DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky · Heinrich Sternemann · Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 05. November 2009
Leserbriefe von DRSB - Lesern
Die Leserbriefe wurden nach Themengebiete aufgeteilt und nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.
Der DRSB e.V. versichert allen Lesern, dass der Wunsch nach Anonymität respektiert und gewahrt bleibt.
An dieser Stelle weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass die nachfolgenden Leserzuschriften vom DRSB e.V. nicht auf Wahrheit oder juristische Wahrhaftigkeit geprüft wurden und insofern ausschließlich die Meinungen der jeweiligen Autoren darstellen.
1. Leserbrief / anonymisiert
Herrn
Udo Johann Piasetzky
Vorstandsvorsitzender
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
XXXXXXXX, den 29. Oktober 2009
Das Versagen der Eliten
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
mehr Demokratie dank Twitter, You Tube und Blogosphäre im Internet? Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man vielleicht darüber lachen.
Die friedliche Revolution in der DDR fand ohne Internetspektakel und das überflüssige werbeüberlandene Westfernsehen statt.
Und auch Barack Obama wäre ohne das Facebook Präsident der USA geworden.
Heute erscheint es aber vielen Menschen so, dass das Internet entscheidenden Einfluss auf politische Entwicklungen haben würde.
Dem ist nicht so.
Es wird lediglich krampfhaft versucht dieses Medium in den Mittelpunkt des Denkens zu manövrieren.
Bei der friedlichen Revolution in der DDR spielte die evangelische Kirche und die Kirchenführer eine entscheidende Rolle.
Die andauernden Friedensgebete waren der eigentliche Ausgangspunkt für die friedlichen Montagsdemonstrationen.
Außerdem bot der „Schutzraum Kirche“ die Möglichkeit seine Meinung frei zu äußern.
Damals wie heute ein Privileg.
Die dramatischen Ereignisse des 09. Oktober 1989 entschieden über die Zukunft der Deutschen „Demokratischen“ Republik.
Mehr als 70.000 Bürger - mehr als jemals zuvor - strömten am 09. Oktober 1989 in die Leipziger Innenstadt und demonstrierten. Die brutalen Machthaber der DDR hatten sich gut gerüstet mit zweitausend Spitzeln, Wasserwerfern, Schützenpanzerwagen und Maschinengewehren.
Gegen 70.000 friedliche Menschen waren sie machtlos und mussten ihr Versagen eingestehen.
Den Mut dieser Demonstranten in Leipzig vermisse ich heute.
Keine Kirche ist mehr eine feste Burg.
Die Katholiken sind von McKinsey - Beratern unterlaufen und wenn Bischof Huber in Talkshows seinen Mund aufmacht, höre ich die Lehre vom Neoliberalismus.
Wer ihn nur „hören“ würde, könnte sogar den Eindruck gewinnen, dass ein Vertreter der Chicagoer Schule spricht.
Und was meinen Sie, sehr geehrter Herr Piasetzky: Ist es die Aufgabe der Kirche, sich politisch einzumischen?
Wenn ja, wer sollte das Wort erheben? Welche Persönlichkeiten sehen Sie?
Immer mehr Gemeinden teilen sich bereits einen Geistlichen aus Geldmangel und aus dem Sparzwang heraus werden reihenweise Gotteshäuser geschlossen.
Viele Pfarrer und Priester kennen nicht einmal mehr die Menschen in ihrer Gemeinde.
Wie soll da ein Gotteshaus wieder zu einer festen Burg werden?
Dank Ihrer sehr befreienden Artikel hege ich die Hoffnung, dass die Meinungsfreiheit und das offen gesprochene Wort nicht sterben müssen.
Helfen Sie den Gemeinden in unserer Heimat, in dem Sie weiter aufzeigen, wie durch das Versagen unserer Politiker die Kirchen in Deutschland wirtschaftlich ausgetrocknet werden.
Nach dem Motto der Neoliberalen:
Keine Kirchen - Kein Protest.
Mit freundlichen Grüssen
DIE VERFASSER
2. Leserbrief / anonymisiert
Herrn
Udo Piasetzky
Präsident
des Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
XXXXXXXX, den 30. Oktober 2009
Das Wunder von Leipzig
Lieber Herr Piasetzky,
sagen, was man wirklich denkt und tun, was man für richtig hält sowie reisen, wohin man will - all das war in der damaligen DDR keine Selbstverständlichkeit.
Improvisationstalent; Beharrlichkeit und Fantasie waren gefragt, wenn man sich gegen die alltäglichen Einschränkungen der persönlichen Freiheit wehren wollte.
Und heute?
Wer riskiert noch den Mund aufzumachen, wenn man im Job von Vorgesetzten fortwährend schikaniert wird?
Wer riskiert noch die Wahrheit zusagen, wenn es um das permanente Versagen unserer Politiker geht?
Wer riskiert denn noch die Fehlentwicklungen in unserer Heimat beim Namen zu nennen?
Niemand!
[ Mit Einschränkungen des DRSB ]
Ist so etwas noch Demokratie?
Nennt man so etwas noch Meinungsfreiheit?
NEIN! Nie und nimmer!
Denn wer in unserem Land sich noch traut den Mund aufzumachen wird gemobbt, verleumdet und sonstigen Sanktionen ausgesetzt.
Selbständige und mittelständische Unternehmer werden gezielt in den Ruin getrieben.
Damals in Leipzig gingen die Bürger auf die Straße und machten den Mund auf. Das Wunder von Leipzig war die Wiege der Wiedervereinigung.
Mit der Unterstützung der Kirche und mit viel Fantasie gingen die Ostdeutschen gegen die rohe Staatsgewalt vor. Ohne Angst vor gefährlichen Sanktionen stellten sich die Menschen der Realität und konnten das totalitäre System besiegen.
Heute fehlt uns in Deutschland wieder ein Wunder von Leipzig.
Machen Sie deshalb weiter mit Ihrer Arbeit und trotzen Sie den Mobbingattacken und Verleumdungen.
Deutschland braucht Persönlichkeiten wie Sie und gemeinnützige Organisationen wie den Deutschen Rentenschutzbund.
Mit freundlichen Grüssen
DER VERFASSER
DRSB
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