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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Hans - Josef Leiting Heinrich Sternemann

Düsseldorf, den 13. September 2009

 

Das Wort am Sonntag

 

Aloha“ - liebt einander

Freiheit für Hawai‘i?

 

Auf Hawai‘i werden Touristen freundlich gegrüßt und nach dem Ende des Besuches freundlich verabschiedet, denn man hofft natürlich, dass die zufriedenen und braun gebrannten Urlauber wieder zurück auf die Inseln kommen.

Hawai’i

die Inselkette im Pazifischen Ozean verzaubert nicht nur amerikanische Touristen, die sehr gerne den 50. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika auch zu Wochenendtrips nutzen, sondern zunehmend Asiaten sowie Europäer.

In den USA trägt die Inselgruppe, die zum polynesischen Kulturraum gehört und die nördliche Spitze des sogenannten polynesischen Dreiecks bildet, den Beinamen

Aloha - State

[ Aloha - Staat ].

Aloha

bedeutet in der Inselsprache „liebt einander“. In der Romantik eines flammenden Sonnenuntergangs, wenn das Mondlicht und die Sterne über dem Ozean funkeln, scheint

Aloha

besonders gut zu funktionieren.

Denn die viel besungenen

goldenen Menschen

von Hawai‘i entstanden aus der Durchmischung der polynesischen Ureinwohner mit den Einwanderern aus vielen asiatischen und einigen europäischen Ländern.

Hawaii

war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts ein unabhängiges und friedliebendes Königreich.

Das unabhängige Königreich unterhielt mehrere  völkerrechtlich bindende Verträge mit den USA und politische Beziehungen mit 46 anderen Staaten.

Für die Ananasplantagen und den Zuckerrohranbau wurden auch chinesische und japanische Arbeitskräfte gezielt angeworben.

Den Chinesen und Japanern gefiel das friedliche Zusammenleben auf der kleinen Insel, so dass sie sich dort fest ansiedelten und Teile ihrer Kulturen mit einbrachten.

Neben den polynesischen Ureinwohnern, Chinesen und Japanern siedelten sich nach der Entdeckung der friedlichen Inseln auch weiße Missionare, Händler und Walfänger in Hawai‘i an.

Heute bevölkern die Insel - Gruppe rund 1,2 Millionen Einwohner.

Die namentlich weltweit bekannte Hauptstadt und zugleich größte Stadt des Archipels ist

Honolulu

mit rund 400.000 Einwohnern.

Aufgrund der vielen Wiederholungen von alten Serien in deutschen Fernsehanstalten kennen sogar die meisten jüngeren Bürger in Deutschland die Inselhauptstadt.

Hawai‘i Fünf - Null

[ Originaltitel: Hawai‘i Five - O ]

ist eine amerikanische Fernsehserie, die es in den Jahren 1968 bis 1980 auf insgesamt 284 Folgen brachte.

Was die meisten Zuschauer von Pro 7, Kabel1 und seit 2004 von Premiere nicht wissen, ist, dass die Namensgebung

Fünf - Null

auf Hawaii als 50. Bundesstaat der USA anspielt, der erst 1959 zu den USA stieß.

Viele Menschen hören noch heute gerne das dynamische Titellied dieser erfolgreichen Serie.

Die Gruppe

The Ventures

profitierten von der Popularität der Serie und belegten mit ihrer Version des Titelsongs 1969 Platz 4 der US - Charts.

Aloha“ - liebt einander,

durchmischte die Inseleinwohner jahrzehntelang, so dass heutzutage die größten Bevölkerungsgruppen mit rund 42% die Asiaten bilden,

gefolgt von Bürgern europäischer Herkunft mit circa 25%. Das Schlusslicht bilden mit knapp 8% die Polynesier sowie abgeschlagen mit rund 2% die Afroamerikaner.

Der US - Präsident

Barack Hussein Obama

ist ein Kind des friedlichen Aloha und wurde am 04. August 1961 in Honolulu geboren.

Hula tanzende glückliche Menschen, Delphine, die aus den klaren blau / grünen Wasser springen, das Lächeln der Kinder der Insel und eine Vielfalt verführerischer Früchte lassen die Urlauber vergessen, was mit dem ehemals unabhängigen

Königreich Hawai’i

tatsächlich geschehen ist.

Wer mit offenen

Augen und Ohren

über die Insel fährt und den Einwohnern sowie deren Liedern lauscht, erfährt sehr schnell, dass die verlorene Unabhängigkeit noch heute heftig schmerzt.

Wortreich erklären Mitglieder des selbsternannten Unabhängigkeitsparlaments von Hawai‘i den ausländischen Besuchern die tragische Geschichte ihrer geliebten Nation. Demnach sollen amerikanische Plantagenbesitzer schon lange vor dem Sturz der Monarchie den Untergang vorbereitet haben. Mit der „freundlichen“ Unterstützung der Mächtigen in Washington planten und führten sie einen Putsch durch.

Als im Januar 1893 US - Truppen in der Hauptstadt an Land gingen, war ein bewaffneter Widerstand durch loyale Anhänger der Königin völlig aussichtslos, da man sowohl Waffen- als auch Zahlenmäßig unterlegen war.

Vergleichbar mit dem Irak oder auch Afghanistan brachte man den freundlichen und friedliebenden Inselbewohnern auf Hawai’i die Vorstellungen von

Demokratie

nach dem Muster der USA. So jedenfalls wurde es damals in den Medien dargestellt.

Die neuen US - Machthaber regierten nur kurze Zeit die Hawai‘i als so genannte Republik. Denn bereits wenige Jahre später annektierten die USA die strategisch wichtigen Inseln im Pazifik.

Der verzweifelte politische Hilferuf der Hawai’ianischen Königin

Liliuokalani

wurde in der Welt durchaus gehört oder zur Kenntnis genommen. Doch niemand wollte den geschätzten 600.000 freien Bürgern zur Hilfe eilen.

Wie auch?

So hörte man in diplomatischen Kreisen ironische Stimmen.

Aus dem ehemals unabhängigen freien Land wurde 1959 der 50. Bundesstaat der USA.

In unverfänglichen Liedern trauern immer mehr Bürger der Insel dem untergegangenen glücklichen Königreich Hawai’i nach.

Texte wie zum Beispiel:

„Was würden unsere Könige sagen, wenn sie heute zurückkehrten.

Wenn sie sähen, wie sich unser Land verändert hat.

Unsere heiligen Stätten entweiht,

unsere Nation verloren und unsere Unabhängigkeit dahin ist“,

zeugen von der Sehnsucht, ja vom tief verwurzelten Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit.

Die Besatzer kamen ungerufen und stürzten unser Königreich.

Die Besatzer sind immer noch da.

Das ist die Ansicht vieler Bürger auf Hawai’i. Denn sie glauben fest daran, dass die USA ihnen alles genommen haben, sogar die Sprache.

Das einzige, das diesen friedliebenden Menschen geblieben ist, ist ihre Musik und ihre Fröhlichkeit.

Bewaffnet kämpfen gegen die US - Armee? Aussichtslos!

Auf die Hilfe der Europäer bauen? Aussichtslos!

Auf die Hilfe asiatischer Staaten warten? Aussichtslos!

Auf die Hilfe der UNO hoffen? Völlig Aussichtslos!

Die Hawai’ianer lassen sich nicht unterkriegen und behaupten „frech“, dass die Welt aufhorchen wird, denn man könne immer noch singen, während man als okkupiertes Volk  untergeht.

Aber wir gehen gar nicht unter, wir kommen wieder“,

so lautet die eindeutige Botschaft der Inselmenschen, die darauf hoffen, dass Hawai‘i eines Tages seine Geschicke selbst in die Hand nehmen darf und wieder Hawai’ianische Könige den Thron besteigen.

Ein liebenswerter Traum der höchstwahrscheinlich unerfüllbar sein wird, denn selbst Barack Obama wird auf den 50. Bundestaat der USA nur ungern verzichten wollen.

Einmal abgesehen vom Militärstützpunkt

Pearl Harbor,

wäre eine Entlassung in die gewünschte Unabhängigkeit ein politisches Signal für andere Bundestaaten, ebenfalls die Vereinigten Staaten von Amerika zu verlassen.

Bekanntlich ist die Politik das, was sie schon immer war:

Ein Gerangel um und für Macht und wirtschaftliche Interessen.

Die einzige Rolle der Bevölkerung ist die, diese Spielchen mitzumachen und „brav“ zu finanzieren.

Denn wer Moral oder gar Ethik in der Politik sucht, der macht sich das Geschäft unnötig schwer.

Warum sollte man sich auch über mehrere tausend verstümmelte oder tote Soldaten als Folge politischer Interessen aufregen? So etwas wäre nach der Ansicht der Mächtigen in Washington doch unsinnig, schließlich gibt es doch genug Menschen auf der Welt.

Wie lautete noch der perverse Spruch der Falken im US - Kongress?

Wer Omelette backen will, muss ein paar Eier zerschlagen“.

Manche Politiker in Europa und besonders in Deutschland unterstützen diese Ansicht und versuchen sogar, die gutgläubigsten Bürger darauf einzustimmen.

Da wäre es doch sinnvoll und an der Zeit, sich mal die Frage zu stellen:

Wem nützt es?

Es scheint von Vorteil für die amerikanische Regierung zu sein, dass die

„Vision“ von der Demokratie

doch ganz schön ist in salbungsvollen Sonntagsreden, aber lästig im täglich praktischen Gebrauch.

Es stimmt schon nachdenklich, dass ein friedliches Land wie

Hawai’i

überfallen wurde und bis heute - vermutlich gegen den Willen der Mehrheit der Einwohner - okkupiert wird.

Aloha“ - liebt einander.

Aber ist das die Demokratie - Form

von der wir in unserer Heimat träumen sollten?

 

 

             

 

DRSB

 

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sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

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Stand: 13.09.09

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