DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky • Andreas Kallen • Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 01. März 2009
Das Wort am Sonntag
Einmalzahlung: 60.000,00 Euro
Nach zwei verlorenen Weltkriegen war es verständlich, dass verantwortungsbewusste Politiker nicht mehr wollten, dass jemals wieder ein Krieg vom deutschen Boden ausgehen sollte.
Die so genannten Väter der des deutschen Grundgesetzes waren aber keine von Überzeugung getragene Friedensbewegung, wie man sie vorwiegend in demokratischen Staaten finden kann, sondern sie gaben sich die ethischen Regeln vor, dass zukünftig Kriege, Kriegsformen und Kriegsrüstung aktiv und organisatorisch zu verhindern seien.
Krieg als Mittel der Politik sollte langfristig ausgeschlossen werden.
Mit den tiefen christlichen Wurzeln von Friedensbewegungen, die bis ins Mittelalter zurück reichen und im 19. Jahrhundert eine bürgerliche - liberale Friedensbewegung bildeten, hatten diese selbst vorgegebenen ethischen Regeln überhaupt nichts zu tun.
Denn echte
Friedensbewegungen, Organisationen und Initiativen,
deren Mitglieder aus ethischen, religiösen, ideologischen oder politischen Gründen für die Abrüstung und ein friedliches Zusammenleben der Völker eintreten und oftmals auch noch auf die Gefahren der militärischen Nutzungsmöglichkeiten der Kernkraft aufmerksam machen, haben mit politischer Korruption oder Korporation keine Gemeinsamkeiten.
Mit den so genannten Quäkern in Amerika und Großbritannien und ihren diversen
Peace Societies
- Friedensgesellschaften -,
sowie mit der programmatischen Schrift
Die Waffen nieder,
die 1889 erschien und der Aufruf zum Pazifismus von
Bertha von Suttner
ist, haben die verantwortungslosen Politiker von
Bündnis 90 / Die Grünen
noch bis heute keinerlei ethisch moralische Verbindungen.
Der Zusammenschluss von vermeintlichen Ökologen, Umweltschützern und vorgeblichen Kriegsgegnern diente ausschließlich dazu, an die fetten Fleischtöpfe in den deutschen Parlamenten zu gelangen.
Denn als 1998 die politische Katastrophe mit der
Rot / Grünen Regierung
ihren Lauf aufnahm, wurden die echten Friedensbewegungen in Deutschland gezielt ausmanövriert und von dieser Stunde an diskreditiert und diskriminiert, wo immer man es politisch gefahrlos konnte.
Wer noch im Jahr 1979 als „echter Grüner“ gegen den NATO - Doppelbeschlusses protestierte und eine allgemeine Abrüstung forderte, wurde quasi über Nacht zum politisch „Schwachsinnigen“ von Joschka Fischer und seinen grünen Schergen abgestempelt.
Ohne jeden Umweg wurde öffentlichkeitswirksam, mit der willfährigen Unterstützung der meisten Medien, für deutsche Kriegseinsätze im Ausland geworben.
Nur 53 Jahre in der Geschichte Deutschlands, nach der Befreiung vom
Nationalsozialismus,
hielt in der Gesellschaft und in den demokratischen Parteien der Konsens:
Nie wieder Krieg vom deutschen Boden!
Gerhard Schröder ( SPD ) und Joseph Fischer ( Bündnis 90 / Die Grünen )
beendeten jegliche Form von Friedenskooperativen und Friedensinitiativen.
Die Kriegsszenarien im ehemaligen Jugoslawien erforderten nach der Ansicht der beiden
Kriegstreiber
neue Aktionsformen.
Mit vorgeschobenen, manipulierten Argumenten wie zum Beispiel die unmittelbare Hilfe für Bürgerkriegsflüchtlinge und den herzzerreißenden Bildern von Massakern in Srebenica und Ruanda führte man die Parlamentarier zu anhaltenden Kriegsdebatten. Intensive Diskussionen und Vorschläge für alternative zivile Konzepte für den Umgang mit Krisen und Konflikten bügelten die deutschen
Kriegstreiber Schröder und Fischer
rücksichtslos mit der schröderschen Bastapolitik ab, denn ihr einziges Ziel war die Kriegseinsätze der deutschen Bundeswehr gesellschaftsfähig zu machen.
Zivile Konfliktaufarbeitung oder gar Konfliktbewältigung gehörten von nun an zur deutschen Vergangenheit.
Kriegssüchtige Vorschläge
für den Irankonflikt, den türkisch - kurdischen Konflikt sowie für das Desaster in Afghanistan standen auf allen politischen Agenden der demokratischen Parteien.
Verzweifelte Aufrufe von Mitgliedern von Bündnis 90 / Die Grünen ein deutliches
NEIN
zu Kriegseinsätzen oder zu sonstigen Bundeswehreinsätzen im Ausland werden vermutlich auch in den nächsten Jahren von den grünen Protagonisten
Roth, Künast, Trettin und Özdemir
vorsätzlich überhört werden.
Denn man will wieder mit aller Gewalt zurückkehren an die fetten Fleischtöpfe in einer Regierungskoalition. Da stören Friedensaufrufe aus der eigenen Partei nur bei der Zielerreichung.
Zwischenzeitlich sind mehr als 65.000 ausländische Soldaten in Afghanistan eingesetzt. Vor sieben Jahren waren es lediglich 12.000.
Für den DRSB e.V. ist Deutschlands Beteiligung an diesem grausamen und sinnlosen Krieg nicht akzeptabel.
Jede weitere Verstärkung der noch immer so dargestellten Nato - Truppen und damit auch der deutschen Bundeswehr droht den Krieg zu verlängern.
Deutschland
lässt sich immer mehr in die verfehlte Kriegführungsstrategie der USA einbinden und hilft den Mächtigen in Washington bei der Durchsetzung ihres imperialen Anspruchs als Weltordnungsmacht.
Obwohl fast schon täglich die Bilder aus Afghanistan an kitschige Rambo - Filme erinnern, wenn gepanzerte deutsche Militärfahrzeuge mit Bundeswehrsoldaten mit schusssicheren Westen und Kampfanzügen über die Bildschirme donnern, werden
pünktlich zu Beginn der Ostermärsche 2009 die Führung von
Bündnis 90 / Die Grünen
erneut verbale Breitseiten gegen die Friedensbewegung abfeuern.
Höchstwahrscheinlich werden dann wie eigentlich jedes Jahr die Kriegsbefürworter
Roth und Özdemir
deutsche Friedensanhänger als einseitig denkend und pauschal als militärablehnend diskriminieren.
Doch täglich rückt das Thema Krieg näher und näher und kann zum dominierenden Themenkreis bei der anstehenden Bundestagswahl mutieren.
Denn die deutsche Bundeswehr hat gegenwärtig rund 7200 Soldaten in Kriegseinsätzen im Ausland zum Einsatz gebracht.
So etwa die Hälfte davon versieht jeden Tag einen äußerst gefährlichen Dienst in Afghanistan. Schon seit 2001 kämpfen deutsche Bundeswehrsoldaten, in immer noch so dargestellten
„Friedensmissionen“,
gemeinsam mit Briten und Amerikanern, erfolglos gegen Al - Kaida oder auch gegen die so genannten Freiheitskämpfer der Taliban - Terroristen.
Seit der Gründung der deutschen Bundeswehr im Jahr 1955 starben 2600 deutsche Soldaten bei ihrer Dienstausübung.
70 deutsche Soldaten
starben bis heute bei Kriegseinsätzen im Ausland.
Alleine fünf deutsche Soldaten
starben im Jahr 2008 durch Sprengstoffanschläge.
Viele Schwerstverwundete liegen noch fürchterlich verstümmelt und vom Krieg deutlich gezeichnet im Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz.
Die meisten posttraumatischen Belastungsstörungen, also sehr tiefe Verletzungen der Seele, werden im Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg therapiert.
Es bleibt zu hoffen, dass diese kriegsversehrten deutschen Bürger wieder an Leib und Seele gesunden können, denn die Hauptlast nach den Kriegseinsätzen tragen die Mütter, Väter sowie die Ehefrauen und Kinder von verletzten deutschen Soldaten.
Besonders hart trifft es aber die Familien, wenn der geliebte Sohn oder Ehemann in diesen sinnlosen Kriegseinsätzen sterben musste.
Die Führung der deutschen Bundeswehr hat zwar einen sehr gut funktionierenden psychologischen Dienst aufgebaut, aber was nützen schon gut gemeinte Worte, wenn der geliebte Sohn, Ehemann und Vater fehlt?
Witwen von gefallenen Soldaten erhalten vom deutschen Staat eine Einmalzahlung in der Höhe von
60.000,00 Euro.
Können 60.000,00 Euro geliebte Söhne, Ehemänner oder Väter ersetzen?
Kennen die verantwortlichen Politiker wie zum Beispiel
Roth, Bütikofer, Künast, Trettin, Özdemir, Fischer,
Schröder, Müntefering, Struck, Steinbrück, Steinmeier
aber auch
Merkel, Jung, Pofalla, ja sogar auch Westerwelle und Niebel
kein Mit- oder Schuldgefühl mehr?
Deutsche Kriegseinsätze nach dem zwei Weltkriegen graben sich immer tiefer in die Köpfe der deutschen Bürger als
„bleibender Schrecken“
ein.
Denn solange die Vorgenannten zynisch von
„humanitären Einsätzen“
sprechen, wenn sie völlig verantwortungslos junge Deutsche in Kriegsgebiete zum Sterben und Verstümmeln schicken, wird ihre ohnehin schwer angeschlagene Glaubwürdigkeit weiter rapide schrumpfen.
Oder glaubt man etwa in Berlin sich mit der
Einmalzahlung von 60.000,00 Euro
von der eigenen ethisch - moralischen Verantwortung befreien zu können?
DRSB
Wir kämpfen seit 21 Jahren mit der Stimme der Demokratie
für
einen modernen Sozialstaat,
sichere, langfristige Arbeitsplätze,
sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,
sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
und für
korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.