise der Wutpegel in der Bevölkerung wieder langsam absenken lassen.

Bedauerlicherweise fehlen den deutschen Parteien dazu noch die glaubwürdigen Persönlichkeiten.

 

 

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