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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Hans - Josef Leiting Heinrich Sternemann

Düsseldorf, den 18. Oktober 2009

 

Das Wort am Sonntag

Freie Union

Vortäuschung oder falsche Vorstellung von Demokratie?

 

Alle Bürger in unserer Heimat gehören einer sozialen Gruppierung an und verlassen in den seltensten Fällen „vollkommen“ dieses Umfeld, in das sie hinein geboren wurden.

Die Sozialforscher unterscheiden zum Beispiel zwischen niedrigen und höheren Gesellschaftsschichten, in denen die Bürger als gering oder hoch qualifiziert eingestuft werden.

Sozialwissenschaftler sprechen auch gerne von Sozialstrukturanalysen, wenn sie die Zugehörigkeit von Bürgern zu sozialen Gruppen definieren möchten.

Meistens vor oder nach Wahlen rückt dabei unterschwellig die marxistische Theoriebildung über den Klassenbegriff in den Fokus vieler Politiker.

Heftig wird dann darüber schwadroniert und spekuliert, wer wen und vor allem warum gewählt haben soll. In der Regel wollen alle Politiker gerne von Bürgern aus der so genannten Mittelklasse gewählt werden.

Doch wo liegt diese Mittelklasse?

Wer sind die Bürger der Mitte der Mittelklasse?

Gibt es tatsächlich eine neue Bürgergesellschaft?

Denn echte Marxisten verharren in dem Glauben an ein unverrückbares abstraktes so genanntes

„Zwei - Klassen - Modell“.

Die konkrete Klassenstruktur in unserer Heimat sieht völlig anders aus und unterliegt seit der Armutsagenda 2010 einem stetigen Wandel. Deshalb muss man die so oft beschriebene Mittelklasse als reines Segment in anderen Klassen betrachten und die Arbeiterklasse sowie das Kleinbürgertum wesentlich differenzierter beschreiben.

Es ist erstaunlich, aber die Mittelklasse schält sich als eigenständige Klasse aus den Gesellschaftsstrukturen heraus und unterscheidet sich grundsätzlich vom Proletariat wie auch vom Kleinbürgertum und der Bourgeoisie. 

Die Mittelklasse ist also ein widersprüchlicher Mix aus allen Klassenlagen, da ihr gut bezahlte Manager genauso angehören wie Toplohnempfänger aus dem Arbeitermilieu.

Die herkömmliche Mittelklasse setzte sich aus Elementen zusammen, die man keiner gesellschaftlichen Seite eindeutig zuordnen kann.

Die sich herausschälende „neue“ Mittelklasse besteht nun seit circa 20 Jahren aus Klassenelementen, die zugleich „Ausbeuter“ und „Ausgebeutete“ sein können.

Demzufolge liegen die Bedürfnisse und Anforderungen der Menschen an die Politik in diesem gesellschaftlichen Bereich auf völlig unterschiedlichen Ebenen.

Dort eine tragfähige Basis für eine neue bürgerliche Partei zu finden, war womöglich der  gedankliche Ansatz der ehemaligen CSU - Politikerin

Gabriele Pauli.

Einst als progressive Landrätin der CSU dank Kraft und Schutz dieser Partei erfolgreich, überschätzte sich vermutlich die Politikerin und versuchte mit allerlei Phrasen, die Freien Wähler in Bayern zu begeistern. Da der 52-jährigen das Spiel mit den Medien nicht fremd war, wurde sie von einer vermeintlichen Welle der Zustimmung getragen, was unweigerlich dazu führte, dass ihre Bedürfnisse stetig wuchsen.

Offensichtlich waren ihre Kollegen bei den Freien Wählern in Bayern nicht willig genug, diese Bedürfnisse zu befriedigen, so dass sich die ehemalige Landrätin veranlasst sah, eine „eigene“ neue Partei zu gründen.

Grund genug für den DRSB e.V., diese politische Neuformation und deren vorgeblichen demokratischen Grundgedanken einmal zu durchleuchten. 

Mit einem beispiellosen Akt der Selbstvermarktung gelang es der ehemaligen Landrätin von Fürth mit den positiv belegten Worten

Freie und Union,

eine neue Partei aus der Taufe zu heben. Einmal abgesehen von den diversen Geburtswehen glaubt höchstwahrscheinlich

Gabriele Pauli

noch heute fest daran, mit einem obsoleten Aufguss aus

Liebe, Freude und Frieden

den Bürgern in unserer Heimat neue Werte vermitteln zu können. Trotz der fatalen Niederlage bei dem Zulassungsprocedere zur Bundestagswahl fühlt sich die politikbessene Dame noch immer berufen, den Kampf gegen das Böse in der Welt aufzunehmen.

Solche und vergleichbare Worte hörte man auch in der Amtszeit von US - Präsident

George Walker Bush.

Nach der intensiven Durchleuchtung der Absichtspapiere und Aufsätze der neuen Partei haben die DRSB - Rechercheteams die neu gegründeten Landesverbände der Partei

Freie Union

unter die Lupe genommen.

Schon das Geschreibsel der Absichtspapiere und Aufsätze stellte sich als Gedankengut von deutschen Staatsrechtlern heraus, das garniert mit einem fragwürdigen esoterisch wie auch spirituellem Allerlei möglicherweise den Eindruck einer seriösen Partei vermitteln sollte.

Doch die Durchleuchtungen vor Ort setzten dem pseudopolitischen Spektakel die Krone auf.

Wo man zurecht hochgradig professionelle Politiker oder sogar einen Planungsstab erwartete, der - wie in anderen Parteien üblich - durchaus im militärischen Sinne straff organisiert ist, trifft man bei der Freien Union auf an einen bunt durchmischten Club von 

Möchtegernen, Selbstdarstellungskünstlern, Profilneurotikern

und

Sonnenkönigen

mit Partikularinteressen in allen Schattierungen.

Selbst Insider der neue Parteiformation sprechen bereits von

personellen Totgeburten und gefährlichen Rohrkrepierern,

die lediglich „suboptional“ funktionieren und unter der Vortäuschung etwas Gutes für die Partei und die Bürger tun zu wollen, der im Grunde positiven Bewegung ständig erheblichen Schaden zufügen.

Wer möchte schon mit politischen Dilettanten

zusammenarbeiten oder diese bunte Mischung an Möchtegernen womöglich sogar wählen?

Angesichts der wirtschaftspolitischen und sicherheitspolitischen Lage unserer Heimat muss man verlässliche Strukturen voraussetzen können, wenn man als neue Partei gewählt werden möchte.

Nach den vorliegenden Informationen fehlen diese Grundvoraussetzungen sowie auch ein unabhängiger Planungsstab, der lösungsorientierte Politik entwickeln und gezielt kommunizieren könnte.

Eine solide Finanzierung der Partei, die sich an einem Bedarfshorizont von mindestens vier Jahren orientiert, scheint ebenfalls nicht vorhanden zu sein.

Angeblich sollen einige Parteimitglieder mit solchen Forderungen an die Parteichefin herangetreten und „fürchterlich“ abgeledert worden sein.

Die überwiegend freundlichen und netten Menschen der neuen Pauli - Partei, auf die die

DRSB - Rechercheteams gestoßen sind, schienen zwar für bestimmte, konkret umrissene Partikularaufgaben begeisterungsfähig, waren aber für strategische und weitgreifende, operative politische Planungsaufgaben bedauerlicherweise ungeeignet.

Auch

Gabriele Pauli

sah sich bis heute außer Stande, die einfachen Fragen des DRSB e.V. zu beantworten

Was versteht die Freie Union unter Demokratie?

Welche Nutzmehrung beabsichtigt

diese bunte Mischung für die Bürger zu erbringen?

Fragen ohne Antworten!

Das Spiel mit den Medien ist Gabriele Pauli aus den Händen geglitten und einen validen Qualifikationsnachweis für die Führung einer Partei blieb die Ex - Landrätin bis heute schuldig.

Zuerst schlugen ihr die Herzen vieler Menschen zu und die Schar der Sympathisanten wuchs täglich an.

Damit hat es nach der Bundestagswahl ein Ende, denn die Zahl der Kritiker wächst stündlich, die die Selbstvermarktung erkennen und zutiefst ablehnen.

Selbst ehemalige Parteifreunde sprechen abfällig von einem

Paralleluniversum“,

in dem die vormals erfolgreiche Landrätin lebt.

Was immer

Gabriele Pauli

dazu veranlasst hat, diesen Weg zu gehen, bleibt im Dunkeln verborgen. 

Wer sich hinter ihr verbirgt, konnte der DRSB e.V. noch nicht umfänglich ermitteln, doch schon in der jetzigen Phase dieser Neuformation scheint das Projekt für eine „echte“ Bürgerpartei auf breiter Front gescheitert zu sein.

Möglicherweise war es der Versuch wert, die Vision von einer Mittelstandspartei zu erzeugen. Es war für viele Menschen in unserer Heimat einfach schön, einen solchen Gedanken in die Welt zu setzen.

Der Wunsch nach mehr Demokratie, der Wunsch nach mehr Bürgernähe sowie der Wunsch nach mehr Nutzmehrung für die deutsche Bevölkerung scheinen begraben zu sein.

Die womöglich überflüssige Entzauberung der kämpferischen CSU - Rebellin schreitet weiter fort.

Gabriele Pauli,

ein politischer Stern am demokratischen deutschen Himmel verglüht.

 

 

             

 

DRSB

 

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Stand: 18.10.09

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