DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky · Heinrich Sternemann · Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 17. Januar 2010
Das Wort am Sonntag
Ende der Schönfärberei
Findet die Riester - Berufsfalle neue Opfer?
Es war nicht falsch, die Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge aus einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung heraus abzuleiten, wenn die Umsetzung eines sinnvollen, nutzmehrenden und zukunftsfesten
Altersvorsorgesystems
aus einer einzelwirtschaftlichen Betrachtungsweise abgeleitet worden wäre, damit in jeder denkbaren Berufs- und Erwerbsphase private Altersvorsorgeverträge sinnvoll fortzuführen sind.
Seit einigen Wochen überschlagen sich vom DRSB e.V. aufgerüttelte Medien [ wie zum Beispiel auch die Journalisten vom Stern ] mit
„wohlgemeinten“ und „hilfreichen“ Ratschlägen.
Hinweise auf Hinweise rollen im Wochenrythmus auf die Betroffenen zu und sollen vorgeblich die Bürger sensibilisieren, sich vor Abschluss eines geplanten
Altersvorsorgevertrages gut zu informieren und sich durch die allzu vielen Zertifikate sowie Auszeichnungen nicht täuschen zu lassen.
Denn mehrfach ausgezeichnet wurden
schon die meisten auf dem Markt befindlichen Produkte!
Wie das abschreckende Beispiel der Rheinlandversicherung verdeutlichte werden solche fragwürdigen Auszeichnungen quasi auf „Bestellung“ vergeben und von den Versicherungskonzernen großzügig honoriert. [ siehe hierzu auch Berichte von markt intern / vt - Versicherungstip ].
Außerdem empfehlen die offensichtlich geläuterten Medien, dass man skeptisch gegenüber Statistiken sein sollte.
Auch sollte man die Kosten und Gebühren einer Riester - Rente penibel prüfen, um nicht auf so genannte
„fondsgebundene Versicherungen“
hereinzufallen.
Was soll dieser abrupte Meinungswechsel bewirken?
Welche Widersprüche bauen sich da auf?
Wohin sollen diese Ratschläge führen?
Ist es nicht auszuschließen, dass mit der Hilfe solcher „gut“ gemeinter „Ratschläge“ deutsche Bürger erneut verleitet werden sollen, ihr sauer verdientes Geld für die Altersvorsorge in dubiose, ausländische Fondssysteme anzulegen.
Wenn aber die private Altersvorsorge
in unserer Heimat steuerlich gefördert wird, warum sollten
dann diese Staats - Gelder nicht ausschließlich in Deutschland
zur Schaffung von langfristigen Arbeitsplätzen und zur Beschleunigung der heimischen Wirtschaft eingesetzt werden?
Eine Sicherstellung der angelegten Gelder ist bei ausschließlicher Anwendung deutschen Rechts immer noch am einfachsten.
Es geht doch in erster Linie darum, in logisch nachvollziehbaren Schritten die auf dem Markt befindlichen
untauglichen Altersvorsorgemodelle
als solche einer kritischen Prüfung zu unterwerfen und ihre völlige Untauglichkeit zu entlarven.
Und nicht darum mit vermeintlich „gut“ gemeinten „Ratschlägen“ noch immer die Menschen in unserer Heimat in die bestehenden oder neue - für eine zukunftssichere Altersvorsorge untauglichen Bank- oder Versicherungskonstrukte - zu treiben.
Nicht nur die Unvererblichkeit und die vermeintliche Hartz - IV - Sicherheit der privaten Altersvorsorgemodelle gehören auf den Prüfstand sondern auch die seit dem Beginn
eingebaute Berufsfalle.
Dass die angerührte Betonreform von Professor
Hans - Adalbert Rürup
[ früher einmal Wirtschaftsweiser und Professor, danach Ex - AWD - Mitarbeiter
und demnächst Geschäftspartner von Vertriebsguru Carsten Maschmeyer ]
über den geplanten Übergangszeitraum der Armuts - Agenda 2010 von 35 Jahren keine sozial- und wirtschaftspolitischen Anpassungen mehr zulässt, ist hierbei nur ein kleiner Teilaspekt der bis heute fehlgeschlagenen Reformbemühungen.
Selbst wenn es gelingen sollte, die ohnehin unverständlichen und unübersichtlichen Regelungen der
Riester- und Rüruprente
vertragsrechtlich so zu gestalten, dass jederzeit bei einem Berufsstandswechsel ein reibungsloser Übergang zwischen Ruhen und Wiederaufnahme der Verträge möglich wäre, fallen völlig unnötige Abschluss- und Verwaltungskosten an.
Und was sollte an einer solch fragwürdigen
Patchwork - Altersvorsorge
dann noch zukunftssicher oder gar nutzmehrend sein?
In unserer gemäßigten Klimaregion ist es im Straßenverkehr notwendig, im Sommer und im Winter die Reifen zu wechseln.
Warum aber sollte ohne jegliche Not
und ohne Einfluss der Natur bei einer Veränderung
des Berufsstandes ein Wechsel der privaten Altersvorsorge notwendig sein?
Dafür hat selbst der zukünftige „Unternehmensberater“
Hans - Adalbert Rürup
bis heute keinerlei logische Erklärung gefunden [ siehe hierzu umfassender Schriftwechsel mit dem ehemaligen Darmstädter Professor ].
Auf diesen von Rürup künstlich geschaffenen
„Klimawandel der Altersvorsorge“
müssen die verantwortlichen Politiker endlich eine Antwort finden, damit die Menschen in unserer Heimat eine lebenswerte Perspektive für das Alter erhalten können.
Es ist dabei vollkommen überflüssig darüber zu diskutieren, inwieweit die verantwortlichen Politiker und Versicherungsmanager selbst
Täter oder lediglich „nur“ Opfer
der geschaffenen Gesetze zur Altersvorsorge sind.
Die einzigen Leidtragenden
sind auf jeden Fall die Menschen in unserer Heimat.
Eine Änderung ist also mehr als überfällig, denn alle verantwortlichen Politiker und Versicherungsmanager wurden auf der soliden Grundlage der Studienergebnisse des DRSB e.V. bereits im Kalenderjahr 2002 diskret und vertraulich auf das extrem hohe
Rückabwicklungsrisiko der Riesterrente
hingewiesen [ siehe hierzu: Reformvorschlag zum Altersvermögensgesetz, 1. begünstigter Personenkreis ].
Es schält sich immer deutlicher heraus, dass auch die amtierende Bundeskanzlerin damals äußerst schlecht beraten gewesen sein muss, nach der Verabschiedung des
Altersvermögensgesetzes
im Kalenderjahr 2005 das hilfreiche Angebot des DRSB e.V. auszuschlagen, in einem vertraulichen und diskreten Arbeitskreis aus Politikern, Versicherungsmanagern und echten Fachleuten die Konstruktionsfehler der Agenda 2010 zu beheben [ siehe hierzu: Schriftverkehr mit deutschen demokratischen Parteien ].
Findet nach nunmehr 8 Jahren die für alle Betroffenen äußerst gefährliche
Riester - Berufsfalle
auch bei den verantwortlichen Politikern, Versicherungsmanagern und deren Berater ihre Opfer?
DRSB
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für
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sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,
sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
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