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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky · Hans - Josef Leiting  

Düsseldorf, den 14.März 2009

 

Adam Opel Deutschland AG

statt

Adam Opel GmbH

 

Die voreiligen profilierungssüchtigen Vorschläge für Sofortmaßnahmen, die die Adam Opel GmbH retten sollen, wurden glücklicherweise nicht in die Tat umgesetzt. Vorwiegend in den Reihen der SPD und Teilen der Gewerkschaft scheint man noch die Meinung zu vertreten, dass man mit dem Eintreten für Sofortmaßnahmen bei Opelanern und deren Familien punkten könnte.

Die angedachten, vorschnellen

Sofortmaßnahmen

stellen aber nicht einmal ansatzweise eine verlässliche Langzeitlösung dar.

Die verantwortlichen Politiker und Manager aus den USA sowie aus Deutschland müssen sich zu einer nüchternen und sachlichen Beurteilung der Gesamtsituation zusammenraufen, damit in einem konstruktiven Gedankenaustausch das Thema

Adam Opel

einer sinnvollen Lösung zugeführt werden kann.

Interpretiert man die Meldungen in den Medien richtig, so haben die verantwortlichen Politiker und Manager hierzu wechselseitig Schritte eingeleitet.

 

Unbestritten steckt die

Adam Opel GmbH

in einem politisch komplexen und wirtschaftlich ungelösten Szenario.

Zur Lösung der offenen Fragen bedarf es somit einer gemeinsamen grundsätzlichen Übereinkunft, um anschließend aus der Adam Opel GmbH wieder einen überlebensfähigen und zukunftsfesten Automobilkonzern schmieden zu können.

Die verantwortlichen Manager von General Motors hatten bereits signalisiert, die vorhandenen Vermögenswerte in einen Neustart einzubringen um eine Beteiligung an Opel auch ohne Kapitalmehrheit zu gewährleisten.

 

Von deutscher Seite könnte die Bereitschaft verstärkt werden, mit einem Bürgschaftsvolumen von 3,3 Milliarden Euro, sinnvolle und nutzmehrende Maßnahmen, zu flankieren.

Ein Neustart mit der Hilfe des deutschen Staates

ist aber wirtschaftlich nur sinnvoll darstellbar, wenn das eingesetzte Vermögen eine echte Investition darstellt und alle Arbeitsplätze für die Opelaner erhalten bleiben.

Eine neue Ära der Adam Opel Deutschland AG ist ausschließlich mit loyalen Managern zu rechtfertigen, die auf das uneingeschränkte Vertrauen der neuen Gesellschafter, der Belegschaft und der Politiker zurückgreifen könnten.

Eine Fortsetzung mit

amerikahörigen Managertypen würde die gesamten Hilfsmaßnahmen kontakarieren.

Unter den vorgenannten Bedingungen könnte die Eröffnungsbilanz aus der Kombination einer Sachgründung und einer Bargründung einer neuen

Adam Opel Deutschland AG

sich wie folgt - vereinfacht - darstellen lassen:

 

Aktiva

Milliarden

Passiva

Milliarden

 

Euro

 

Euro

Anlagevermögen

 

Stammkapital

 

(Einlage Sachanlagevermögen,

 

GM

1,7 (34 %)

immaterielle Wirtschaftsgüter

 

BRD

3,3 (66 %)

durch GM)

 

 

1,7

 

 

Geldmittel durch BRD

3,3

 

 

 

5,0

 

5,0

 

Der gesamte Umfang des Vermögens für eine Sachgründung aus materiellen Vermögensgegenständen, wie zum Beispiel Grundstücken, Gebäuden und Produktionsanlagen, sowie aus immateriellen Vermögensgegenständen, wie zum Beispiel Patent- und Markenrechten, müsste jedoch zuvor genau definiert und festgelegt werden.

Demgegenüber müssten die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen GM und Opel GmbH, die noch zur Aufrechnung anstehen, der Höhe und dem Grunde nach zu einem bestimmten Stichtag festgelegt werden.

Daneben wäre eine Vereinbarung zur Aufrechnung des Stammkapitals der Adam Opel GmbH zu treffen.

Außerdem müssten sofort alle Pfandrechte aus der Sicherungsübereignung von GM an den amerikanischen Staat für immaterielle Vermögensgegenständen aufgehoben werden. Erst danach könnte der deutsche Staat die Steuermittel für eine Bargründung gefahrloser bereitstellen.

 

Die bestehende Adam Opel GmbH müsste anschließend mit den nachfolgend beispielhaft aufgeführten Punkten geordnet liquidiert werden:

1.

Harmonische Regelung zur Übernahme der Belegschaft mit dem Betriebsrat, den beteiligten Gesellschaftern, Politikern und der Bundesagentur für Arbeit.

2.

Entgeltlicher Erwerb des vorhandenen Umlaufvermögens und sonstiger Vermögensgegenstände der Adam Opel GmbH durch eine Adam Opel Deutschland AG.

3.

Regulierung und / oder Vergleichsvereinbarungen mit den Gläubigern der Adam Opel GmbH.

4.

Realisierung bestehender Forderungen durch die Opel GmbH selbst.

5.

Umgehende tatsächliche Verständigung mit dem zuständigen Finanzamt zu den Themen Einbringung von Vermögensgegenständen, Verrechnungspreise und Lizenzgebühren.

6.

Abschließende Vereinbarung über den Ausgleich einer Über - oder Unterdeckung aus der Liquidation der Adam Opel GmbH.

 

Durch die aufgeführten Punkte ist dann eine gesunde Basis für eine mögliche weitere partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen GM und der neuen Adam Opel Deutschland AG gelegt.

Eine Bargründung der Adam Opel Deutschland AG würde der Forderung im vollen Umfang gerecht werden, dass keine Steuermittel zur Rettung der Adam Opel GmbH zweckentfremdet werden.

Sollten sich also die Amerikaner von ihren festgefahrenen Exploiationsgrundsätzen lösen können, bestände die riesige Chance eine erfolgreiche Reorganisation durchzuführen.

Zur Erleichterung für alle Opelaner, deren Familien und Angehörigen könnte die

Adam Opel Deutschland AG

der Start in eine neue erfolgreiche Epoche des deutschen Automobilbaus werden.

 

 

             

 

DRSB

 

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