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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Hans - Josef Leiting Heinrich Sternemann

Düsseldorf, den 06. September 2009

 

Das Wort am Sonntag

 

Killer - Kapitalismus

Die Immunschwäche der Demokratie?

 

Mit dem Fall der Berliner Mauer sowie der darauf folgenden Auflösung der UdSSR nahm die Globalisierung der kapitalistischen Wirtschaftsformen ihren unaufhaltsamen und vehementen Aufschwung.

Parallel dazu gingen die Gefährdung von Arbeitsplätzen und der schnelle Abbau sozialer Sicherungseinrichtungen einher.

Im Fokus der so genannten Investoren standen von nun an die Profitmaximierung und die Monopolisierung der wirtschaftlichen Entscheidungsgewalt.

Das Geld fremder Mächte besetzte quasi wie fremde Militärmächte unsere Heimat und zerstörte systematisch den autonomen Willen der Bürger sowie die kollektiven Errungenschaften unserer Gesellschaft.

Der Kapitaldeterminismus erwürgte die Freiheiten der Bürger und reduzierte sie auf die Basis einer so genannten Warenfunktionalität.

Wer sich nach dem Fall der Mauer darüber diebisch freute, dass die kommunistischen Terrorregime des europäischen Ostens reihenweise zusammenbrachen, sah sich nun durch die Globalisierung der Weltwirtschaft einer wesentlich subtileren Bedrohung ausgesetzt.

Besonders in Westeuropa verdrängten Dienstleistungs- und Verwaltungsunternehmen die sicheren Industrie- und Produktionsstätten.

Unter dem ideologischen Deckmantel wurde der jahrelang positiv besetzte Begriff der

Freiheit

pervertiert und durch inhaltlose, teils unsinnige Schlagwörter ersetzt.

Fortan suggerierten hohle Begriffe wie

Deregularisierung, Flexibilisierung, Privatisierung

oder

Strukturbereinigung

eine Pseudofreiheit, die einzig dazu diente, die Globalisierung und die Autonomisierung des Kapitals zu legitimieren.

Auf den Führungsetagen von amerikanischen Unternehmensberatungen in Deutschland knallten fast schon täglich die Champagner - Korken.

Welch toller Ideologietrend, welch tolle Perspektiven

schienen den Protagonisten des Elends gelungen zu sein.

Ein sinnverdrehter Umkehrschluss verleitete viele westeuropäische Politiker dazu, Investoren immer noch mehr Zugeständnisse zu machen und dadurch den fortschreitenden Abbau von sicheren Arbeitsplätzen zuzulassen.

Die europäischen Arbeitsmärkte wurden systematisch destabilisiert.

Der DRSB e.V.

berichtete ausführlich über diese unsäglichen Aktionen.

Der Name des Ex - SPDlers

Wolfgang Clement

oder auch der Name des noch CDUlers

Laurenz Meyer

stehen stellvertretend für diese Elendsentwicklungen.

Durch versagende Politiker wie die vorgenannten ist es möglich, dass die Verschleuderung der öffentlichen Güter sowie die Vernichtung von gesellschaftlichen Werten bis heute ihren „Triumphzug“ ungebremst weiter fortsetzen können.

Tatsächlich verwüsten die neoliberalen Ideologien von

Deregularisierung, Flexibilisierung, Privatisierung

oder

Strukturbereinigung

die westlichen Gesellschaften.

Sie sind die verschworenen Feinde jedes Staates, jeder gemeinsamen Norm, verteufeln die Gesetze und verherrlichen die schrankenlose Freiheit durch die Globalisierung.

Wie vom DRSB e.V. eindrucksvoll belegt und beschrieben, fördern diese Szenarien der Pseudofreiheit zunächst die Ungerechtigkeit, dann die Ungleichheit und zuletzt die Armut in den westlichen Industriegesellschaften.

Die zurzeit ablaufenden wirtschaftlichen Prozesse in unserer Heimat sind der beste Beweis dafür, wie man gezielt das Gemeinwohl vernichten kann.

Freie Bahn dem Killer - Kapital!

So oder ähnlich lautet die Devise von Investmentbanken und diversen multinationalen Unternehmen, die damit nicht nur den Wohlstand in unserer Heimat vernichten, sondern auch des Elend in der DRITTEN WELT zunehmend verschlimmern.

Das individuelle und kollektive Schicksal soll bestimmt werden durch Aktivitäten an den Börsen in

New York, Chicago, Tokio, London

oder gar

Frankfurt

und beraubte uns längst eines großen Teils unserer realen Bürgerrechte.

Die Welt regiert von dunklen Ängsten, Wünschen und Profitgier der gewissenlosen

Börsen - Junkies?

Alles nur eine Fiktion der ewig Gestrigen?

Schon längst haben sich die Protagonisten des Elends jeder öffentlichen Kontrolle entzogen und korrumpieren auch noch die letzten verantwortungsbewussten Politiker in Europa.

Dadurch verdrängt diese Spielart der virtuellen Ökonomie die noch vorhandenen Werte der Realökonomie.

Tolle Gewinnchancen!

Monatlich sicheres Geld unter das Kopfkissen gelegt!

Wer würde da nicht auch

sehr gerne zum Gefolgsmann des Killer - Kapitals werden?

Bekanntlich fängt man mit Honig Fliegen. Und nur so wird es verständlicher, dass sich viele junge Menschen, Manager und Banker von der Ideologie der Pseudofreiheit einfangen lassen.

Bis sie merken, dass sie auf eine verwüstende neoliberale Ideologie hereingefallen sind, kann es möglicherweise zu spät sein.

Obwohl es einige im Unterbewusstsein verspüren, dass sich diese neoliberale Ideologie Stückchen für Stückchen selbst ad absurdum führt, halten sie in äußerster Verzweiflung daran fest.

Die systematische Neutralisierung der sozialen, politischen sowie wirtschaftlichen Abläufe durch die neoliberale Ideologie zieht zahlreiche, meist katastrophale Folgen nach sich.

Der Verlust von Langzeitarbeitsplätzen, die zunehmende Flächenarmut sowie die gezielte Vernichtung des Mittelstands sind nur ein paar Merkmale dieser gefährlichen Entwicklung in unserer Heimat und in Europa.

Ist womöglich das

Killer - Kapital

der Grund dafür, warum der Verlust aller kulturellen Eigenschaften und Werte unübersehbar den Verlust der Fähigkeit unserer Politiker nach sich zieht, den Wohlstand der Bürger so zu gestalten, dass er humanen Maßstäben gerecht werden kann?

Man kann dieses heraufziehende Szenario schon seit 15 Jahren beobachten.

Viele Bürger vertreten sogar die fatale Ansicht, dass man diese schädlichen Entwicklungen nicht mehr aufhalten könnte.

Ist das die eigentliche Immunschwäche unserer Demokratie?

Denn möchte sich eine noch funktionierende Gesellschaft der ideologischen Gewalt, der philosophischen Erpressung sowie der täglichen Aggression des Kapitals widersetzen, so benötigt sie dazu lediglich solidarische Werte, die dem Allgemeinwohl verpflichtet sind.

Verantwortungsbewusste, starke

Bürger

mit komplementären, auf Gegenseitigkeit beruhenden Beziehungen, die geschlossen gemeinsam die Demokratie verteidigen und nach realer sozialer Gerechtigkeit streben, widerstehen der Korruption, die durch die vagabundierenden Kapitalströme ausgelöst wurden.

Bedauerlicherweise verloren die meisten sozialdemokratischen Parteien in Europa ihre Glaubwürdigkeit und mutierten in den zurückliegenden Jahren zu Handlangern des internationalen

Killer - Kapitals.

Die ehemals engagierte, erfolgreiche und stolze

PSI

Partito Socialista Italiano

zerlegte sich bereits vor der Jahrtausendwende. Die deutsche SPD brauchte dazu rund 7 Jahre länger und wandelte zurzeit auf den Spuren der italienischen Kollegen.

Das weltweit eingesetzte

Killer - Kapital

brachte die Bewegung der Sozialistischen Internationale zum Stillstand und entmachtete quer durch Westeuropa alle Gewerkschaften durch gezielte Unterlaufung.

Killer - Kapital

pervertiert somit nachweislich das Bewusstsein, erwürgt jede Form von echter Freiheit und zerstört die Gesellschaft in den Ländern, die es ohne Widerstand besetzen durfte.

Die vom Arbeitseinkommen abhängigen Bürger treten in verschärfte Konkurrenz zueinander. Der Begriff „Mobbing“ steht stellvertretend für diese ungute Entwicklung.

Die Menschen in unserer Heimat werden gezwungen, mit „allen“ Mitteln ihren Arbeitsplatz zu sichern, bis er dann auch endgültig wegrationalisiert wird.

Diese Situation führte bereits zu einer Entsolidarisierung der Bürger und zur Schwächung des Kampfgeists sowie zum Tod des Gewerkschaftsgedankens.

Letztendlich wird das

Killer - Kapital

zur Zerstörung der Würde der Menschen beitragen. Bedauerlicherweise ist in keiner ernst zu nehmenden deutschen Partei ein Programm zum Gegensteuern ersichtlich.

Selbst die neuen Linken oder gar die Freie Union verfügen über kompetente Persönlichkeiten oder Parteibeschlüsse, die zur Hoffnung Anlass geben könnten.

Gabriele Pauli, Gregor Gysi und Oskar Lafontaine

waren zu keiner Zeit Vordenker von tragfähigen politischen Programmen.

Besonders der Parteiwechsler Lafontaine verliert Zusehens an Glaubwürdigkeit, nachdem öffentlich wurde, dass der Ex - SPDler als Minister wesentliche Impulse zur

[ Armuts- ] Agenda 2010

beigetragen hat.

Die Wandlung vom Saulus zum Paulus

nehmen dem Saarländer selbst in Ostdeutschland

immer weniger Bürger ab

[ Einziger Ausnahmefall ist das Saarland ].

Gysi hat als Langzeitideologe oder auch als politischer Philosoph niemals erkennbares geleistet, so dass diese offene Flanke der neuen Linken zum Ersatz echter Werte der Sozialdemokratie nicht tauglich erscheint.

Gabriele Pauli

und ihrer basisdemokratischen Truppe - aus ehemals freien Wählerbewegungen - fehlt ein valides Parteiprogramm sowie ein verlässlicher politischer Vordenker.

Eine auf Erfolg ausgerichtete straffe Führung war selbst für das stets erfolgreiche

DRSB - Spezial -Rechercheteam des Vorstandsvorsitzenden des DRSB e.V. nicht aus zu machen.

Schönheit und lieb gemeinte Absichten

sind bekanntlich schnell vergänglich.

Die SPD bleibt ein demokratischer Totalausfall und in der FDP und in Bündnis 90 / Die Grünen tummeln sich nach wie vor die meisten Protagonisten des

Killer - Kapitals.

Bleibt als vermeintlicher Rettungsanker die CDU / CSU, die aber wie bewiesen, in sehr großen Teilen von den Ideologien der Atlantik - Brücke e.V. unterlaufen zu sein scheint.

Die Wahl von

Friedrich Merz

[ CDU ]

zum neuen Vorstandsvorsitzenden untermauern die Befürchtungen vieler aktueller und zukünftiger Rentenbezieher.

Denn bis heute verweigert der erfahrene Politiker und Jurist Friedrich Merz  Auskünfte darüber, was seine tatsächlichen Absichten sind.

Auch nutzmehrende Kooperationen mit dem DRSB e.V., die die finanzielle Lage vieler Bürger in unserer Heimat entspannen und verbessern könnte, hat der CDUler noch nicht gesucht [ siehe hierzu offener DRSB - Brief an Friedrich Merz ].

Bleibt also auch nach der Bundestagswahl 2009 der

Killer - Kapitalismus

die Immunschwäche der Demokratie in unserer Heimat?

 

 

             

 

DRSB

 

Wir kämpfen seit 21 Jahren mit der Stimme der Demokratie

für

einen modernen Sozialstaat,

sichere, langfristige Arbeitsplätze,

sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,

sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

und für

korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.

 

 

             

Stand: 06.09.09

DRSB e.V.
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