DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky • Andreas Kallen • Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 22. Februar 2009
Das Wort am Sonntag
Heilsbringer Obama
Die USA zwischen Hoffnung und Wahrheit
Der DRSB e.V. begleitete täglich den schwarzen Hoffnungsverkünder im Vor- und Hauptwahlkampf in den USA.
Das Spezialrechercheteam listete dabei alle gemachten
„Hoffnungsankündigungen“
genaustens auf.
283 DIN A4 Seiten zeigen dabei auf, wie es tatsächlich um die USA bestellt sein muss. Den Unterschied zwischen
Hoffnung und Wahrheit
beweisen, wie so oft im Leben, die kleinen und zunächst unscheinbaren Dinge.
Die USA und ihr neuer schwarzer Heilsbringer mögen der Ideologie und Philosophie der freien Marktwirtschaft hemmungslos frönen, trotzdem sind nach wie vor rund
47 Millionen amerikanische Bürger ohne jegliche Krankenversicherung.
Niemand auf dem Rest der Welt glaubt daran, dass diese Amerikaner, die davon betroffen sind, ihr Einverständnis dazu gegeben haben. Was viele Menschen weltweit nicht wissen ist, dass die USA im Vergleich zu anderen Industrienationen ein schwer krankes Land sind.
47 Millionen US - Bürger
sind auf die freiwillige medizinische Versorgung von verantwortungsbewussten Ärzten angewiesen, die sich einmal monatlich in Medizinzentren treffen und kranke
US - Bürger kostenlos behandeln. Ohne diese gemeinnützigen, kollektiven Einsätze der
verantwortungsbewussten Ärzte würde das Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit den Ländern der dritten Welt um den ersten Platz in der Krankheitsstatistik kämpfen.
Noch wesentlich schlimmer hat es die Amerikaner erwischt, die aus Altersgründen aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind. Viele von ihnen haben ihr erspartes Geld in Hedgefonds oder andere dubiose Fondsanlagen gesteckt und verloren. Da das Land der unbegrenzten Möglichkeiten für diese US - Bürger keinerlei staatliche Hilfen vorsieht, sind die Betroffenen auf die barmherzige Hilfe von Freiwilligen angewiesen, damit sie nicht verwahrlosen oder sogar verhungern.
Parallel zu der Horror - Entwicklung im eigenen Land brandmarken die USA alle westeuropäischen Länder, die nach ihrer Ansicht eine übermäßige Bürokratie und mit hohen Verwaltungskosten für das Gesundheitswesen vorhalten.
Über die willfährigen Handlanger in den amerikanischen Beratungsunternehmen versuchen die Mächtigen in Washington auch in Deutschland die bewährten sozialen Sicherungssysteme auszuhöhlen und langfristig gar völlig abzuschaffen.
Es sind immer die kleinen und zunächst
unscheinbaren Dinge, die die ganze Wahrheit ans Licht bringen.
So ist es schon lange kein Geheimnis mehr, dass die Mehrzahl der Fluggesellschaften 11 bis 15 Kilogramm für jeden amerikanischen Bürger zusätzlich veranschlagen, wenn es darum geht das reale Abfluggewicht für ihre Flugzeuge zu berechnen.
Selbst die amerikahörigen deutschen Journalisten können nicht mehr verhindern, dass in den Medien die rasante Zunahme fettleibiger Kinder und Erwachsener gezeigt werden muss.
Diese Fettleibigkeit ist aber kein Beweis für gesunde, gute und übermäßige Ernährung, sondern belegt im Gegenteil die erbarmungslose Abhängigkeit der meisten Amerikaner von billiger, wertloser und fettreicher Nahrung.
Es sind immer die kleinen und zunächst
unscheinbaren Dinge, die die ganze Wahrheit ans Licht bringen.
Ob nun in Boston, Chikago, Washington, Detroit oder in New York, auch nach dem Amtsantritt des Heilsbringers Obama ziehen vermehrt Familien mit kleinen und mittleren Einkommen in verwahrloste Wohnheime um, da sie sich keinen Wohnraum auf dem freien Markt mehr leisten können. Die amerikahörigen deutschen Journalisten, wie zum Beispiel
Tom Buhrow ( ARD ) oder Claus Kleber ( ZDF ),
verhindern zwar noch eine ausführliche Berichterstattung hierüber, aber auf Dauer lässt sich dieses soziale Desaster vor den Augen der Weltöffentlichkeit nicht mehr verbergen.
Es sind immer die kleinen und zunächst
unscheinbaren Dinge, die die ganze Wahrheit ans Licht bringen.
Ohne jedes Gespür für die Realität behaupten die Mächtigen in den USA immer noch die ideale Lebensform
- Freiheit, Lebensqualität, Selbstverwirklichung und Glück -
zu verkörpern.
Laut OECD - Berichten nimmt die messbare amerikanische Lebensqualität kontinuierlich ab und verschlimmert die Eingangsbasis zur Armut erheblich.
Schenkt man den OECD - Skalen Glauben so rangieren die USA bezüglich der durchschnittlichen Arbeitseinkommen und Einkommensgleichheit am Ende der Statistiken.
Der von Volkswirten so genannte
Medianwert
der Einkommen in den USA ist weit weniger zu bewerten als der Mittelwert, denn das Aufblähen durch die wenigen extrem großen Privatvermögen verzerrt in fast schon trügerischer Art die unbestechlichen objektiven Bewertungsskalen der OECD.
Diese Megareichen US - Familien leben schon seit Jahrzehnten in ihrer eigenen, oftmals völlig isolierten Welt und stempeln dadurch die USA zu einer Nation von
„ausbeutenden, privatisierten Privilegierten“.
Knapp 140.000 dieser „ausbeutenden, privatisierten Privilegierten“ US - Bürger verfügen über genauso hohe Jahreseinkommen wie 43,8% der Amerikaner im unteren und mittleren Einkommensbereich.
Das bedeutet das von rund 300 Millionen US - Bürgern
131,4 Millionen
gerade einmal zusammen so viel jährlich verdienen wie die 140.000„ausbeutenden, privatisierten Privilegierten“. Besser kann man die Ausbeutung des eigenen Volkes wahrlich nicht darstellen.
Die USA haben bereits vor 30 Jahren damit angefangen, ihre dynamische Mittelschicht systematisch auszurotten.
Seit nunmehr 30 Jahren haben die amerikanischen Arbeiter keinerlei reale Lohnzuwächse mehr verzeichnen können.
Auch bedingt dadurch befinden sich, rein volkswirtschaftlich gesehen, die USA auf einem strammen Marsch in die dritte Welt.
Selbst das sozialkritische Magazin der
Spiegel und die ansonsten recht kritische Süddeutsche Zeitung
klammern dieses Thema, womöglich „lieber“, aus.
Es sind immer die kleinen und zunächst
unscheinbaren Dinge, die die ganze Wahrheit ans Licht bringen.
Der falsch verstandene Liberalismus oder Neoliberalismus macht aus der Gesellschaft- und Wirtschaftsordnung der USA eine nicht reparable verdrehte soziale Struktur, die von Tag zu Tag die Fortdauer der gesellschaftlichen Ungleichheit weiter fördert. Nicht nur die Latinominderheiten, sondern auch Schwarze und Weiße bevölkern rapide die verwahrlosten und zerfallenen Stadtviertel von Brooklyn bis Los Angeles.
Schon nach kurzer Zeit sind sie dann den so genannten
rechtlos ausgeliefert und vegetieren täglich vor sich hin. Eine radikale Beseitigung dieser
Slums,
in vielen amerikanischen Städten und Gemeinden, würde nach Schätzungen von
US - Experten mehr als
2.800 Milliarden US - Dollar
in Anspruch nehmen. Steuergeld, dass die Mächtigen in Washington nicht mehr auf dem Staatskonto haben.
Ohnehin wäre eine solch radikale
Slumbeseitigung in den USA
vergleichbar mit denen in der dritten Welt. Ein stetig ansteigendes Problem also, dass die USA mit Somalia und anderen Entwicklungsländern teilt.
Man wächst quasi unaufhaltsam aufeinander zu.
Besonders fatal, denn die USA verfügen über keine Strategie, die sicherstellt, dass ihre Nation noch 10 Jahre in der so genannten ersten Welt überleben könnte.
Der fehlgeleitete Glaube der Mächtigen in Washington an
Globalisierung, eigene Innovationsfähigkeit
und die
Kräfte des freien Finanzmarktes
haben die ohnehin schwache Volkswirtschaft der USA hingerichtet.
Lediglich ihre Militärmacht ist noch stark genug die meisten
Freunde, Verbündeten und Unterdrückten
abzuschrecken.
Obwohl selbst der Russe Putin es noch nicht einmal für nötig hält, neue Raketensysteme gegen die USA zu installieren. Warum das so ist, berichtet der DRSB e.V. demnächst in der erfolgreichen Artikel - Serie
Die Nachwehen der US - Kriege.
In gewisser Weise sind die US - Krisen in den Branchen
Automobil, Banken, Immobilien und Versicherungen
zu Metaphern geworden, für die Geschehnisse der letzten Jahre in Amerika. Anders formuliert haben die USA zunehmend die Probleme vergleichbarer Entwicklungsländer zu lösen.
Seit gut drei Jahrzehnten basierte das Wachstum der USA auf der Ausbeutung anderer Staaten.
Höchstwahrscheinlich bleibt dies auch das politische Programm, dass der
Heilsbringer Obama
in nur wenigen Wochen in verstärkter Form den
Freunden, Verbündeten und Unterdrückten
näher bringen wird.
Denn davon hängt das Überleben der USA entscheidend ab. In Folge der wachsenden Nachfrage nach immer knapperen Energie- und Rohstoffvorräten können deshalb kriegerische Auseinandersetzungen zum politischen Alltag in Washington werden.
Da Macht nicht mehr das Monopol der USA sein wird, sollten sich Westeuropa sowie insbesondere Deutschland von diesen Entwicklungen fern halten.
Westeuropa und Deutschland
haben schon lange das Potential zum geopolitischen Kraftzentrum.
Wir sollten es jetzt schnell erkennen und umsetzen. Heilsbringer, aus welchem fernen Land auch immer, werden dazu wahrlich nicht gebraucht.
DRSB
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